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Analog-Digidaktik – Wie Kinder ohne Bildschirm fit fürs digitale Zeitalter werden

Die Förderung der Software AG und der Pädagogischen Forschungsstelle Waldorf ermöglicht der Analaog-Digidaktik seit dem 1. März 2021 den schrittweisen Ausbau zu einem Good Practice Buchprojekt.

Ziel ist die Auswahl, Weiterentwicklung und Veröffentlichung von Beispielen für Praxisprojekte an Kindergärten und Grundschulen, die im Kern Medienkompetenz- mit Medien(sucht)prävention zusammenbringen und "Digitale Bildung" weitestgehend ohne den Einsatz von Tablets & Co. umsetzen.

Sämtliche Beispiele fokussieren folgende Grundsätze:

  • Analog vor digital: Prinzipien von Medienwelten zuerst an Medien ohne Bildschirm kennenlernen. Denn: „Die Medienziehung muss auf der Medienevolution aufbauen“ (Bert te Wildt 2015). Die Bildschirmzeiten sollten nicht unnötig erhöht werden, hingegen sollen Kinder die Kulturgeschichte der Medien mit allen Sinnen nachschreiten können.
  • Produzieren vor Konsumieren: Das aktive Gestalten der analogen und später auch der digitalen Medienwelten (nicht „Knöpfchen-Drücken“ und „Maschinen-Bedienen“) in den Vordergrund stellen.
  • Durchschaubarkeit vor „Black Box“: Mit Lehr- und Lernmaterialien arbeiten, die eine maximale Durchschaubarkeit der Funktionsweise(n) ermöglichen. Endgeräte wie z.B. Tablets sind für Kinder nur sehr bedingt geeignet, weil sie Hunderte für den Nutzer nicht sichtbare interne Prozesse wie in einer „Black Box“ aufweisen. 

Analog-Digidaktisches kann sich für die Pädagogik und die Medienpädagogik als besonders wertvoll erweisen, weil es sich unabhängig von der jeweiligen pädagogischen Ausrichtung an allen Bildungseinrichtungen realisieren lässt – stets mit Blick auf die kindlichen Entwicklungsphasen. Die Umsetzung erfordert weder eine teure Infrastruktur noch regelmäßige Updates mit neuen Softwareversionen und die Durchschaubarkeit der verwendeten Lehr- und Lernmaterialien lädt dazu ein, der Frage „Wie funktioniert das?“ auf den Grund zu gehen, um später im Jugend- und Erwachsenenalter neuen technologischen Entwicklungen kritisch begegnen zu können.

Ansprechpartnerinnen:

Prof. Dr. Paula Bleckmann, Brigitte Pemberger (Projektleitung)

 

Bildquellen:

  • Oben links: Einfache WENN-DANN-Programmierungen testen in der Hüpfschnecke (Foto Pemberger)
  • Oben rechts: Sammeln, suchen und sortieren im „www“, dem weiten wilden Wald (Foto Pemberger)
  • Unten links: Mit Cyanotypie (Solarfotografie) auf den Spuren der Geschichte der Fotografie (Foto Pemberger)
  • Unten rechts: Binäre Parallel-Suchalgorithmen erleben mit Lochkarten-Tricks (Foto Pemberger)