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Rudolf Steiner bezeichnete die Waldorfschule mehr als einmal als „Methodenschule“. Im Vortrag „Key Waldorf Methods: Example of Art Study“ im Rahmen des International Campus Waldorf (ICW) thematisiert Martyn Rawson, Honorarprofessor für Waldorfpädagogik im internationalen Kontext an der Alanus Hochschule, die Kunstbetrachtung bzw. Ästhetik an Waldorfschulen.

Dabei möchte er aufzeigen, dass die meisten Methoden an der Waldorfschule auf einer Modifikation von Steiners Erkenntnistheorie beruhen. Die angewandten Methoden basieren auf einem anthroposophischen Verständnis der Natur des sich entwickelnden Menschen, während die Inhalte des Lehrplans eine Frage des Erkennens „gesellschaftlicher Notwendigkeiten“ sind. Zu den bekanntesten Methoden zählen der phänomenologische Ansatz in den Naturwissenschaften und der symptomatische Ansatz in den Kulturfächern. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Methoden, darunter das handwerkliche Gestalten, das performative Lernen und die Kunstbetrachtung. Auf letztere wird Martyn Rawson in seinem Vortrag einen besonderen Fokus legen.

Der Vortrag ist Teil des ICW 2026. Unter dem Titel „Waldorf Tools – What are they? How do we use them? Why do we use them?“ widmet sich die internationale Online-Vorlesungsreihe der Alanus Hochschule zentralen Methoden der Waldorfpädagogik und ihrer Bedeutung für die Bildung der Zukunft. Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen aus verschiedenen Ländern fragen, wie und warum diese Methoden eingesetzt werden und welche Impulse sie für heutige Bildungsprozesse geben.

Veranstaltungsdetails

Vortrag: Key Waldorf methods: example of art study
Wann: Dienstag, 29.09.2026, 19:30–21:00 Uhr (MESZ/MEZ)
Sprache: Englisch
Teilnahme: Kostenlos über Zoom

Anmeldung über die ICW-Website (englischsprachig):
https://www.international-campus-waldorf.com