Was hält uns gesund, bevor wir krank werden? Dieser Frage widmet sich die Ringvorlesung „Kunst sorgt vor“ an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen aus Kunst- und Musiktherapie, Medizin, Psychologie und Kulturwissenschaft diskutieren das präventive Potenzial künstlerischer Prozesse und fragen, wie sich Gesundheit frühzeitig stärken und langfristig erhalten lässt. Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei.

In Zeiten wachsender psychosozialer Belastungen und gesellschaftlicher Spannungen gewinnt Prävention an Bedeutung. Aktuelle Forschung zeigt, dass künstlerische Prozesse nicht nur therapeutisch, sondern auch präventiv wirksam sein können – etwa im Umgang mit Stress, Angst, Depression, Burnout oder sozialer Isolation. Neben medizinischen und psychologischen Ansätzen rücken Künstlerische Therapien deshalb verstärkt in den Fokus präventiver Strategien.

Die Ringvorlesung beleuchtet das Thema vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen wie mentaler Belastung, sozialer Ungleichheit, Digitalisierung und gesellschaftlicher Transformationsprozesse: Wie können Musik und Kunst Frauen in Risikoschwangerschaften unterstützen? Wie können Märchen und Geschichten queere Menschen stärken? Was verrät das Sammeln von Kunst über unsere Psyche? Und wie schaffen künstlerische Räume Begegnung und Teilhabe?

Dabei bleibt die Ringvorlesung nicht bei der positiven Wirkung von Kunst stehen. Sie fragt auch kritisch: Wann stärkt Selbstsorge – und wann wird Prävention zur gesellschaftlichen Aufforderung, sich selbst zu optimieren?

Programm

Veranstalter: Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft
Wann: 7. Oktober bis 9. Dezember 2026, mittwochs, 18:00–19:30 Uhr
Wo: Alanus Hochschule, Campus II, Villestraße 3, 53347 Alfter, Seminarraum 14
Eintritt: frei

Kontakt für Presseanfragen:
+49 (0)2222 9321-1944
presse@alanus.edu

Bild: Tanya Estilo, „Innere Landschaft“, 2025