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testbetrieb Volkshaus Rotthausen

Ein patizipatorischer Aktivierungsprozess zur Entwicklung eines Nutzungskonzepts für das Volkshaus Rotthausen in Gelsenkirchen 

Das vom Architekten Alfred Fischer entworfene, 1920 erbaute und seit 1986 denkmalgeschützte Volkshaus Rotthausen wird, nach zeitweiliger Einschränkung der Nutzung, zur Zeit nur noch zu geringen Teilen genutzt. Der zentrale Saal, Herzstück des Hauses, wird dabei nur punktuell bespielt. Zudem zeigt das Gebäude erheblichen Erneuerungsbedarf.

Bevor jedoch hohe Investition getätigt werden, sollte zunächst im ergebnisoffenen Prozess des testbetriebs, unter Einbindung zahlreicher Akteure, die Möglichkeit des Experimentierens und Erprobens der Zukunft des Hauses ermöglicht werden. Dieser Prozess zielte auf die Aktivierung interessierter Menschen im Umfeld des Hauses und deren Beteiligung an der Entwicklung des zukünftigen Nutzungskonzepts. Dabei sollten lokale Akteure, Gäste und Hochschulen angesprochen werden, gemeinsam mit Experten aus Planung, Partizipation, Kultur und Veranstaltungsmanagement verschiedene Nutzungsideen für das Volkshaus Rotthausen und dessen Saal zu entwickeln und im testbetrieb zu erproben. Über die temporärere Bespielung durch lokale und externe Nutzungen und Formate aus den Nutzungsbereichen Kunst und Kultur, Veranstaltungen und Feste, Gastronomie und Beherbergung sowie Vermietung und Service sollte getestet werden, welche Nutzungen für das Gebäude geeignet erscheinen.

Der Prozessverlauf des testbetriebs sah fünf Phasen - Konzeption, Recherche, Planung, Umsetzung und Auswertung - zwischen Oktober 2015 und August 2016 vor. Die Erfahrungen aus dem testbetrieb bildeten die Grundlage für das zukünftige Nutzungskonzept des Volkshauses.

Der Gesamtprozess wurde durch das Projektteam der Alanus Hochschule kuratiert, inszeniert und moderiert. Die grundsätzliche Ausrichtung und Choreografie des Prozessformats orientierte sich an den Fragen: Wie lässt sich das Volkshaus neu erfinden? Welche Nutzungen sind von Interesse und lassen sich dauerhaft etablieren? Welche Rolle kann und soll das Volkshaus zukünftig im Stadtteil, in Gelsenkirchen und in der Region spielen?

Projektbearbeiter
Prof. Swen Geiss (Federführung), Dipl.-Ing. Miriam Hamel, Avila Dietrich MA, Simon Koolmann BA, Claudius Bäuml MA, Daryan Knoblauch cand Arch.

Kooperationspartner
Jakob Fedler, Freier Regisseur und Lehrender im Bereich Regie an der Folkwang Universität der Künste 

Auftraggeber
Stadt Gelsenkirchen, Referat für Hochbau und Liegenschaften, vertreten durch Bettina Lenort, Falko Jorck und Marc Sikorski

Projektlaufzeit
10/2015 bis 09/2016

 

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