Lysistrata

Sitcom dell`arte von Michael Schwarzmann

„Dies ist Athen – oder irgendein anderer Ort auf der
Welt –
Und es herrscht wieder einmal und noch immer Krieg.
Ein Krieg, den ich beenden will.
Ich weiß, wie Männer denken,
Denn ich kenne sie
In einem sind sie alle gleich,
Und auf dies eine eben ist mein Plan gebaut.
Es ist so einfach und zugleich so wunderlich…“


Die Frauen haben den seit 20 Jahren nahezu ohne Unterbrechung
wütenden Bruderkrieg zwischen Athen und Sparta gründlich satt.
Lysistrata hat die Initiative ergriffen und trägt den Frauen aus
ganz Hellas einen Plan vor, wie man die kriegssüchtigen Männer
kurieren könne: Man müsse ihnen, bis wieder Frieden herrsche,
strikt den Beischlaf verweigern. Schweren Herzens schwören die
Frauen Enthaltsamkeit und begeben sich auf die Akropolis, um
sich dort zu verbarrikadieren. Im Weiteren machen sie sich zunächst
ein Vergnügen daraus, die Männer in Hitze zu bringen, um
sie dann genauso wenig an sich heranzulassen wie die Ratsherren
an die Kriegskasse. Doch die Zeit wird lang und die Sehnsüchte
größer: Auch die Frauen leiden unter der Enthaltsamkeit. Wird Lysistratas
Plan den gewünschten Erfolg bringen und die kriegführenden
Parteien Frieden schließen?


Die Komödie Lysistrata des Griechen Aristophanes ist im Stil
einer modernen Commedia dell`arte inszeniert. Commedia war
ursprünglich ein Wort für alles, was ein gutes Ende nimmt, und
„arte“ meint, dass diese Happy-End-Geschichten kunstvoll vorgeführt
wurden.

Commedia dell’ arte bezeichnet das italienische
Stegreiftheater, das von ca. 1550 bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts,
die Bühnen Italiens und einen großen Teil der europäischen
Bühnen beherrschte. Wie keine andere Kunstform gilt
das elementare Körpertheater und Maskenspiel als Ausdruck des
Theatralischen schlechthin: Es steht für Vitalität, Sinnlichkeit und
fantasievolle Spontaneität. Es geht um die großen und kleinen
Betrügereien der menschlichen Natur. Jedes Verlangen ist existenziell:
Hunger, Liebe und Geld treiben die Figuren an. Für jeden
Schauspieler ist sie eine Herausforderung und eine immer wieder
neue Quelle der Inspiration: Sie ist eine „Kunst des Kindseins“
(Jacques Lecoq).


Regisseur Michael Schwarzmann entwickelte in der Arbeit mit seinen
Studierenden eine spezifische Methodik und Didaktik für die
Commedia dell´arte und kreierte daraus eine neue theatrale Form:
Die „Sitcom dell` arte“. Diese geht vom Studium der klassischen
Maskentypen und ihrer Konflikte aus und verbindet dann deren
charakteristische Spielweise und Stil mit aktuellen gesellschaftlichen
Entwicklungen und integriert dabei auch neue mediale
Phänotypen und deren Verhaltensmuster.

Hier geht's zum Teaser.
Bewegte Bilder Lysistrata in Farbe.

Inszenierung und Commedia Training Michael Schwarzmann
Ausstattung und Maskenbau Diana-Maria Breuer
Choreografie Ilona Pászthy
Bühnenkampf
Steve Szigeti
Sprechchor Georg Verhülsdonk

Es spielen
Lukas Bendig // Alisa Berlin // Karen Gauler // Eduard Jäger //
Fabian Lichottka // Gerrit Maybaum // Jonas Aaron Mayerhöfer //
Camilla Pölzer // Sabine Soydan // Inka Wiederspohn

Termine
Fr 10. Februar 2017 // 19:30 Uhr // Großer Saal // Campus I
(Premiere)
Sa 11. Februar 2017 // 19:30 Uhr // Großer Saal // Campus I
So 12. Februar 2017 // 18:00 Uhr // Großer Saal // Campus I
Di 14. Februar 2017 // 19:30 Uhr // Großer Saal // Campus I
Mi. 15. Februar 2017 // 19:30 Uhr // Großer Saal // Campus I
So 02. April 2017 // 15:00 Uhr // Großer Saal // Campus I
(Im Rahmen von „Augen.Blick.Mal.“)
Di 04. April 2017 // 19:30 Uhr // Großer Saal // Campus I

Eintritt
12,– Euro // 6,– Euro ermäßigt // 3,– Euro Alanus-Studierende

Karten
schauspiel-ticket@alanus.edu oder 02222.9321-1247
(Anrufbeantworter)

 
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