Theater im Ballsaal // BABYLOL – Babylonische Sprachverwirrung
nach einer Kurzgeschichte von von Xia Jia
Wann: Mo 12. Oktober 2026
Uhrzeit: 19 Uhr
Wo: Theater im Ballsaal, Frongasse 9, 53121 Bonn
BABYLOL – Babylonische Sprachverwirrung
Ein Theaterstück von Zoran von Waldenfels und Toni Diegelmann nach einer Kurzgeschichte von Xia Jia.
Das Theaterstück BABYLOL basiert auf der chinesischen Kurzgeschichte Babylonische Sprachverwirrung von Xia Jia und erzählt von Anni, einer jungen Frau, deren beste Freundin Lia an einem unheilbaren Virus erkrankt und infolgedessen jegliche sprachlichen Fähigkeiten verliert.
Das sogenannte Babel-Syndrom zerstört die Kommunikationszentren in Lias Gehirn und lässt sie eine Sprache entwickeln, die nur sie selbst versteht. Um den Austausch mit der besten Freundin beraubt, gerät Anni in eine sich immer weiter verschärfende Krise, in der sie sich mit ihrer Einsamkeit und Abhängigkeit auseinandersetzen muss. Wie können die Freundinnen trotz des Sprachverlusts miteinander kommunizieren? Finden sie neue Wege zueinander?
Im Anschluss an die Performance findet eine Podiumsdiskussion zum Stück BABYLOL mit Prof. René Harder, Xia Jia und Studierenden der Alanus Hochschule statt.
Über Xia Jia
Die Schriftstellerin Xia Jia (*1984) zählt zu den bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction und Fantasy. Nach ihrer Promotion in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Peking University im Jahr 2014 lehrt sie heute chinesische Literatur an der Xi’an Jiaotong University. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit acht Galaxy Awards; ihre Werke erscheinen regelmäßig in renommierten internationalen und chinesischen Magazinen und wurden in zahlreiche Sprachen, darunter auch Deutsch, übersetzt.
In ihren Erzählungen verbindet sie wissenschaftliche Neugier mit poetischer Imagination und einem feinen Blick für zwischenmenschliche Beziehungen. Ihre Geschichten zeigen nicht selten Zukunftswelten, in denen technologische Entwicklungen mit Fragen nach Erinnerung, Identität und Fürsorge verknüpft sind. Statt dystopischer Zuspitzungen stehen häufig Empathie, kulturelle Traditionen und die leisen Veränderungen des Alltags im Mittelpunkt.