Das Theaterstück BABYLOL basiert auf der chinesischen Kurzgeschichte „Babylonische Sprachverwirrung“ von Xia Jia und erzählt von Anni, einer jungen Frau, deren beste Freundin Lia an einem unheilbaren Virus erkrankt und infolgedessen jegliche sprachlichen Fähigkeiten verliert.

Das sogenannte Babel-Syndrom zerstört die Kommunikationszentren in Lias Gehirn und lässt sie eine Sprache entwickeln, die nur sie selbst versteht. Um den Austausch mit der besten Freundin beraubt, gerät Anni in eine sich immer weiter verschärfende Krise, in der sie sich mit ihrer Einsamkeit und Abhängigkeit auseinandersetzen muss. Wie können die Freundinnen trotz des Sprachverlusts miteinander kommunizieren? Finden sie neue Wege zueinander?

Im Anschluss an die Aufführung findet ein Gespräch mit Autorin Xia Jia und weiteren Gästen statt. Die Moderation übernimmt Prof. René Harder, Leiter des Studiengangs performART.

Eine Veranstaltung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Bonn.

Mit: Anabella Fingerhut, Emilie Kleinschmidt, Zoran von Waldenfels, Simeon Kuhn
Autor: Zoran von Waldenfels
Regie: Toni Diegelmann
Künstlerische Leitung: René Harder

Spieltermin:
Montag, 12. Oktober 2026, 19 Uhr

Ablauf:

  • 19:00 Uhr: Einführung in das Werk von Xia Jia mit Dr. Petra Thiel, Konfuzius-Institut Heidelberg
  • 19:20 Uhr: Preisverleihung des deutsch-chinesischen Übersetzungswettbewerbs zu einem Text von Xia Jia
  • 19:30 Uhr: Performance „BABYLOL – Babylonische Sprachverwirrung“
  • Anschließend: Gespräch mit Xia Jia und weiteren Gästen, Moderation: Prof. René Harder

Spielort:
Theater im Ballsaal
Frongasse 9, 53121 Bonn

Tickets:
17 € regulär, 9 € ermäßigt
0228 / 79 79 01, Tickets bei bonnticket

Über Xia Jia
Die Schriftstellerin Xia Jia (*1984) zählt zu den bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction und Fantasy. Nach ihrer Promotion in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Peking University im Jahr 2014 lehrt sie heute chinesische Literatur an der Xi’an Jiaotong University. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit acht Galaxy Awards. Ihre Werke erscheinen regelmäßig in renommierten internationalen und chinesischen Magazinen und wurden in zahlreiche Sprachen, darunter auch Deutsch, übersetzt.

In ihren Erzählungen verbindet sie wissenschaftliche Neugier mit poetischer Imagination und einem feinen Blick für zwischenmenschliche Beziehungen. Ihre Geschichten zeigen nicht selten Zukunftswelten, in denen technologische Entwicklungen mit Fragen nach Erinnerung, Identität und Fürsorge verknüpft sind. Statt dystopischer Zuspitzungen stehen häufig Empathie, kulturelle Traditionen und die leisen Veränderungen des Alltags im Mittelpunkt.

Bild: Alanus Hochschule / Toni Diegelmann

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