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Fünf Fragen an Stephan Hankammer

Stephan Hankammer ist seit 2018 Juniorprofessor für nachhaltige Unternehmensführung und Entrepreneurship im Fachbereich Wirtschaft. Was ihn an der Alanus Hochschule begeistert, an welchen Projekten er zurzeit arbeitet und warum die „FridaysforFuture“-Bewegung ihn inspiriert, beantwortet Hankammer im Interview.

1.    Seit wann sind Sie an der Alanus Hochschule und was ist für Sie das Besondere?

Ich arbeite seit September 2018 als Juniorprofessor für nachhaltige Unternehmensführung und Entrepreneurship im Fachbereich Wirtschaft und schätze an der Alanus Hochschule insbesondere das kreative Umfeld und die sehr konsequente sozial-ökologisch transformative Ausrichtung der gesamten Hochschule. Ich erlebe die Alanus Hochschule als Ort, an dem viele der besonders aktuellen gesellschaftlichen Themen mit Begeisterung aufgegriffen und diskutiert werden. Auch und besonders unter den Studierenden im Fachbereich Wirtschaft.


2.    An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

An verschiedenen Projekten im Bereich des nachhaltigkeits-orientierten Innovationsmanagements. Zusammen mit Prof. Robin Kleer von der Vlerick Business School in Brüssel forsche ich gerade zur Rolle von Unternehmen und der Gestaltung von Geschäftsmodellen in der sogenannten Postwachstumsökonomie. Dazu haben wir Interviews mit verschiedenen international agierenden sozial-ökologisch-orientierten Unternehmen wie zum Beispiel Dr. Bronner’s geführt und ausgewertet. In einem anderen Projekt arbeite ich in Kooperation mit dem Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der RWTH Aachen an Möglichkeiten der sozial-ökologischen Ausgestaltung der Digitalisierung, insbesondere in der Textilindustrie. 


3.    Sie forschen daran, wie Unternehmen gemeinsam mit Kunden „grüne Produkte“ herstellen können: Wie machen Sie das und welches „grüne Produkt“ halten Sie für besonders innovativ?

Ausgangspunkt dieser Forschungsarbeiten ist der aktuell stattfindende Paradigmenwechsel, weg von geschlossenen Innovationen innerhalb von Unternehmen zu offenen Innovationen, bei denen Unternehmen ihre Kunden und andere Stakeholder bei der Entwicklung neuer Lösungen aktiv einbeziehen. Meine These ist, dass Unternehmen gemeinsam mit ihren Kunden, Zulieferern und der Gesellschaft an einem gemeinsamen Strang ziehen können: Ideenwettbewerbe für die Bewältigung von Nachhaltigkeitsherausforderungen, Crowdfunding für besonders ökologisch-vorteilhafte neue Produktideen, lokale und co-kreative Produktion mit Kunden sind nur ein paar Beispiele dafür. Besonders innovativ muss ein grünes Produkt dabei nicht unbedingt selbst sein. Nehmen Sie das Lastenrad. Ist das besonders innovativ? Innovativ sind eher sinnvoll durchdachte Leihsysteme, die die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt stellen oder modulare Konzepte zur Anpassung von Lastenrädern durch den Kunden je nach Einsatzgebiet.


4.    Welche Menschen inspirieren Sie?

Aktuell besonders die vielen jungen Menschen, die freitags auf die Straße gehen und für ihre Zukunft und den Erhalt der Natur kämpfen. Ich glaube in den Köpfen vieler älterer Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik kommt so langsam an, dass da eine Bewegung entsteht, vor der man sich nicht wegducken kann. An der Alanus Hochschule sind wir mit unserem Studiengang Nachhaltiges Wirtschaften gut gewappnet, vielen dieser jungen Menschen auf ihrem eigenen Bildungsweg zu begleiten und sie zu besseren Entscheidern auszubilden.


5.    Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: „Wenn ich gerade nicht an der Hochschule bin…“

…dann sitze ich auf dem Fahrrad, gehe Wandern, stehe auf dem Beachvolleyballplatz oder mache Musik mit Freunden.

Fünf Fragen an Stephan Hankammer