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Dominik Schiefner

Interview mit Dominik Schiefner, Professor für Schauspiel und Liedgestaltung an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft und Leitung Fachgebiet Schauspiel // Dekan Fachbereich Darstellende Kunst.

In einer kurzen Vorstellungsreihe möchten wir unsere Dozent:innen des Fachgebietes Schauspiel vorstellen, die nun auch in den neuen Studiengängen perfomART und Wirtschaft & Schauspiel unterrichten. Bewerbungen für die bundesweit einzigartigen Studiengänge sind jederzeit möglich. Jetzt einen Studienplatz sichern!

Interview mit Dominik Schiefner, Professor für Schauspiel und Liedgestaltung an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft und Leitung Fachgebiet Schauspiel // Dekan Fachbereich Darstellende Kunst.

Wie gestaltete sich Ihr bisheriger künstlerischer Werdegang? 

Von 2000 bis 2004 studierte ich Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig und schloss 2004 mit Diplom ab. Im gleichen Jahr wurde ich als einer von 16 Schauspielabsolvent:innen aus dem deutschsprachigen Raum für die Meisterklasse „actors class“ ausgewählt und erhielt dort kameraspezifischen Unterricht u.a. bei M.K. Lewis. Von 2004 bis 2007 war ich am Schauspiel Zittau als Schauspieler und musikalischer Leiter tätig.

Seither arbeitet ich freischaffend und war an über 50 Produktionen beteiligt, u.a. am Schauspiel Leipzig, am Schauspiel Frankfurt, am Theater und der Oper Bonn, am Volkstheater Rostock, dem Bayerischen Staatsschauspiel, der Schaubühne Berlin, der Semperoper Dresden und dem Staatsschauspiel Dresden. Zudem arbeitet ich kontinuierlich für Film und Fernsehen sowie für verschiedene Rundfunk- und Hörspielproduktionen.

Durch zahlreiche Weiterbildungen verfüge ich über ein breites Methodenwissen und arbeitet daher auch regelmäßig als Coach, Trainer und Mediator. Zudem bin ich Mitgründer und künstlerischer Leiter der "Akademie für angewandte Schauspielkunst Bonn". Seit 2021 bin ich Juror des Handelsblatt Rhetorikchecks DAX30.

Seit 2010 arbeite ich auch regelmäßig als Regisseur. So entstanden u.a. die Inszenierungen „Aschgrau Schillernd“ (eine Stückentwicklung /Theater Bonn), „Peepshow“ (eingeladen zum Festival KALTSTART PRO 2014), die Open Air Musiktheaterproduktion „Der Verrat“ und eine Dramatisierung des Buches „Irgendwie Anders“ mit 100 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Greiz.

Seit wann unterrichten Sie an der Alanus Hochschule und was unterrichten Sie?

2011 kam ich dann zum ersten Mal an die Alanus Hochschule. 2015 wurde ich vom damaligen Rektor zum Professor berufen. Ich unterrichte mit viel Freude die Fächer Schauspiel und Liedgestaltung und habe mich vor allem auf den Grundunterricht spezialisiert.

Dabei möchte ich keine „Schauspiel-Maschinen“ ausbilden, die dies oder das besonders toll können. Mein Anliegen ist es zu hinterfragen und eigenstätige Künstler reifen zu sehen, denen ich die Hand reiche, wenn sie fallen, aber sie nicht über das Hindernis hieve.
Diese Begegnungen in den Unterrichten, Proben und Rollenarbeiten mag ich sehr. Bisher war es nie langweilig.

Was war Ihr bisheriges Lieblingsprojekt, in dem Sie mitgewirkt haben und warum?

Da gibt es sehr viele und jedes neues Projekt ist eine neue Herausforderung und Entdeckung. Besonders mag ich die Arbeit in sozio-kulturellen Projekten. Da kommt es zu vorher ungeahnten Ergebnissen. Besonders einprägsam und beglückend war auch die Arbeit bei dem inklusiven Kinofilm „Von komischen Vögeln“.

 

Foto: Oliver Betke

 

Foto: Oliver Betke