Nachtasyl

von Maxim Gorki.
Regie: Christina Schelhas.

„Was soll ich mit der Wahrheit?
Leben will ich.”

Maxim Gorkis Figuren in „Nachtasyl“ suchen, finden und verteidigen
als Ausgestoßene aus dem bürgerlichen Leben ihre Pritsche
in einer heruntergekommenen Herberge und ihren Anspruch als
Menschen. Der Schlosser, der seine Frau halbtot geprügelt hat
und sie nun teilnahmslos sterben lässt, der ehemalige Baron, der
sein Erbe verprasst hat, der Schauspieler, der als Alkoholiker seine
Kunst verloren hat, der junge Pepel, der als Sträflingskind nie eine
andere Welt als die der Kriminellen kennenlernen konnte und die
junge Prostituierte Nastja, die heimlich Liebesromane liest.

Keiner hat Arbeit, kaum einer Geld und niemand eine Zukunft. Sie alle
stecken im Asyl von Wassilissa und ihrem Mann fest – einem surrealen
Ort des Wartens, Hoffens und Überdauerns.

Die Ausformungen der heutigen sozialen Realität zeigen, dass das
bekannte Theaterstück von Gorki selbst nach 100 Jahren nichts
an seiner Aktualität verloren hat. In Zeiten von Hartz IV und den
derzeitigen Flüchtlingsströmen befindet sich Europa in einer
dramatischen Entwicklung – ähnlich wie das Russland im 19.
Jahrhundert vor der Revolution. Die Schere zwischen Arm und
Reich klafft immer weiter auseinander. Wo bleibt der Mensch
dazwischen?

Mit den zehn Studierenden, die ein Jahr später ihre Schauspielausbildung
beenden, will die Regisseurin Christina Schelhas
»auf den Grund« – so die wörtliche Übersetzung des russischen
Titels – des menschlichen Lebens gelangen.

„Es gibt hier keine Herren…
Nur der nackte Mensch ist geblieben.“

„Die darstellerische Qualität der noch
vor dem Anfang ihres Berufslebens stehenden
Schauspieler geht unter die Haut.“
General-Anzeiger, 09.03.2017


„Eindrucksvoll gehen die jungen Akteure
[...] mit ihrem Spiel an die seelischen
und körperlichen Grenzen.“
Kölnische Rundschau, 13.03.2017

Teaser Nachtasyl

Es spielen
Anton Becker // Lena Ehmer // Sina Große-Beck // Alessandro Grossi // N.N. // David-Joshua Meißner // Asya Pritchard // Nina Alena Ruhz // Maria Shafit // Emanuel Weber

Regie
Christina Schelhas

Ausstattung
Romy Rexheuser und Katharina Quandt (Hochschule
für Bildende Kunst Dresden)

Musik
Dominik Schiefner

Regieassistenz Alina Rohde
Ausstattungsassistenz Veronica Lösche (Masterstudentin
Bildhauerei Alanus Hochschule)

Termine

November
Do 23. Nov. // 19:30 Uhr // Campus I / Großer Saal
Fr 24. Nov. // 19:30 Uhr // Campus I / Großer Saal
Sa 25. Nov. // 19:30 Uhr // Campus I / Großer Saal

Dezember
Fr 01. Dez. // 20 Uhr // Labortheater Dresden
Sa 02. Dez. // 20 Uhr // Labortheater Dresdenhttp://www.alanus.edu/studium/fachbereiche-gebiete/schauspiel/auffuehrungen/veranstaltungen-details/details/nachtasyl.html

Eintritt Hoftheater
12,- Euro // 6,– Euro ermäßigt // Alanus-Studierende 3,– Euro
Eintritt Labortheater
10,– Euro // 6,– Euro ermäßigt an der Abendkasse
Karten für das Labortheater nur Abendkasse

Karten
schauspiel-ticket@alanus.edu oder 02222.9321-1247
(Anrufbeantworter)

Fotos: Tobias Pape

 
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