Studienbereiche
Architektur
Bildende Kunst
Bildungswissenschaft
Eurythmie
Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft
Philosophie
Schauspiel
Wirtschaft

Forschungsstelle für Waldorf-Arbeitspädagogik und -Berufsbildung

Kompetenzzentrum Waldorf-Berufskolleg 

Die Forschungsstelle für Waldorf-Arbeitspädagogik und -Berufsbildung bietet:

  • Information und Beratung bei arbeits- und berufspädagogischen Fragen
  • Beratung und Begleitung bei der Gründung und Weiterentwicklung von Waldorf-Berufskollegs
  • Beratung bei der Gestaltung, Durchführung und Auswertung von Praktika und Betriebseinsätzen
  • Wissenschaftliche Weiterbildung für Lehrer, Ausbilder, Praktikumsbetreuer, Arbeits- und Berufspädagogen
  • Grundlagenforschung zur waldorfpädagogischen Arbeits- und Berufsbildung

Hintergrund

Das Waldorf-Berufskolleg ist eine Neugründung in der Waldorfschul-Oberstufe und führt zur Allgemeinen Fachhochschulreife in Verbindung mit einer beruflichen Grundqualifikation in verschiedenen Berufsfeldern. Angestoßen durch PISA-bedingte Veränderungen der staatlichen Schule gründet es auf dem volkspädagogischen Impuls Rudolf Steiners. Es gibt inzwischen sechs Waldorf Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen, in Berlin die Emil Molt Akademie und weitere Initiativen. Das Waldorf-Berufskolleg verbindet betriebliche Praxis und berufliche Qualifizierung mit kreativem und theoretischem Lernen zu einer neuen Persönlichkeitsbildung. Damit wird der Ursprungsimpuls der Waldorfpädagogik aufgegriffen und zeitgemäß konkretisiert.

Als Rudolf Steiner 1919 die erste Waldorfschule als volkspädagogischen Teil eines gesellschaftlichen Reformimpulses gründete, war sein Ziel eine Schule, die auf das Leben vorbereitet. Das Motto war und ist: „Lebenskunde soll aller Unterricht geben“. Dabei dachte Steiner durchaus auch an einen praktischen Unterricht, der in Werkstätten erteilt wird und bei dem brauchbare und notwendige Gegenstände erzeugt und verkauft werden sollten. Er sah in der Arbeit einen Prozess der individuellen, aber auch sozialen Selbstwerdung des Menschen: Arbeiten als altruistisches Tun für Andere. Von ganz besonderer Bedeutung war für Steiner daher eine Pädagogik der Arbeit.

In diesem Sinne haben die Waldorfschulen in den Klassen 1 bis 8 in über neunzig Jahren ein immer noch hochmodernes pädagogisches Curriculum der Arbeit – im Sinne eines praktischen Bildungsganges – entwickelt. Er führt, kulturgenetisch orientiert, über eine praktische Elementarbildung bis hin zu einer allgemeinen „Arbeitslehre“, in der das Arbeiten, wie in einer „Lehre“, gelernt werden soll. In den Klassen 9 bis 11 machen die Schüler durch betriebliche Praktika grundberufliche Arbeitserfahrungen. Immer geht es darum, Persönlichkeitsbildung, Kreativität und fachliches Können zu einer ganzheitlichen und altruistischen Handlungskompetenz zu verbinden, zu einer zukunftsorientierten Berufspropädeutik. Der Bildungsweg der Waldorfschule hebt damit die Polarität von Lernen und Arbeiten auf die Stufe eines pädagogisch geführten „Dualen Systems“ von „lernend arbeiten – arbeitend lernen“.

Ansprechpartner der Forschungsstelle sind Dr. Wilfried Gabriel und Heike Fangrat.

Mitglieder

Prof. Dr. Horst-Philipp Bauer, Alanus Hochschule
Prof. Dr. Michael Brater, Alanus Hochschule, GAB München
Klaus-Peter Freitag, Bund der Freien Waldorfschulen
Thomas Freitag, Waldorf-Berufskollegs NRW
Dr. Wilfried Gabriel, Waldorf-Berufskolleg Schloss Hamborn
Hans-Georg Hutzel, Bund der Freien Waldorfschulen, Emil Molt Akademie
Dr. Dietmar Müller, Forschungsstelle
Prof. em. Dr. Peter Schneider, Alanus Hochschule

Unsere Seite bietet die Möglichkeit, aktuelle Beiträge aus unseren Social Media Kanälen aufzurufen. Dabei werden einige Nutzer-Daten an Facebook und Instagram übertragen und Cookies verwendet. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.