Wir alle sind bewegt von den Auswirkungen der Pandemie, der drohenden Klimakatastrophe, den Bildern aus dem Krieg in der Ukraine. Zugleich trifft uns die gesamtgesellschaftliche Krise auch persönlich, sei es in Form sich abzeichnender Energieknappheit, durch Kostensteigerungen beim täglichen Einkauf oder auch bei Engpässen in der Gesundheitsversorgung.

Wir erleben gerade eine Situation, wie wir sie in der Nachkriegszeit in Europa bisher nicht kannten. Das bringt eine tiefe Verunsicherung mit sich. Erwartungen, Wünsche, Pläne gerade der jungen und jüngsten Generation stehen plötzlich in Frage. Dabei bewegen wir uns immer noch auf einem hohen Niveau, und ich bin überzeugt, dass wir in der Gesellschaft und – pro domo gesprochen – auch in der Hochschule über genug Substanz und Kraft verfügen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Und für die Kunst gilt in dieser Zeit: Nie war sie so wertvoll wie heute! Wir brauchen neue Perspektiven, neue Denk- und Lebensmuster, Impulse zum Innehalten und Andersmachen Verblüffende Ideen, wie zum Beispiel ein Schriftzug auf einer Pappschale, wie man sie aus Bäckereien kennt: „Ich danke, also bin ich.“ Es ist ein einfacher Satz, eine Geste und zugleich eine neue, außergewöhnliche Lebenshaltung.

Ich wünsche Ihnen/euch frohe Festtage – Raum und Zeit zum Zurücklehnen, Kräftesammeln, Anlaufnehmen und Dankbarsein.

Ihr/euer
Hans-Joachim Pieper