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MEDIA PROTECT

Systematic Quality Oriented Nationwide Implementation in Kindergartens and Elementary Schools

MEDIA PROTECT – systematische nationale Implementation in Kindergärten und Schulen mit Qualitätsmanagement und konzeptioneller Weiterentwicklung innerhalb des Forschungskonsortiums Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA).

Antragssteller: Prof. Dr. Eva-Maria Bitzer (Pädagogische Hochschule Freiburg - Implementationsstudie), Prof. Dr. Paula Bleckmann (Implementationsstudie im Rahmen eines Antrags auf Ausgabenbasis - AAA).

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Gesamtfördervolumen 399.00 €; Anteil Alanus Hochschule 127.000 €). 

Im Anschluss an die erste Förderphase von 2015-2018, in der eine Evaluationsstudie zum Präventionsprojekt MEDIA PROTECT umgesetzt wurde, wird nun von 2018-2021 eine zweite Projektphase mit Schwerpunkt auf der Implementationsforschung durchgeführt. 

Die primäre Prävention problematischer Nutzung ist ein vernachlässigtes Forschungs- und Praxisfeld, obwohl immer jüngere Altersgruppen einen immer größeren Anteil ihrer Zeit vor Bildschirmmedien verbringen. Das Präventionsprogramm MEDIA PROTECT, welches inzwischen umbenannt wurde in „ECHT DABEI – gesund groß werden im digitalen Zeitalter (s. a. www.echt-dabei.de) spricht mit einem neuen integrativen Ansatz alle drei Ebenen problematischer Mediennutzung (Zeit, Inhalt, Funktionalität) an. Es wird an Kindergärten und Grundschulen umgesetzt und richtet sich mit verschiedenen Modulen an Eltern, pädagogische Fachkräfte und Kinder. Umgesetzt wird das Programm von den MEDIA PROTECT/ECHT DABEI Coaches, speziell ausgebildete pädagogische Fachkräfte, deren Qualifikation den Richtlinien des GKV Spitzenverbands nach §20 SGB V entspricht. Die Umsetzung des Programms wird von den Betriebskrankenkassen (BKKen) finanziert. Ziel ist eine Reduktion der Bildschirmzeiten und der Ausstattungsquoten mit Bildschirmgeräten in Kinderzimmern. 

An der Pädagogischen Hochschule Freiburg wird im zweiten Projektzeitraum die nationale Implementation des Programms wissenschaftlich begleitet. Instrumente des Qualitätsmanagements auf allen Ebenen (Programmkoordination, Multiplikatoren-Schulung und Weiterbildung, Umsetzung der verschiedenen Module) werden entwickelt und eingesetzt. Sie arbeitet dabei eng mit dem seit Anfang 2018 mit Finanzierung durch den BKK-Dachverband finanzierten „Servicebüro ECHT DABEI“ in Freiburg zusammen, welches die nationale Umsetzung des Programms koordiniert.

Die Alanus Hochschule übernimmt im zweiten Projektzeitraum schwerpunktmäßig die konzeptionelle Weiterentwicklung des Programms, insbesondere im Hinblick auf eine verbesserte Berücksichtigung von Familien mit besonderen Bedürfnissen, z.B. Alleinerziehende oder Eltern mit Migrationshintergrund. Dabei kann insbesondere auch die Ebene des Settings (Kindergarten und Grundschule) berücksichtigt werden, z.B. durch Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten für nachhaltige Medienbildung, welche sowohl die Vorbeugung gegen Digital-Risiken als auch die langfristige Befähigung zur Nutzung digitaler Chancen beinhalten. Hierbei ist insbesondere die Interpretation der länderspezifischen medienpädagogischen Vorgaben in den Orientierungs-, Lehr- und Bildungsplänen von Bedeutung.  

Mithilfe der Durchführung und Auswertung von qualitativen Fokusgruppen und Interviews auf Ebene der Multiplikatoren, pädagogischen Fachkräfte und Eltern sowie ggf. Sichtung der länderspezifischen Vorgaben wird das Programm ECHT DABEI auf den verschiedenen Ebenen (Mentoren der Coaches, Coaches, Fortbildung für pädagogische Fachkräfte, Module für Eltern) weiterentwickelt. Im Anschluss wird die modifizierte Intervention in einer Pilotphase getestet. Begleitet wird diese Pilotphase durch eine formative Evaluation. Die aus der formativen Evaluation resultierenden Ergebnisse werden abschließend genutzt um die modifizierte Intervention zu finalisieren. 

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Paula Bleckmann, N.N. (Promotionsstelle wird derzeit ausgeschrieben)

Literatur: 

Bleckmann, P.; Rehbein, F.; Seidel, M.; Mößle, T. (2014): MEDIA PROTECT – a program targeting parents to prevent children´s problematic use of screen media. In: Journal of Children´s Services 9 (3), S. 207–219.

Schwendemann, H; Stiller, A.; Bleckmann, P., Mößle, T. & Bitzer, E.M. (2016) Wer beteiligt sich an kontrollierten Studien im Bereich der Prävention im Setting Kindergarten. Das Gesundheitswesen. 78(8/9): 603.

Stiller, A., Schwendemann, H., Bleckmann, P., Bitzer, E.M. & Mößle, T. (2018). Involving teachers in preventing children's media risks. Journal of Health Education118 (1), S. 31–47.

Fotoquelle: Björn Burkhard/neues handeln GmbH

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