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Interview mit unserer Alumna Karina Schmidt

Karina hat im Master BWL studiert und arbeitet jetzt im Bereich Personal bei meinestadt.de.

Wo bin ich & was mache ich?
Ich bin Karina und arbeite bei der meinestadt.de GmbH (einem mittelständischen Digitalunternehmen) in der Personalabteilung. Mit zwei Kolleginnen zusammen betreue ich den Bereich 'Personal-Projekte'. Die reichen von der Definition und Umsetzung der Personalentwicklungsstrategie für das laufende Jahr, über die Einführung einer neuen Software für das Personalmanagement hin zur Durchführung unserer ersten unternehmensweiten Open Space Konferenz. Daneben beraten wir Mitarbeitende wie Führungskräfte bei personalrelevanten Anliegen, begleiten z. B. das Onboarding neuer Mitarbeitender oder unterstützen die anderen Kolleginnen und Kollegen aus dem Personalteam mit ihren Themen.
Besonders aufregend finde ich, dass wir als selbstorganisiertes Team arbeiten, d. h. wir haben keine Teamleitung. Die zusätzliche Verantwortung, die damit einhergeht, ist teilweise schon ziemlich fordernd, vor allem direkt zum Berufseinstieg. Dafür ist die Zusammenarbeit im Team super spannend: Wir erproben demnächst zum Beispiel Team-Feedback, statt klassische Mitarbeitendenjahresgespräche. Außerdem finde ich die mit der Selbstorganisation einhergehende Transparenz und Flexibilität toll. Wir wissen immer woran jede:r im Team arbeitet & unterstützen uns gegenseitig situationsbedingt, sodass immer Neues gelernt werden kann. Die Agenda unserer Arbeit so stark mitgestalten zu können, erlebe ich als sehr bereichernd.
 
Wie kam ich hierhin?
Nach einigen Praktika in verschiedensten Branchen (Theater / Filmproduktion / Eventorganisation / Grafikdesign / Kreativagenturen) hat sich für mich mehr und mehr herauskristallisiert, dass ich meine Stärken vor allem in der Begleitung von Prozessen sehe. Dadurch habe ich das Feld der Organisations- & Personalentwicklung als Zielbild für meinen Beruf ins Auge gefasst. Da der Einstieg im Personal leider nicht so leicht ist (sehr beliebtes Berufsfeld, sodass bei Bewerbungen bereits viel Erfahrung verlangt wird), habe ich zunächst als Werkstudentin im Recruiting gearbeitet, um erste Erfahrungen zu sammeln. Auf Empfehlung einer Freundin hin habe ich mich dann bei meinem jetzigen Arbeitgeber für den Bereich Personalentwicklung beworben. Da hat es sofort gefunkt und mittlerweile bin ich in die Festanstellung übernommen worden.
 
Inwiefern hat mich die Zeit an der Alanus Hochschule geprägt?
Am meisten hat mich an der Alanus Hochschule der systemische Blick auf die Dinge, den einige Dozierende vermittelt haben, geprägt. Mir ist vor allem das konstante 'Fragen nach dem Wie', statt nur nach dem 'Was' im Kopf geblieben. In den Seminaren wurden wir z. B. in Gruppenarbeiten dazu angehalten, nicht nur die Ergebnisse der Erarbeitung sinnvoll zu präsentieren, sondern vor allem die dafür typischerweise genutzten Methoden zu hinterfragen, neue Methoden auszuprobieren und zu überlegen, wie die Ergebnisse am besten vermittelt werden können. Bei der Arbeit hilft mir das ständig zu überlegen, wie ich das eine Meeting am zielführendsten gestalte oder wie wir in unserer Zusammenarbeit besser werden.
Die gesamte Zeit an der Alanus Hochschule verbinde ich mit einer sehr positiven, lebensbejahenden Stimmung. Die Wochenendseminare am Campus waren kleine Auszeiten aus dem Alltag. Ich habe es als sehr bereichernd erlebt, mit Kommilliton:innen, denen ähnliche Werte im Leben wichtig sind, Themen zu diskutieren und zu bearbeiten. Regelmäßig eine anregende Portion zum Thema Nachhaltigkeit und die Vision, die Welt etwas besser zu machen – das war sehr motivierend für mich.
Inhaltlich habe ich mich im Masterstudium BWL – Wirtschaft nachhaltig gestalten viel mit New Work beschäftigt – jetzt bietet mir das eine sehr gute theoretische Grundlage für meinen aktuellen Beruf. Neben der Herausforderung, selber in einem selbstorganisierten Team zu arbeiten, beschäftigt uns konstant die Frage, wie wir als Organisation resilienter werden können. Ich kann regelmäßig auf mein Wissen zurückgreifen, wie andere Organisationen über Scrum & Kanban hinaus damit umgehen.

Interview mit unserer Alumna Karina Schmidt