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Studium, Beruf, Familie – wie geht das?

Berufsbegleitendes Bachelorstudium Kindheitspädagogik für Erzieherinnen und Erzieher.

Wenn man mit beiden Füßen im Beruf steht, ist es ein großer Schritt sich für ein Studium zu entscheiden. Meike Brühl hat die Herausforderung Beruf, Studium und Familie unter einen Hut zu bekommen auf sich genommen und den Sprung in das berufsbegleitende Studium der Kindheitspädagogik gewagt.

Wir haben nachgefragt und viel über ihre Erfahrungen und Eindrücke aus den 2,5 Jahren Bachelorstudium an der Alanus Hochschule erfahren!

Warum haben Sie sich vor drei Jahren für die Aufnahme des Studiums entschieden?     

Ich war beruflich an einen Punkt gelangt, an dem sich eine gewisse „Berufsmüdigkeit“ bei mir eingestellt hatte. Dieses Ausgebrannt Sein hat sich mit und mit auch auf mein Privatleben ausgewirkt. Ich brauchte eine Veränderung ohne meine berufliche „Bestimmung“ aufzugeben. Ich wollte reflektieren, hinterfragen, verstehen und verändern. Ich wollte mitgestalten und habe mir dafür einen fundierteren Background und neue Erkenntnisse gewünscht.

Welche positiven Effekte hatte das Studium für Sie, noch während Sie studiert haben?

Der Input und Austausch durch und mit den tollen DozentInnen und meinen KommilitonInnen war eine unheimliche Bereicherung für mich. Das Studieren hat mich beruflich und persönlich gestärkt. Außerdem konnte ich mich bereits während des Studiums beruflich weiter entwickeln. Ich übernahm die Leitung der Kindertagesstätte, in der ich angestellt war.

Was hat sich durch das Studium bei Ihnen verändert?

Ich habe mich wie gesagt beruflich verändert. Gemeinsam mit einer Kollegin leite ich nun in Teilzeit eine viergruppige Kindertagesstätte mit Familienzentrum. Aus meiner neuen Position heraus kann ich meine KollegInnen besser erreichen und durch mein fundierteres Fachwissen, Input den ich gebe, besser vermitteln. Auch meine Methodenkompetenz in Bezug auf Analyse, Leitung und Beratung profitiert vom Studium. Des Weiteren habe ich jetzt natürlich auch viel mehr berufliche „Einsatzmöglichkeiten“. Eine Umorientierung Richtung Selbständigkeit oder Zusammenarbeit mit Jugendamt oder anderen Trägern bis hin zu einem Referentendasein stehen mir nun offen.

Was waren Herausforderungen für Sie bei diesem berufsbegleitenden Studium?

Ganz klar den Glauben an mich selbst und meine Fähigkeiten nicht zu verlieren und Selbstdisziplin insbesondere für die Arbeiten zu Hause. Das Studieren vor Ort war zeitlich und organisatorisch immer gut strukturiert und gut machbar für mich. Das Vor- und Nachbereiten von zu Hause aus nicht immer. Zu Beginn meines Studiums waren meine Töchter 2,5 und 4 Jahre alt. Ich hatte also zwei kleine Kinder und meinen (beruflich stark eingebundenen) Mann, einen Haushalt und meine Arbeitsstelle unter einen Hut zu bringen. Das war nicht immer leicht. Ich musste lernen, im Haushalt auch mal 5 grade sein zu lassen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein Vorteil für mich war es sicher, dass meine damalige Leitung zu 100% hinter mir stand und es mir möglich gemacht hat meine Arbeitszeit von 5 auf 4 Tage zu verteilen, damit ich einen „Studien-/Haushaltstag“ hatte.

Was bleibt Ihnen aus Ihrer Studienzeit besonders in Erinnerung?

Dass ich alles schaffen kann. Ich war so manches Mal an einem Punkt an dem ich dachte, ich schaffe es nicht. Ich breche das Studium ab. Sei es, weil eine Hausarbeit geschrieben werden musste, obwohl ich ein krankes Kind zu Hause hatte und mein Mann auf Dienstreise war, oder weil beruflich ein Termin den nächsten hetzte, oder ich einfach nur müde war. Letztendlich habe ich es aber immer geschafft. Ich musste nicht eine Ausarbeitung oder Prüfung aufschieben und konnte alles in der ursprünglich vorgegebenen Zeit abgeben. Der Zuspruch von Familie, KommilitonInnen und DozentInnen bei Zweifeln, haben die nötige Motivation und das Durchhaltevermögen immer wieder rausgekitzelt.

Was würden Sie als Absolventin künftigen Studierenden gerne mit auf den Weg geben?

Traut euch! Es ist machbar! Am Ende des Studiums hatte ich eine neue berufliche Aufgabe, einen Bachelortitel und war mit meiner dritten Tochter schwanger. Es gibt nicht „den richtigen Moment“, um ein Studium anzufangen – irgendwas ist immer – und es ist nie zu spät, sich mit einem Studium weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Ich habe mir einige Studiengänge an verschiedenen Unis und Hochschulen angeschaut. Für mich war die Alanus Hochschule die richtige Wahl, weil das Teilzeitkonzept in seiner angebotenen Struktur genau das möglich macht, um was es in meinem Lebensabschnitt ging. Den Spagat zwischen Familie, Beruf und Studium zu schaffen.

Studium, Beruf, Familie – wie geht das?
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