Eurythmie-Projekt der Alanus Hochschule auf Tour
Eine Reise von der Spätromantik zur Gegenwart
Die Eurythmie-Studierenden und das Bühnenensemble der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft präsentieren im Mai 2026 ihr aktuelles Bühnenprogramm.
Eurythmie-Projekt der Alanus Hochschule auf Tour
Eine Reise von der Spätromantik zur Gegenwart
Die Eurythmie-Studierenden und das Bühnenensemble der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft präsentieren im Mai 2026 ihr aktuelles Bühnenprogramm im Rahmen einer Tournee an mehreren Stationen in Deutschland. Die Aufführungen richten sich an ein breites Publikum – von Schüler:innen und Lehrkräften bis hin zu allen, die Eurythmie live erleben wollen.
Das neue Bühnenprojekt entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen Studierenden und dem professionellen Ensemble und bringt ein facettenreiches Programm aus Musik und Sprache auf die Bühne. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Klang, Emotion und Bedeutung durch Bewegung sichtbar machen lassen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Werk „Middelheim“ von Giya Kancheli. Die eindringliche, in den 1990er Jahren entstandene Komposition lebt von stillen, weit gespannten Klangräumen und plötzlichen emotionalen Verdichtungen. In der Besetzung für Geige, Cello und Klavier entfaltet sich eine Musik von großer Innerlichkeit, die in der eurythmischen Interpretation zu einem intensiven Bewegungserlebnis wird.
Einen kontrastreichen Gegenpol bildet das Trio „Quasi una Ballata“ von Vítězslav Novák aus der Spätromantik. Mit seiner erzählerischen Tonsprache verbindet das Werk musikalische Dramatik mit lyrischen Passagen und eröffnet der Eurythmie einen reichen Raum für dynamische und bildhafte Gestaltung.
Ergänzt wird das Programm durch die sprachkünstlerische Arbeit „Rede und Nachrede“ von Ingeborg Bachmann. Der Text aus der Nachkriegszeit reflektiert eindringlich die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und setzt einen bewusst gesetzten Kontrapunkt zur Musik: Hier wird nicht nur gestaltet, sondern auch hinterfragt – was kann Sprache ausdrücken, und wo beginnt ihr Verstummen?
So entsteht ein spannungsreicher Abend zwischen romantischer Klangfülle, zeitgenössischer Klangreduktion und sprachlicher Reflexion – ein künstlerischer Dialog, der Musik sichtbar und Sprache körperlich erfahrbar macht.
Termine der Tournee:
13.05.2026, 19:30 Uhr – Freie Waldorfschule Mannheim
14.05.2026, 15:00 Uhr – Lebensgemeinschaft Richthof
16.05.2026, 20:00 Uhr – Eurythmieforum Witten (Tickets an der Abendkasse erhältlich)
23.05.2026, 20:00 Uhr – Freie Waldorfschule St. Augustin
Musikalische Begleitung:
Ella Kim (Geige), Tatiana Witkewitsch (Cello), Igor Grach (Klavier) und Tatjana Krimer (Klavier)
Künstlerische Leitung:
Vítězslav Novák „Quasi una Ballata“: Dong Won Lim
Giya Kancheli „Middelheim“: Bart-Jeroen Kool
Ingeborg Bachmann „Rede und Nachrede“: Bart-Jeroen Kool
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Alanus Hochschule