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Hochschulweiterbildung mit Zertifikat ONLINE

Methoden, Interventionen, Indikationen der Künstlerischen Therapien für die Kunsttherapie

In den hier angebotenen Online-Modulen werden unterschiedliche künstlerische und kunsttherapeutische Methoden, Interventionen und deren Indikationen aber auch Kontraindikationen vorgestellt. Die theoretischen Hintergründe, Anwendungsformen und Fallbeispiele aus der Praxis der Referent*innen vermitteln den besonderen Ansatz der jeweiligen kunsttherapeutischen Vorgehensweise. Durch Selbsterfahrungsübungen der Teilnehmer*innen können die Ansätze vertieft, sowie durch Vergleiche mit persönlichen Praxis- Erfahrungen vermittelt und abgerundet werden.

Jede Online-Weiterbildung besteht aus drei Modulen, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Eine Teilnahme ist daher nur bei kompletter Buchung einer Reihe möglich. Alle drei Termine finden innerhalb eines Monats an jeweils einem wiederkehrenden Wochentag statt.

Unser Angebot wird laufend erweitert.
Zur Anmeldung gelangen sie hier.

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Zielgruppe

Künstlerische Therapeut*innen mit erfolgreich abgeschlossenem Hochschulstudium, einem vergleichbaren Abschluss oder einer entsprechenden Eignung aus dem Berufsleben. Interessent*innen aus angrenzenden Berufsfeldern können ebenfalls an Einzelmodulen teilnehmen.

Zulassungskriterien

Die Zulassungskriterien orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen (Kunsthochschulgesetz NRW, § 54 und dem Hochschulzukunftsgesetz NRW §62). Die weiterbildenden Studienangebote dienen der Ergänzung der beruflichen Praxis.

11/21 // Lösungsorientiertes Malen Teil II / Bettina Egger

Teil II ist als Vertiefung und Fortsetzung der ersten Reihe im Juni 2021 konzipiert und kann nur nach Besuch der ersten Veranstaltung gebucht werden.Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeit folgen in Kürze.

November 2021

Termine
(immer dienstags)

02.11.2021
09.11.2021
23.11.2021

Zeit
17:00 – 20:30 Uhr

12/21 // Verkörperte Animation / Anke Schäfer

Die Kunst der verkörperten Animation (The Art of Embodied Animation) – Filmisch-dramatherapeutische Interventionen zur Stärkung von Ressourcen und mitfühlender Distanz

Animation heißt wortwörtlich „Belebung“, von Lateinisch „Anima“ die Seele. Im filmischen Bereich ist hiermit die Belebung von unbelebten, die Vermenschlichung von Tieren, Bäumen usw. oder auch die zeichnerisch-belebte Umsetzung von Menschen gemeint. In seiner Technik bestehen Animationen aus aneinander gereihten Einzelbildern, die optisch nicht voneinander unterschieden werden können. „Animation“ ist Teil vieler Schöpfungsmythologien wie der christlichen Ursprungsgeschichte, der Genesis, wenn Gott seinem aus Erde geschaffenen, menschlichen Figur Leben einbläst: der göttliche Atem. In Sanskrit „Atman“, die Seele als unvergänglich ewige Essenz des Geistes.

Objekte zu animieren ist wichtiger Teil der Entwicklung und Bindungsfähigkeit. Das von Winnicott u.a. beschriebene Übergangsobjekt ermöglicht die Stärkung der Autonomie und leitet bindungsrelevante Vorgänge ein. Die in der Theatertherapie wirksame Flexibilisierung regt über aktive Improvisationen mit Objekten eine ästhetische Distanzierung unter gleichzeitiger Artikulation eigener Themen an. In der theatertherapeutischen Belebung unbelebter Objekte entsteht Spiellust und Beziehungsaufnahme in einem geschützten Rahmen. Filmische Techniken wie slowmotion, pause, zoom in, zoom out, replay, speed, jump cut, match cut erlauben vertiefte Erkenntnis über die Aktivierung des „neutralen Beobachters“ unter gleichzeitiger Würdigung des Geschehens. Hierin ist „Verkörperte Animation als filmisch-dramatherapeutische Intervention“ gerade für die Ressourcenstärkung und die Fähigkeit zur mitfühlenden Distanz bei Menschen mit Traumafolgestörungen, aber auch bei anderen Bindungsstörungen sehr geeignet. Bei Erkrankungen aus dem schizophrenen Spektrum ist diese Methode überwiegend kontraindiziert, da die gespielten Stimmen der Objekte als real von außen kommend und darin bedrohlich erlebt werden oder wahnverstärkend wirken könnten.

In diesem Seminar werden Interventionen vorgestellt, die sowohl im klinischen, ambulanten und psychosozialen Setting Stressreduktion, Beziehungsfähigkeit und persönliche Ressourcen achtsam und kreativ spielerisch fördern können.

Zugrunde liegen die Bindungstheorie, die psychoanalytische Theorie der Übergangsphänomene und die „Ego-State-Theory“ in Beziehung zum theatertherapeutischen Verständnis der „ästhetischen Distanz“ nach Landy. Weiter erfolgt eine Aktualisierung und Sensibilisierung hinsichtlich inter- und transkultureller Felder.

Reflexion, Selbsterfahrung und Austausch kommen in allen Seminaren zur Geltung.

Filmische Methoden werden in allen Seminarteilen über den Einsatz von Apps und der geräteeigenen Kamera umgesetzt, im ersten Teil ins Besondere die Grundlagen dafür geschaffen. Im ersten Seminar werden Übergangsobjekte hinsichtlich ihrer nachnährenden Eigenschaft und in ihrer Qualität als „Innere Helfer“ überprüft. Auch die Gefahr der Regression wird hierbei untersucht. Das Potenzial des filmischen Standbildes wird hier im Vergleich zum fotografischen Bild gesetzt, und erste kleine Animationen über eine Video-App erprobt. 
Im zweiten Teil der Seminarreihe wird über die filmische Umsetzung von Storyboards eine Möglichkeit der mehr gelenkten Form der „Verkörperten Animation“ vorgestellt und erprobt. Die Bedeutung der Kontrollmöglichkeiten der Klient*innen wird hierbei in ihrem Wert verdeutlicht.
Im dritten Teil sind die Teilnehmer*innen eingeladen eigene Fallbeispiele aus der Praxis mitzubringen und die Methode der „Verkörperten Animation“ supervisorisch zu erfahren, zu erproben und zu reflektieren. Der Begriff der „ästhetischen Distanz“ wird in Bezug zu dem „inneren Beobachter“ besondere Beachtung finden.

Termine
(immer donnerstags)
02.12.2021
09.12.2021
16.12.2021

Zeit
je 17:00 – 20:30 Uhr

Material
(Auswahl) Alltagsgegenstände, Fundobjekte und Fundstücke, Knöpfe, Stoffreste, Papier, Karton (auch Reste), Tesa-Krepp, Büroklammern, Wolle, Schnur.

01/22 // Neurologische Rehabilitation / Karl-Heinz Menzen

Kunsttherapie in der Rehabilitation mit neurologisch beeinträchtigten Menschen I-III
Mit Prof. Dr. Karl-Heinz Menzen

  1. Psychovegetative Entwicklungsgrundlagen – Beeinträchtigung und Rehabilitation des Hirnstamms sowie kunsttherapeutisch- praktische Interventionsverfahren.
  2. Aspekte der Störung des limbischen Systems: Emotionale Behinderung und der Einfluss auf die Bild-Entstehung: Depression – Borderline – PTBS = Traumatische Belastungsstörung: Kunsttherapeutisch-Praktische Interventionsverfahren.
  3. Das Netzwerk Gehirn – Unbewusste und vorbewusste Psycho- und Tiefenanalytische wie quantendynamische Mitspieler im Prozess der neurologischen Rehabilitation kognitiver wie emotionaler Strukturen. Eine Anfrage an die herkömmlichen kunsttherapeutisch-praktischen Interventionsverfahren.

Termine:
Mi. 12.01.2022
Mi. 19.01.2022
Mi. 26.01.2022

Zeit:
17.30- 19.00 Uhr und von 19.30-21.00 Uhr

02/22 // Das Porträt als Gegenüber / Doris Titze

Das Porträt als Gegenüber: Das Fremde und das Eigene im Bild

KunstTherapie sensibilisiert die Wahrnehmung anhand eigener und fremder Bilder. Speziell (Selbst-) Porträts berühren unmittelbar das Selbstbild. Ein (eigenes) Bild als ein Gegenüber zu betrachten und zu ihm in den Dialog zu gehen, schafft Distanz und Nähe zugleich.

Themen des Seminars sind die achtsame Analyse der bildnerischen Arbeitsweise hinsichtlich der Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie die Frage nach der Subjekt- und Objektebene der Bilder, nach Lösungs- und Ressourcenorientierung. Der Kurs beinhaltet resonanzbetonte und rezeptive Methoden; theoretische Bezüge ergänzen die aktive Porträtarbeit aus kunstgeschichtlicher und kunsttherapeutischer Sicht.

Die Einheiten beinhalten Zeitfenster zur individuellen Gestaltung mit Selbsterfahrungsanteilen, gerahmt durch den Theoriekontext. Begonnen wird praktisch; die Theorie beschließt die Tage.

Die erste Einheit betont die rezeptive Kunsttherapie. Sich von anderen Bilder anregen zu lassen, ist ein niederschwelliges Angebot der Kunsttherapie. Wahrnehmungsprozesse sind kreativ, denn man selbst erschafft die Bilder in der eigenen Vorstellung. Neben eigenen praktischen Erfahrungen und ihrer Besprechung wird im theoretischen Teil die generelle Wirkung von Bildern anhand von Porträts aus dem kunstgeschichtlichen Kontext erörtert. 

Einstiegsübungen erleichtern die kunsttherapeutische Arbeit. Gegenseitige Porträts aus unterschiedlicher Betrachtung sind auch digital sehr gut möglich. Die Frage des Eigenen und des Fremden im (eigenen) Bild ist Thema des Seminars. Neben eigenen praktischen Erfahrungen und ihrer Besprechung wird im theoretischen Teil die Frage des Individuellen und des Allgemeinen anhand von Porträts aus dem kunstgeschichtlichen Kontext erörtert sowie auf den (historischen) Forschung Kontext zwischen Kunst und Medizin geschaut.

(Selbst-) Porträts berühren, prägen und verändern das Selbstbild. Der zeichnende Blick betrachtet das Gesicht wacher als morgens flüchtig im Spiegel oder beiläufig im Gespräch. Es entwickelt sich ein so kritisches wie liebevolles Schauen. Eine Überlegung besteht schließlich darin, was sich die unterschiedlichen Bilder gegenseitig erzählen könnten. Neben eigenen praktischen Erfahrungen und ihrer Besprechung folgt im theoretischen Teil eine kunsttherapeutische Vertiefung der Porträtarbeit anhand von praktischen Beispielen.

Termine
(immer dienstags)

08.02.2022
15.02.2022
22.02.2022  

Zeit
17:00-18:30 // 19:00-20:30

Material
Für Ihre praktische Arbeit benötigen Sie DIN A4 Papier und einen weichen Bleistift (B – B6) sowie größere Papiere (ab DIN A3). Das Arbeitsmaterial liegt in Ihrem eigenen Ermessen: Nehmen Sie das, mit dem Sie gerne arbeiten: Farben, Pinsel, Kreiden, Stifte etc. oder auch Leinwände und Ölfarben. Wichtig ist ein größerer Spiegel für die Selbstporträts sowie die Möglichkeit, Ihre Bilder zu fotografieren mir digital zu senden. Ich gruppiere sie dann.

04/22 // Wahrheit, Erinnerung und Werk in der Kunsttherapie - Uwe Herrmann

Wahrheit, Erinnerung und Werk in der Kunsttherapie

Wenn Menschen Kunst schaffen, erhoffen sie sich meist Antworten auf Fragen, zu deren Erforschung sich die Kunst am besten zu eignen scheint. Manchmal hat Kunst die Gabe, uns an etwas Wichtiges zu erinnern; manchmal bewirkt sie, dass wir im Moment des Schaffens alles andere vergessen; manchmal schaffen wir ein Werk im Bewusstsein, dass es andere an uns erinnern wird; und schließlich bewahren wir Werke aus eigener oder anderer Hand aus genau diesem Grund auf.

In drei Seminaren werden wir durch unsere künstlerische Arbeit verschiedene Spielarten von Erinnerung erforschen und der Frage nachgehen, welche Art von Wahrheit sich im Werk zeigen mag. Kurzvorträge mit Fallmaterial aus der kunsttherapeutischen Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stimmen in diese Themen ein, die wir anschließend künstlerisch vertiefen und reflektieren.

 

Termine
20.04. / 27.04. / 4.05.2022 (immer mittwochs)

Zeit
17:00 – 20:30 Uhr

Material
Ein Spektrum von Zeichen-, Mal- und Modelliermaterial nach Wahl.

 

Referentinnen und Referenten

Dr. phil. Bettina Egger, Kunsttherapeutin ED / Psychotherapeutin, freie Praxis in Kunsttherapie, Weiterentwicklung der Methode und Weiterbildungen mit Jörg Merz MSc.

Dr. phil. Simone Gaiss, Kunsttherapeutin in freier Praxis / Kunstpädagogin M.A., Lehrtherapeutin, Schulkunsttherapeutin, Leiterin des Ateliers `kunst trifft leben´ in München, Lehrbeauftragte im Hochschulkontext, u.a. am Institut Kunstpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Uwe Herrmann studierte Freie Kunst an der FH Hannover, Sozialpädagogik an der FH Hagen, Kunsttherapie an der University of Hertfordshire (PG Dip AT) und London University/Goldmiths College (MA). Er promovierte 2012 an der London University (PhD) über Kunstpsychotherapie mit geburtsblinden Menschen und entwickelte den Bereich Kunsttherapie für blinde und hochgradig sehgeschädigte Menschen am Landesbildungs-zentrum für Blinde in Hannover, wo er seit 30 Jahren praktiziert. Seit 2000 lehrt er parallel am Masterstudiengang Kunsttherapie der Weißensee Kunsthochschule Berlin, seit 2014 als Gastprofessor. Uwe Herrmann ist Mitglied des Wissenschaftskomitees der European Consortiums of Arts Therapies Education (ECArTE), hat Gastvorträge in vielen Ländern der EU, den UK und Südkorea gehalten und hat vielfach publiziert.

Prof. Dr. Alexandra Hopf ist Kunsttherapeutin und Künstlerin. Sie leitet den Studiengang für KunstTherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zuvor war sie Professorin für Intermediale Kunsttherapie an der MSH Hamburg. Ihre kunsttherapeutischen Schwerpunkte sind die praxis- und kunstbasierte Perspektiven, Phänomenologie, Intermedialität und Ästhetik in der Kunsttherapie und körperbezogene Wissensformen und künstlerische Forschung im Anwendungsfeld Kunsttherapie. Sie hat viele Jahre künstlerisch und kunsttherapeutisch zu Collage geforscht.

Prof. Dr. Karl-Heinz Menzen, Dipl.-Theol., Dipl.-Psych. Klin. Psychologe, Psychol. Psychotherapeut, Leitung und Arbeit in der Caritasberatungsstelle für Lebensfragen Berlin, Aufbau einer Weiterbildung in Kunst-therapie an der Hochsch.d. Künste Berlin HdK,  Prof. und Leitung des Dipl-Studiengangs KT an der Hochsch.f. Bildende Künste Dresden, Prof. für Heilpädagogik und Kunsttherapie an der Kath. Hochschule Freiburg, Vertretung einer Prof.f. Klin. KT an der Hochschule f. KT in Nürtingen, Prof. f. Heilpädagogik, Neurologie und Kunsttherapie an der KH Freiburg, Prof. und Leitung des Master-Studiengangs Kunsttherapie an der Sigmund Freud Universität Wien  (bis dato). Veröff. u.a.: Grundlagen der Kunsttherapie, 5.aktual. Aufl., München: UTB/Reinhardt; Kunsttherapie mit alters-verwirrten Menschen, 2. A., München: Reinhardt; Drei auf einer Bank. Ein Neurologe, ein Kunst- und Quantentheoretiker im Gespräch über das Bild, Wien: Tutia+Kant; Das Vor- und Unbewusste. Im Zentrum der inneren Bilder. Lengerich: Pabst Verlag; Das Symptom als Bild. Lengerich: Pabst; Die Archäologie der Kunsttherapie. Lengerich: Pabst.

Isabelle Rentsch, lic. phil., Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Psychotherapeutin ASP/SBAP, Kunst- und Gestaltungstherapeutin grad. DFKGT, Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT, autorisiert für Lehre und Supervision der PITT (Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie PITT), Kunsttherapeutische Supervisorin und Lehrtherapeutin OdA ARTECURA, Meditationsleiterin

Prof. Hildrun Rolff, Professorin für Kunsttherapie an der Alanus Hochschule, Dipl. Kunsttherapeutin, kunsttherapeutische Supervisorin, klinische Kunsttherapeutin, Sozialkunsttherapeutin, Künstlerin

Anke Schäfer, Theatertherapeutin in freier Praxis / Kunst & Theater im Sozialen M.A., Coach, Supervisorin, Vorsitzende Forschungskommission Dramatherapie in NL, Vorstandsmitglied WFKT – Wissenschaftliche Fachgesellschaft Künstlerische Therapien, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrende Intermediale Therapie im Fachbereich Künstlerische Therapien, Alanus Hochschule

Prof. Dr. Constanze Schulze-Stampa, Kunststudium an der Grafischen Hochschule Leipzig und Studium der Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Kunsttherapie an der Universität zu Köln; 2006-2020 Professur für Forschung und wissenschaftliche Grundlagen in der Kunsttherapie an der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS), Ottersberg und Leitung des dortigen Institutes für Kunsttherapie und Forschung; seit 2016 Sprecherin des Forschungsschwerpunktes „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“ an der HKS Ottersberg (bis 2021); seit 2020 Professur für Kunsttherapie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, in Nürtingen, Fachbereich Künstlerische Therapien (HKT), Fakultät Umwelt, Gestaltung, Therapie; seit 2019 erste Vorsitzende der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien (www.wfkt); Forschungsschwerpunkte: Systemische sowie biografisch-zentrierte Ansätze und Forschung in der Kunsttherapie, Kinderzeichnungsforschung, Kunsttherapie in Gruppen, Kunsttherapie und Schmerz (speziell in multimodalen Behandlungskonzepten), zahlreiche Publikationen

Prof. Doris Titze, Künstlerin und Kunsttherapeutin; Staatsexamen Erziehungswissenschaft (LMU München), Diplome Grafik und Malerei, Bildnerisches Gestalten und Therapie (beide AdBK München). Seit 1978 künstlerisch, seit 1987 kunsttherapeutisch tätig. 1997-2002 Professur an der HKT Nürtingen. 2002-2020 Leitung des Aufbaustudiengangs KunstTherapie, HfBK Dresden. 2005-2020 Hg. der Publikationsreihe: Die Kunst der Kunst Therapie. Lebt und arbeitet in Dresden.

Literaturempfehlung:
Titze, D./ HfBK Dresden: “Das verkörperte Bild. Porträts aus kunstgeschichtlicher und kunsttherapeutischer Sicht“; Band 8 aus der Reihe: Die Kunst der Kunst Therapie;   Sandstein Dresden 2019; ISBN 978-3-95498-526-5

Prof. Dr. Uwe Herrmann studierte Freie Kunst an der FH Hannover, Sozialpädagogik an der FH Hagen, Kunsttherapie an der University of Hertfordshire (PG Dip AT) und London University/Goldmiths College (MA). Er promovierte 2012 an der London University (PhD) über Kunstpsychotherapie mit geburtsblinden Menschen und entwickelte den Bereich Kunsttherapie für blinde und hochgradig sehgeschädigte Menschen am Landesbildungs-zentrum für Blinde in Hannover, wo er seit 30 Jahren praktiziert. Seit 2000 lehrt er parallel am Masterstudiengang Kunsttherapie der Weißensee Kunsthochschule Berlin, seit 2014 als Gastprofessor. Uwe Herrmann ist Mitglied des Wissenschaftskomitees der European Consortiums of Arts Therapies Education (ECArTE), hat Gastvorträge in vielen Ländern der EU, den UK und Südkorea gehalten und hat vielfach publiziert.

 

Rückschau // Vergangene Veranstaltungen /

11/20

  • Poesie und Schreiben in der Kunsttherapie / Dr. Simone Gaiß

Das kreative und biographische Schreiben hilft vielen Menschen, aus ihrer Mitte, spielerisch und doch bedacht zu Wort zu finden. Der sprachliche Ausdruck kann ein vertieftes Erleben der in der bildenden Kunsttherapie entstandenen Werke veranlagen.
Die im Seminar vermittelten praktischen Übungen zeigen exemplarisch, wie Schreibanregungen zur Einladung werden können, eigene Themen gezielt zur Sprache zu führen.

01/21

  • Collage - ein künstlerisches Verfahren in der Kunsttherapie / Prof. Dr. Alexandra Hopf

In der Collage werden Fragmente aus unterschiedlichen Kontexten zusammengefügt. Sie können aus bildnerischem, poetisch-sprachlichem, klanglich-musikalischem, räumlich-skulpturalem und performativem Material komponiert werden.
Aus den besonderen Qualitäten der Collage-Praxis speist sich die kunsttherapeutische Wirksamkeit der Collage. Diese wird anhand von kunsttherapeutischen Kurzvorträgen und Interventionen, künstlerischer Praxis, Partnerübungen und gemeinsamem Diskurs lebendig vermittelt.

02/21

  • Biographie-zentrierte Kunsttherapie / Prof. Dr. Constanze Schulze-Stampa

Bildnerisch-künstlerisches Gestalten unterstützt in hohem Maße die Aktivierung und Transformation von Erinnerungen.
Das Seminar will dazu einladen, sich anhand ausgewählter Methoden und Verfahren aktiv mit dem Potenzial des bildnerisch-künstlerischen Gestaltens, für eine insbesondere metaphorische Bearbeitung und Visualisierung von Erinnerungen auseinanderzusetzen.

03/21

  • Projektive Imaginationen / Prof. Hildrun Rolff

Mit projektiven Imaginationen werden Interventionsformen vorgestellt, die nachhaltige Verankerungen und Transfer-Formen kunsttherapeutischer Wirkweisen in den Alltag der Klient*innen ermöglichen sollen.
Innerhalb des Seminars werden Imaginationen als Vermittler unbewusster innerseelischer Fragen der Imaginierenden und deren semibewusste Umsetzung in künstlerische Ausdrucksformen praktisch erarbeitet.
Darüber hinaus werden Möglichkeiten des Einsatzes der projektiven Imagination als diagnostisches Instrument, als zu erforschendes und Forschung stützendes Erkenntnis-Vehikel der Kunsttherapie vorgestellt.

06/21 

  • Lösungsorientiertes Malen / Bettina Egger

LOM® Lösungsorientierte Maltherapie ist eine kunsttherapeutische Vorgehensweise, welche direkt mit den Anliegen der Malenden arbeitet. Die Anliegen sind im Bereich von unerwünschten Auffälligkeiten und Erinnerungen, unpassendem Verhalten, Trauma, Ängsten, Beziehungskonflikten, störenden Kognitionen, Träumen, Wünschen, Herausforderungen und was immer eingebracht wird. LOM® wirkt in erster Linie auf das Gehirn und bewirkt bleibende Verbesserungen der Lebensqualität. Die Maltherapeutische Arbeit basiert auf standardisierten Erhebungen und der Erfolg der Arbeit wird auf einer Skala von 0 bis 10 am Anfang und am Ende der Arbeit eingeschätzt. LOM® ist mit Studien belegt.

Die Maltherapeut*in schlägt eine ganz bestimmte Vorgehensweise zum vorliegenden Anliegen vor und die Malenden werden während dem Malen jederzeit von ihr/ihm begleitet. Die Vorgehensweise beruht auf drei grundsätzlichen Interventionen und wird in diesem Seminar praktisch umgesetzt. Um den Einstieg zu erleichtern werden zu Beginn des Seminars einige Fälle gezeigt. Die Weiterbildung wird online durchgeführt.

Die Erkenntnisse zur LOM® Methode soll die Teilnehmenden ermutigen, neue Wege der Kunsttherapie in Betracht zu ziehen.

09/21

  • Biographie /  Prof. Dr. Constanze Schulze-Stampa

​​​​​​​Farbspuren und Metaphern der Erinnerung: Interventionen biografisch-zentrierter Kunsttherapie aus verschiedenen Praxisperspektiven

Wesentliches Ziel biografisch-zentrierter Praxis ist es, den sogenannten ´roten Faden´ in Lebensgeschichten sowie Lebensentwürfen (wieder) zu finden, dafür vielfältige Erinnerungs-, Gegenwarts- und Zukunftsbilder zu sammeln, zu erkunden, zu erzählen, zu sichten, zu sichern, sinnstiftend zu gestalten und zu integrieren.

Den Kern des Seminars bilden verschiedene und interdisziplinär begründete Interventionsansätze und Praktiken biografisch-zentrierter Kunsttherapie. Dazu gehören beispielsweise narrativ-therapeutische, transgenerative sowie dialogisch-gestalterische Methoden und Verfahren. Diese sollen praxisnah vermittelt und anhand von einzelnen Experimenten und Übungen, bezogen auf ihre Potenziale und ihre Wirksamkeit mehrperspektivisch reflektiert und diskutiert werden.   

Ausgewählte Anwendungsfelder biografisch-zentrierter Praxis insbesondere aus neueren Bereichen der Gesundheitsförderung und Prävention sollen im Fokus liegen, unter Berücksichtigung verschiedener Ziel- und Altersgruppen.

Das Wichtigste im Überblick

Künstlerisch-wissenschaftliche Weiterbildungen, Kunsttherapie, interdisziplinär Medizin und Psychologie

Umfang
12-15 Stunden á 45 Minuten pro Weiterbildung

Zeiten
4 bis 5 Stunden pro Termin.
Drei Termine an einem wiederkehrenden Wochentag, wenn möglich innerhalb eines Monats.

Teilnahmegebühren
150 € pro Themenreihe
50 € Zertifikatsgebühr

Limitierte Teilnehmerzahl: 25 bis 30 Teilnehmer pro Weiterbildung

Kontakt
Büro künstlerisch-wissenschaftliche Weiterbildungen (Ludger Vogel)
E-Mail: weiterbildung-kunsttherapie@alanus.edu
Telefon: 02222 93211813

Eine Übersicht über das gesamte Weiterbildungsprogramm finden Sie hier.

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