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Hochschulweiterbildung mit Zertifikat

Notfall- und Traumakunsttherapie - 5 Module

Aktuelle komplexe gesellschaftspolitische Entwicklungen erfordern professionell flexible TherapeutInnen mit interkulturellen und interdisziplinären Kompetenzen und einem zeitgenössischen Selbstverständnis. Die berufsbegleitende Zertifikats-Weiterbildung "Notfall- und Trauma-Kunsttherapie" führt in die kunsttherapeutische Arbeit in Zeiten besonderer Gefährdung und solchen nach Krisen und Katastrophen ein und erarbeitet adäquate Wege der therapeutischen Unterstützung bei Extrembelastungen.

  • Modul I :   Kunsttherapie im Strafvollzug
  • Modul II:   Kunsttherapie bei Traumata des Krieges, der Vertreibung und Folter
  • Modul III:  Extremismus und Radikalisierung - Wege, Umwege und Irrwege.
  • Modul IV:  Kunsttherapie in der Krisenintervention
  • Modul V:   Interdisziplinäre künstlerisch-pädagogisch-therapeutische Nothilfe in                                              Krisengebieten und Aufnahmeländern

Den Flyer zur Weiterbildung "Notfall- und Trauma-Kunsttherapie" können Sie hier herunterladen.

Titelblatt Künstler: Oliver Herber

Künstlerische Therapeutinnen und Therapeuten mit erfolgreich abgeschlossenem Hochschulstudium, einem vergleichbaren Abschluss oder einer entsprechenden Eignung aus dem Berufsleben. Interessierte aus angrenzenden Berufsfeldern können ebenfalls an Einzelmodulen teilnehmen. 

Die Zulassungskriterien orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen (Kunsthochschulgesetz NRW, § 54 und dem Hochschulzukunftsgesetz NRW §62. Die weiterbildenden Studienangebote dienen der Ergänzung berufspraktischer Erfahrungen. Für Modul II sind aus Gründen der Interdisziplinarität auch Musiktherapeuten, Eurythmie- Therapeuten, Erzieher, Pädagogen, Heilpädagogen, Kunst- und Musikpädagogen zugelassen

Kunsttherapie im Strafvollzug - Schwerpunkt Gewaltstraftäter und Sexualstraftäter

Für Gefangene im Strafvollzug haben langjährige Haftstrafen beträchtliche psychische Folgen. Die Auseinandersetzung mit der begangenen Straftat kommt bei den Häftlingen, die häufig ohne Arbeit und mit einem fremden Menschen auf engstem Raum die Haft absitzen, zu kurz. Die seelische Einengung wirkt einer Persönlichkeitsentwicklung entgegen.
Kunsttherapie im Strafvollzug ist eine hilfreiche Ergänzung der Psychotherapie im Rahmen der Sozialtherapie, sie ermöglicht eine Auseinandersetzung mit der eigenen Straftat ebenso, wie eine Förderung der Selbsterkenntnis durch bildnerische Prozesse. Sie bringt Farbe, Leben, Freude und etwas Normalität in den tristen Gefängnisalltag.

  • Stephan Postpischil, Dipl. Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Lehranalytiker und Supervisor (DGPT). Stellv. Therapeutischer Leiter der Sozialtherapeutischen Abteilung für Sexualstraftäter der JVA-München. Forensischer Gutachter in Prognose und Schuldfähigkeitsfragen
  • Klaus Heilmann, Kunsttherapeut in der JVA Köln, und bei der AOK Rheinland i.R.
  • Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst

Kunsttherapie bei Traumata des Krieges, der Vertreibung und Folter

Kunsttherapeuten, die im Rahmen ihrer Arbeit mit Opfern von Krieg, Vertreibung und Folter zu tun haben, müssen große Herausforderungen meistern. Vor allem die Faktoren, die es ermöglichen, in die Geschichten der KlientInnen einzutauchen – innere Stabilität und Bereitschaft, sich einzulassen – spielen hierbei eine bedeutsame Rolle. Themen, die von sinnloser Zerstörung und großem Leid handeln, können leicht zu Sprachlosigkeit und dem Verlust jeglicher Freude führen. In diesem Seminar werden kunsttherapeutische Behandlungsansätze für Patienten mit Kriegs- und Foltertraumata ebenso vermittelt, wie Kenntnisse zur Praxis der eigenen Psychohygiene.

Neben theoretischen Einheiten spielen Übungen der Selbsterfahrung und adaptierbare künstlerische Techniken eine Rolle, damit auch besonders belastenden Therapiesituationen mit künstlerisch-therapeutischer Intuition begegnet werden kann.

 

  • Dipl. Psych. Marion Wendlandt-Baumeister, Psychologische Psychotherapeutin
  • Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst
  • Prof. Lothar Brock, Politologe, Friedensforscher, Mitglied der Ethik-Kommission der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft

Extremismus und Radikalisierung - Wege, Umwege und Irrwege

Ein Forschungswochenende zur Entwicklung kunsttherapeutischer Behandlungsansätze

Wir untersuchen das Phänomen Radikalisierung, die Entstehung der Tendenz zu extremistischen Handlungsweisen und ihre vielfältigen Formen und mögliche Gründe um herauszufinden, worin sich eine solche Entwicklung begründet und welche Geste einer solchen Entwicklung innewohnt. Welche unerfüllten Lebenserwartungen und biographische Brüche könnten auf dem Weg der Identitäts- und Sinnsuche eine Rolle spielen? Im Laufe des Wochenendes entwickeln wir gemeinsam Eckpunkte eines kunsttherapeutischen Behandlungsansatzes, der gefährdeten Personen in verschiedenen Phasen der Radikalisierung dazu verhelfen kann den roten Faden in der Biographie wieder zu finden und individuelle Entwicklungswege zu beschreiten. Das Seminar setzt auf die aktive Beteiligung der Teilnehmenden und hat zum Ziel einem ebenso aktuellen wie gefährlichen gesellschaftlichen Phänomen kunsttherapeutisch zu begegnen, herauszufinden, wie es gelingen kann Menschen entgegen extremistischer Ansprachen zu stärken und welche Möglichkeiten es gibt mit Gefährdeten individuelle Wege innerhalb der Gesellschaft zu suchen oder zurück in die Gesellschaft zu finden. Da auf diesem Gebiet bisher kaum kunsttherapeutische Kompetenz erworben werden konnte, ist dieses Seminar als Forschungswochenende gedacht, an dem die Teilnehmenden neben den von den Dozentinnen vermittelten theoretischen Kenntnissen mit deren Unterstützung künstlerisch-therapeutische Wege mit engem Praxisbezug entwerfen.

  • Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst
  • Irmtraud Eckart, M.Sc. Islamwissenschaftlerin, Traumafachberaterin, Referentin für Sicherheitspolitik, Haus Rissen Hamburg

 

 

 

Kunsttherapie in der Krisenintervention

Die Notfallkunsttherapie greift dort, wo Betroffene und auch Angehörige nach akuten Krisensituationen unterstützt werden müssen. Jetzt entscheidet sich, ob eine Bewältigung des traumatischen Ereignisses möglich ist.

Die Wiedererlangung der Handlungskompetenz liegt im Fokus, gleichzeitig werden durch gezielte Ressourcenaktivierung nach und nach Zukunftsaspekte bildnerisch entwickelt, dann auf ihre Tauglichkeit im Leben überprüft. Hierbei kann die Kunst als Ausdrucksmittel und Kraftspender entdeckt werden.

  • Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst
  • Dr. Dominik Hinzmann, Krisen-Interventions-Team ASB München, Akutkrisenintervention im Rettungs- und Einsatzführungsdienst der Stadt München sowie im Ausland, Anästhesist am Klinikum rechts der Isar der TU-München
  • Prof. Hildrun Rolff, Professorin für Kunsttherapie an der Alanus Hochschule

 

 

 

Interdisziplinäre künstlerisch-pädagogisch-therapeutische Nothilfe in Krisengebieten und Aufnahmeländern

mit dem Team von stART International e.V. emergency aid for children

In diesem Modul der Weiterbildung Notfall und Trauma Kunsttherapie stellt stART international ihre Expertise und Erfahrung aus Auslandseinsätzen in verschiedenen Ländern ebenso wie in der psychosozialen Unterstützung von Notleidenden im Inland zur Verfügung. Dadurch ist ein enger Praxisbezug zum Weiterbildungsthema gewährleistet. Ein erfahrenes Team führt in der Blockwoche in die multiprofessionelle interdisziplinäre Nothilfearbeit künstlerischer Therapeuten ein. Die Kultur des Einsatzlandes als Inspirationsquelle nehmend werden die einzelnen Schritte der Einsatzvorbereitung und Durchführung durch authentizitätsbasiertes Lernen vermittelt. Dabei wird sowohl die Auseinandersetzung mit widrigen Arbeitsumständen und mit ungewöhnlichem, vor Ort vorhandenem Arbeitsmaterial geübt, als auch das Erarbeiten von therapeutischen Angeboten für unterschiedliche Altersstufen. Einen integrativen Teil der Blockwoche stellt auch die Vorbereitung und Durchführung von Workshops für Erzieher, Lehrer und psychosoziales Betreuungspersonal dar, da sie der Sicherung der Nachhaltigkeit der therapeutischen Nothilfearbeit dient.

Aus Gründen der Interdisziplinarität sind für dieses Modul auch Musiktherapeuten, Tanztherapeuten, Eurythmietherapeuten, Erzieher, Pädagogen, Heilpädagogen, Kunst- und Musikpädagogen zugelassen.

  • Aeham Ahmad, Künstler und Aktivist von Art for Peace
  • Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst 
  • Barbara Schiller, Geschäftsführender Vorstand von stART international e.V emergency aid for children
  • Francesco Zoccarato, MA in global politics and international relations, stART-Landesvertretung Einsatzleitung, Coach und Teamsupervisor in 75 Nothilfeeinsätzen und weitere Teammitglieder von stART international e.V.

 

 

 

Aeham Ahmad, Pianist, Autor, Künstler und Aktivist von Art for Peace

Prof. Lothar Brock, Politologe, Friedensforscher, Mitglied der Ethik-Kommission der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft

Klaus Heilmann, Kunsttherapeut in der JVA Köln, und bei der AOK Rheinland i.R., Jahrzehnte lange Erfahrung im Frauengefängnis Köln-Ossendorf

Dr. Dominik Hinzmann, Krisen-Interventions-Team ASB München, Akutkrisenintervention im Rettungs- und Einsatzführungsdienst der Stadt München sowie im Ausland, Anästhesist am Klinikum rechts der Isar der TU-München

Irmtraud Eckart, M.Sc. Islamwissenschaftlerin, Traumafachberaterin, Referentin für Sicherheitspolitik, Haus Rissen Hamburg

Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst

Stephan Postpischil, Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Lehranalytiker und Supervisor (DGPT). Stellv. Therapeutischer Leiter der Sozialtherapeutischen Abteilung für Sexualstraftäter der JVA-München. Forensischer Gutachter in Prognose und Schuldfähigkeitsfragen

Barbara Schiller, Geschäftsführender Vorstand von stART international e.V emergency aid for children, Juristin, Pädagogin, Sprachtherapeutin

Prof. Hildrun Rolff, Professorin für Kunsttherapie an der Alanus Hochschule

Marion Wendlandt-Baumeister, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Publizistin, Kunsttherapeutin, Tätigkeit im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin, Mitherausgeberin und Redakteurin der Fachzeitschrift Kunst und Therapie

Francesco Zoccarato, MA in global politics and international relations, stART-Landesvertretung Einsatzleitung, Coach und Teamsupervisor in 75 Nothilfeeinsätzen und weitere Teammitglieder von stART international e.V.

Inhaltliche Leitung:

Rita Eckart, stART international, Notfall- und Traumakunsttherapeutin u.a. im Bereich interkulturelle Kunsttherapie, Strafvollzug und Sozialkunst

Wissenschaftliche Leitung:

Marion Wendland-Baumeister, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Leitung der Künstlerischen und Wissenschaftlichen Weiterbildungen, Kunsttherapie interdisziplinär Medizin & Psychologie:
Prof. Hildrun Rolff

Wissenschaftliche Mitarbeit:
Anke Schäfer

Das Wichtigste im Überblick

Das Wichtigste im Überblick:

Künstlerische und Wissenschaftliche Weiterbildungen, Kunsttherapie interdisziplinär Medizin & Psychologie

Umfang
125 Präsenzstunden mit einem Selbststudium von 250 Stunden (entsprechen 15 ECTS)

Abschluss
Zertifikat der Alanus Hochschule

Fortbildungspunkte
BVAKT anerkannte Weiterbildung

Zeiten Wochenende
i.d.R. Freitags 17:00-20:30 Uhr
Samstag 9:00-18:00 Uhr
Sonntag 9:00-13:00 Uhr

Vorlesung:
Freitags 19.00-20.30 Uhr

Zeiten Kompaktwoche
Vorlesung: täglich 9:00-18:00 Uhr 

Kosten
Einzelmodule (ohne Zertifikat): Wochenende 265 € inkl. Vortrag, Kompaktwoche 595 € inkl. Vortrag; Weiterbildung komplett  1550 € inkl. Vorträge; Zertifikatsgebühr: 85 €

Kontakt
Sekretariat
Telefon +49 2222 93211813
kunsttherapie-fortbildungen@alanus.edu

Teilnahmebedingungen
Die Teilnahmebedingungen können hier als PDF heruntergeladen werden

Anmeldung
Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular

Eine Übersicht über das gesamte Weiterbildungsprogramm finden Sie hier.

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