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Kunst im Raum - Künstler befragen das Volkshaus

Ein Kunstereignis im Rahmen des testbetriebs im Volkshaus Rotthausen veranstaltet durch den Fachbereich Architektur in Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen

Im Rahmen des testbetriebs fand im Volkshaus Rotthausen in Gelsenkirchen an dessen Abschlusswochenende vom 03.-05. Juni 2016 ein Kunstereignis statt, bei dem Künstlerinnen und Künstler, darunter Absolventen, eine Studierende und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Alanus Hochschule sowie ein lokaler und eine überregionale Künstlerin, das Volkshaus auf unterschiedliche Weise befragten. Rauminstallationen bespielten spezifische Orte im Volkshaus und eröffneten neue Räume, Soundinstallationen machten Klänge des Hauses erfahrbar und Performances thematisierten die Vergangenheit und eine mögliche Zukunft dieses Ortes und die den Wandel gestaltenden Menschen.

Zum Auftakt des Kunstevents begrüßte Prof. Swen Geiss und stellte die Bedeutung des Kunstevents im Rahmen des gesamten testbetriebs im Volkshaus Rotthausen heraus. Daraufhin führte Prof. Dr. Gabriele Oberreuter inhaltlich in die Veranstaltung ein und stellte die unterschiedlichen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Volkshaus in Zusammenhang.

„Vorhang auf“ hieß es im großen Saal des Volkshauses: Mit ihrer raumgreifenden Installation thematisierten Barbara Locher-Otto und Miriam Hamel das Verhältnis von Volkshaus und Stadtteil. Aus vielen Einzelbeiträgen aus der Bevölkerung entstand eine große, raumbezogene Installation, die ein Abbild verschiedenster Lebenswelten erzeugte und dadurch den Saal auf neue Weise erlebbar machte.

Valerie Häußler erforschte in einem intuitiven, körperbezogenen Dialog Raum und Qualitäten der Empore im Flur des Volkshauses. Mit "Flur_Gedicht" entstand eine raumgreifende, atmosphärische Interventionen, die vorhandene Potentiale und Raumqualitäten freilegte und für den Betrachter erfahrbar machte.

Mit der Installation „Immer sportlich“ in der Garderobe des Volkshauses griff Lukas Thein Motive aus Sport und Mannschaftsspiel auf. Scheinbar authentisches Material aus der Anfangszeit des Vokshauses und seiner Nutzung wurde mit offensichtlich neuen Objekten in Korrespondenz gesetzt und durch gezielte Setzungen kontrastiert.

„Hast du schon gehört?“ Julian Rybarski erforschte die Sounds und Musik des Volkshauses, ihre Ver- und Entortungen. Die einzigartige Geschichte von Musik und Geräuschen des Hauses, eines Speichers des gesprochenen Wortes, des gespielten Tones und der mehr oder minder zufälligen Klänge, wurde hier zu einer neuen Installation verwoben, in der die Klänge alleine, ohne ihre Erzeuger in einem Audiowalk und einer Klanginstallation für die Besucher hörbar wurden.

Mila Burghardt stellte in ihrer Video-Performance „Je nachdem was passiert, passiert was.“ den Menschen in den Mittelpunkt und fragte: "Wie viel Ich bleibt übrig, beim Versuch der gesellschaftlichen Anforderung nach permanenter Selbstverwirklichung gerecht zu werden und was macht man eigentlich mit dem Ich, das schon da war, bevor man es verwirklicht hat?"

In ihrer Performance „UpsideDOWN – Performatives zur Umstülpung des Raumes“ stellten Milena Hendel, Johanna Hendel, Gabriel Schunck und Dimitri Schwartz Fragen zum Volkshaus: "Wie leer ist es da wo etwas war? Wo was war? Etwas das vielleicht nicht mehr da ist und ist es nicht mehr da? Warum nicht?"

Projektbearbeiter
Miriam Hamel (Federführung)

Beteiligte Künstler
Mila Burghardt, Miriam Hamel, Valerie Häußler, Johanna Hendel, Milena Hendel, Barbara Locher-Otto, Julian Rybarski, Gabriel Schunck, Dimitire, Schwartz, Lukas Thein

Auftraggeber
Stadt Gelsenkirchen, Referat für Hochbau und Liegenschaften

Projektlaufzeit
03.-05. Juni 2016

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