Zukunft bauen: Alanus-Studierende für BDA-Studienpreise nominiert
Vier Architekturarbeiten zeigen neue Perspektiven auf Bestand und Gemeinwohl
Zukunft bauen: Alanus-Studierende für BDA-Studienpreise nominiert
Mit Entwürfen zum Umbau bestehender Gebäude, zur gemeinschaftlichen Nutzung historischer Orte und zur Weiterentwicklung gewachsener Strukturen haben Studierende des Fachbereichs Architektur der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn beim „Rundgang Architektur 2026“ am Donnerstag, 2. Juli, überzeugt. Vier Abschlussarbeiten wurden für die Studienpreise des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) nominiert.
 Die Arbeiten greifen zentrale Fragen des Bauens auf: Wie kann vorhandene Bausubstanz weitergenutzt werden? Wie entstehen Orte für Begegnung und gemeinschaftliches Leben? Und wie lassen sich Gebäude und Stadtstrukturen an soziale sowie ökologische Veränderungen anpassen? Der Rundgang Architektur bildet den feierlichen Abschluss des Studienjahres an der Alanus Hochschule und macht sichtbar, wie Studierende diese Fragen in ihren Entwürfen bearbeiten. Mit den Nominierungen haben die Absolvent:innen zudem die Möglichkeit, sich im Wettbewerb mit Abschlussarbeiten anderer Architekturhochschulen zu messen.
Nominierungen BDA-Masters (jahrgangsbeste Bachelorarbeiten)
Die Arbeit „Einfamilienhaus im Wandel“ von Dana Azizi (Betreuung: Prof. Swen Geiss, Jun.-Prof. Miriam Hamel) untersucht, wie sich das klassische Einfamilienhaus an gesellschaftliche und ökologische Veränderungen anpassen lässt und welche Möglichkeiten die Weiterentwicklung bestehender Wohnformen bietet.
Luis Bongardt, Nicolai Max Schwarz und Lena Stadtfeld beschäftigen sich in „Gut Melb in Bonn/Venusberg – Transformation eines historischen Ensembles zu einem gemeinwohlorientierten Zentrum“ mit dem Gutshof Gut Melb am Venusberg (Betreuung: Prof. Ragnhild Klußmann, Prof.-Dr.-Ing. Florian Kluge). Ihr Entwurf untersucht, wie sich das Areal durch gemeinschaftliche Prozesse zu einem Ort für Begegnung, Vielfalt und gemeinsames Gestalten entwickeln kann.
Johannes Roos und Aljosa Tacevski widmen sich mit „Bauen im Bestand – Einfamilienhaus in Kukljica, Kroatien“ einem kleinen Gebäudeensemble auf der kroatischen Insel Kukljica (Betreuung: Prof. Ragnhild Klußmann, Jun.-Prof. Miriam Hamel). Sie entwickelten ihren Entwurfsansatz direkt vor Ort: Ein Raum des Bestands wurde zum exemplarischen Labor, in dem materielle und bauliche Elemente untersucht, Entscheidungen im Umgang mit dem Gebäude getroffen und direkt baulich umgesetzt wurden.
Nominierung BDA-SARP-Award (jahrgangsbeste Masterarbeit)
Für den BDA-Masterpreis wurde Julian Heiden mit „Vom Leben und Gestalten in gewachsenen Strukturen“ nominiert (Betreuung: Prof. Miriam Hamel, Prof. Swen Geiss). Seine Arbeit untersucht innerstädtische Hofstrukturen als Wohn- und Lebensräume, in denen private Bereiche, gemeinsam genutzte Flächen und nachbarschaftliches Zusammenleben aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt stehen die räumlichen Voraussetzungen für Gemeinschaft sowie die Qualitäten, die sich daraus für den Alltag der Bewohner:innen entwickeln.
Foto, von Links: Luis Bongardt, Dana Azizi, Nicolai Max Schwarz, Lena Stadtfeld, Aljosa Tacevski, Johannes Roos, Julian Heiden (Copyright: Alanus Hochschule / Alexander Conrads)
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Alanus Hochschule / Alexander Conrads