EN
Studienbereiche
Architektur
Bildende Kunst
Bildungswissenschaft
Eurythmie
Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft
Philosophie
Schauspiel
Wirtschaft

Fünf Fragen an Rike Weiß

Rike Weiß studiert Kunst-Pädagogik-Therapie. Die Coronavirus-Pandemie hat auch ihren Studienalltag verändert. Sie hat den Shutdown in Istanbul erlebt und nimmt nun virtuell an den Vorlesungen teil. Im Interview erzählt sie, warum sie zurzeit in Istanbul ist und wohin sie ihren Arbeitsplatz verlegt hat.

1. Sie studieren Kunst-Pädagogik-Therapie. Die Corona-Krise hat auch den Hochschulalltag an der Alanus Hochschule verändert. Die Ateliers sind geschlossen. Wohin haben Sie Ihren Arbeitsplatz verlegt?

Das Hochschulleben und besonders die künstlerische Arbeit haben sich verändert. Derzeit belege ich ein Malerei-Projekt im Rahmen meines Studiums. Zurzeit befinde ich mich, nicht in meiner gewohnten Umgebung in Bonn oder bei meiner Familie in Krefeld, sondern in Istanbul. Hier bin ich in einer WG untergekommen und habe mir einen Arbeitsplatz in einer kleinen Ecke am großen Tisch im Wohnzimmer eingerichtet. Dort schreibe ich viel und versuche, alle Impressionen festzuhalten.

2. Wie hat sich Ihr Studienalltag verändert und welche Herausforderungen gibt es in den virtuellen Vorlesungen?

Mein Studienalltag hat sich komplett verändert. Normalerweise würde ich jetzt den Großteil meiner Zeit im Atelier auf dem Johannishof oder am Campus II – Villestraße verbringen. Da dies derzeit nicht möglich ist, versuche ich das Beste aus dieser Situation zu machen. Natürlich habe ich nicht mit diesen massiven Einschränkungen gerechnet und deswegen auch keinen Zugang zu Materialien. Außer ein paar Finelinern und etwas Papier steht mir nichts zur Verfügung, womit ich mich künstlerisch ausdrücken kann. Nichtsdestotrotz versuche ich, die Zeit zu nutzen, um zu malen oder zu schreiben. Die virtuellen Vorlesungen und Seminare erweisen sich für mich als äußerst hilfreich und lehrreich und ich kann diese gut verfolgen. Ob ich die Kurse nun von meiner Heimat oder von Istanbul aus belege, macht keinen großen Unterschied. Ich bin sehr dankbar für das große Angebot und die Art, wie die Hochschule und die Professorinnen und Professoren auf die aktuelle Lage eingehen.

3. Inspiriert Sie die Krise künstlerisch?

Auf jeden Fall! Ich empfinde diese Lage als äußerst interessant. Diese vorher noch nie dagewesene Situation regt mich zum Umdenken an und entfacht viele kreative Ansätze in mir.

4. Sie sind zurzeit in Istanbul. Was machen Sie dort?

Meine Schwester absolviert hier derzeit ihr Auslandssemester. Bevor die Lage ernst wurde und sich verschlimmert hat, hatte ich einen Besuch über fünf Tage während meiner Semesterferien geplant. Einige Tage nach meiner Ankunft wurden dann die Grenzen geschlossen und Flüge gecancelt, deshalb sitze ich hier seit dem 11. März fest. Ich lebe nun mit meiner Schwester in ihrem Zimmer in einer WG, die wir uns mit anderen Erasmusstudierenden teilen.

5. Was vermissen Sie in dieser außergewöhnlichen Zeit?

Ich muss zugeben, dass ich nicht sehr viel vermisse. Ich habe hier alles, was ich brauche und bin gut versorgt. Hin und wieder jedoch, wenn ich auf der Terrasse sitze und die Stadt aus der Ferne betrachte, werde ich etwas wehmütig, da ich diese so imposante und besondere Stadt nicht erkunden kann. Ich verlasse das Haus nur zum Einkaufen und am Wochenende besteht sogar ein komplettes Ausgangsverbot.

 

Fünf Fragen an Rike Weiß