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Künstlerisch-therapeutische Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung

In den Modulen der Weiterbildung werden unterschiedliche Kommunikationsmodelle der künstlerischen Therapien und ihre künstlerisch basierten Ansätze in ihrer Bedeutung und Anwendbarkeit für die therapeutische Praxis vorgestellt. Jedes Modul findet dialogisch mit jeweils einer/einem Lehrenden aus der Kunsttherapie und einer/einem Lehrenden aus der Musik-, Tanz-, Theatertherapie oder der Poesietherapie statt.
Eine Einstimmung in die jeweiligen Schwerpunktthemen der Wochenendveranstaltungen findet i.d.R. durch öffentliche Vorlesungen/Expertenvorträge statt.

  • Modul I: Metaphern & Imaginationen in der Gesprächsführung in Kunst- und Tanztherapie
  • Modul II: Achtsamkeit in verbalen und nonverbalen Interaktionen künstlerischer Therapien in Tanz- und Kunsttherapie
  • Modul III: Zwischen Werk und Wort - Schaffen und Sprechen in Musik- und Kunsttherapie
  • Modul IV: Spiritualität in Theater- und Kunsttherapie – Sprechen, Spielen und Gestalten 
  • Diese Weiterbildungsreihe wird in Kürze um weitere Wahlmodule erweitert.

Zielgruppe

Künstlerische Therapeutinnen und Therapeuten mit erfolgreich abgeschlossenem Hochschulstudium, einem vergleichbaren Abschluss oder einer entsprechenden Eignung aus dem Berufsleben. 

Zulassung

Die Zulassungskriterien orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen (Kunsthochschulgesetz NRW, § 54 und dem Hochschulzukunftsgesetz NRW §62). Die weiterbildenden Studienangebote dienen der Ergänzung berufspraktischer Erfahrungen.

Modul I (05.11.-07.11.2021)

Metaphern in der Gesprächsführung in Kunst- und Tanztherapie

Tanztherapeut*innen kommunizieren mit ihren Klient*innen auf der prozeduralen Ebene, durch Bewegungsmetaphern, Kunsttherapeut*innen mittels Bild- und Form-Metaphern. Auch in verbalen Psychotherapieverfahren werden Metaphern genutzt, um Botschaften in einer eingängigen Form nachhaltig zu vermitteln. Im Seminar werden Beispiele aus diesen drei Quellen vorgestellt und durch die Embodiment-Theorie das volle Spektrum verschiedener Gattungen der Metapher für die künstlerisch therapeutische Arbeit, die Beziehungsgestaltung und das Gespräch eröffnet.  

  • Dr. Marianne Eberhard-Kaechele, Tanztherapeutin
  • Prof. Hildrun Rolff, Professorin für Kunsttherapie
  • Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel, Dipl.-Psychologe, Verhaltenstherapeut, Lehranalytiker

Vorlesung: Imaginationen -  (Titel folgt in Kürze); Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel, Dipl. Psychologe, Verhaltenstherapeut und Lehranalytiker

Modul II (07.01.-09.01.2022)

Achtsamkeit in verbalen und nonverbalen Interaktionen künstlerischer Therapien

Ausgehend von Achtsamkeitsübungen auf bildnerischen, körperbezogenen und sprachlichen Ebenen werden Therapiegespräch und -Interaktion im Kontext mit dem künstlerischen Material geübt und reflektiert. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen sowie Techniken und Haltungen, Klienten (und sich selbst) durch bewussten Einsatz von Achtsamkeit effektiv zu begleiten. Kunsttherapie im Dialog mit der Tanztherapie mit dem Kunsttherapeuten Prof. Dr. Jürgen Fritsche und der Tanztherapeutin Jasmin Friedrich.  

  • Prof. Dr. Jürgen Fritsche, Professor für Kunst und Kunsttherapie
  • Jasmin Friedrich, Tanztherapeutin (DGT), Kunsttherapeutin (BA)

Vorlesung: nähere Angaben folgen in Kürze

Modul III (25.03.-27.03.2022)

Zwischen Werk und Wort – Schaffen und Sprechen in Musik- und Kunsttherapie

Kunst- und Musiktherapie erfordern von Therapeut*innen, in zwei Welten beheimatet zu sein: der Welt der Kunst und der Welt der Psychotherapie. Allerdings stößt die Nähe zur Psychotherapie an ihre Grenzen, wenn es um das Sprechen in der Therapie geht: das Werk verlangt nicht nach einer schnellen verbalen Ausdeutung im psychotherapeutischen Sinne um seine Vielschichtigkeit und damit seine Wirksamkeit zu bewahren.
Bei der Betrachtung von Prozess und Werk sollen künstlerische Therapeut*innen vielmehr in ihrer eigenen, stillen Reflexion künstlerisches und therapeutisches Wissen zu einem Dialog führen, ohne dem Patienten therapeutische Deutungsangebote zu machen, die seine Beziehung zu Werk und Prozess schwächen könnten. Im Gespräch mit der Patient*in müssen wir Worte finden, die geeignet sind, Äquivalenzen zwischen künstlerischem Handeln, Werk und Formfindung auf der einen Seite und seelischem Erleben auf der anderen Seite zu fassen und das Werk in seiner Offenheit lebendig zu erhalten.

In diesem Workshop geht es darum, durch Selbsterfahrung und durch Fallbeispiele aus der kunst- und musiktherapeutischen Praxis diesen Schwebezustand zwischen künstlerischer und psychischer Sinnerkenntnis zu erfassen und zu erproben.

  • Prof. Dr. Uwe Herrmann
  • Dr. Heike Wrogemann Becker

Modul IV (28.06 -30.06.2022)

Spiritualität in Theater- und Kunsttherapie – Sprechen, Spielen und Gestalten 

Spiritualität behandelt die großen Fragen des Menschseins: Wer bin ich? Was ist der Sinn des Lebens? Wie bin ich in Leben und Tod aufgehoben? Was geschieht nach dem Tod? Was ist gelingendes Leben?

Das Erleben von Krankheit gibt diesen großen Fragen eine individuelle und aktuelle Brisanz. Patient*innen beschäftigen sich damit im Rahmen Ihres Krankseins und unabhängig von ihrer spirituellen Orientierung. Gleichzeitig benötigt ein Sprechen über diese Themen im Rahmen der künstlerisch-therapeutischen Begleitung ein achtsames und sensibles Vorgehen. Wie und unter welchen Voraussetzungen äußern sich Patient*innen zu diesen Fragen und zu ihrer spirituellen Orientierung? Wie hängt diese mit dem Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit und Aufgehoben sein zusammen?

Wir werden unsere langjährigen praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen Anwendungskontexten der künstlerischen Therapien zur Verfügung stellen, mit Teilnehmer*innen über ihre Anliegen ins Gespräch kommen und diesen Themenbereich mit Hilfe künstlerischer Übungen untersuchen.
Teilnehmer*innen werden Wissen, Methoden und Reflexionsformen vermittelt bekommen, die sie einsetzen können, um mit den spirituellen Fragen in ihrem kunst- und theatertherapeutischen Arbeitsalltag umgehen zu können.

  • Prof.in Dr. Alexandra Modesta Hopf
  • Prof. Johannes Junker

Referentinnen und Referenten

Jasmin Friedrich, Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Beraterin, Tanztherapeutin, Kunsttherapeutin (BA), Psychotherapie (HPG), Trainerin für Stressmanagement.

Prof. Dr. Jürgen Fritsche, Professor für Kunst und Kunsttherapie (HKT - Hochschulstudiengänge Künstlerische Therapien / HfWU Nürtingen-Geislingen), Künstler und Kunsttherapeut. 

Prof. Dr. Uwe Herrmann, Professor für Kunsttherapie an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, PG Dipl. (AT), MA (AT), PhD, Art Psychotherapist, Bildender Künstler.

Prof. Dr. Alexandra Modesta Hopf, Professorin für KunstTherapie, Studiendekanin und Leiterin des Aufbaustudienganges KunstTherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Dr. Marianne Eberhard-Kaechele, Tanztherapeutin, Ausbilderin, Lehrtherapeutin und Supervisorin BTD, ACT Trainer, Trauma-Therapeutin, Psychotherapie (HPG).

Prof. Johannes Junker, Professor und Studiendekan für Theatertherapie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Präsident der Europäischen Vereinigung für Dramatherapie.

Prof. Hildrun Rolff, : Professorin für Kunsttherapie, Leiterin der Künstlerisch-wissenschaftlichen Weiterbildungen, Kunsttherapie interdisziplinär Medizin und Psychologie an der Alanus Hochschule, Dipl. Kunsttherapeutin, Künstlerin.

Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel, Dipl. Psychologe, Verhaltenstherapeut, Lehranalytiker u. a. am C. G. Jung-Institut München, Honorarprofessor für Psychoanalyse und Psychotherapie an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Dr. Heike Wrogemann-Becker, Doktorin der Musikwissenschaften, Dipl.-Musiktherapeutin (DMtG zert.), Psychotherapie (HPG), GIM-Therapeutin (AMI, EAMI).

Leitung

Leitung der Künstlerischen und Wissenschaftlichen Weiterbildungen, Kunsttherapie interdisziplinär Medizin & Psychologie
Prof. Hildrun Rolff

Wissenschaftliche Mitarbeit
Nino Alonso

Assistenz und Administration
Ludger Vogel

Das Wichtigste im Überblick

Künstlerische und Wissenschaftliche Weiterbildungen, Kunsttherapie interdisziplinär Medizin & Psychologie

Umfang
72 Präsenzstunden mit einem Selbststudium von 220 Stunden, entsprechen 9 ECTS

Zeiten
I.d.R. Freitags 17.00-20.30 Uhr
Samstag 9:00-18:00 Uhr
Sonntag 9:00-13:00 Uhr
Vorlesung: Freitag 19:00-20:30 Uhr

Kosten
Einzelbuchung: 280 € inkl. Vortrag.
Komplettbuchung: 1060 € 
Zertifikatsgebührt: 80 €

Kontakt
Ludger Vogel
Telefon +49 2222 9321 1813
kunsttherapie-fortbildungen@alanus.edu

Teilnahmebedingungen
Die Teilnahmebedingungen können hier als PDF heruntergeladen werden

Anmeldung
Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular

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