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Projekt „LebensGeschichten“

Zuhören, Verstehen, Wertschätzen 

Biografien von Menschen mit Behinderung

Am Institut für Heilpädagogik und Sozialtherapie führen Bernhard Schmalenbach und Sören Roters-Möller in Kooperation mit Hohenfried e.V. seit dem 1.6.2011 das Forschungsprojekt „LebensGeschichten“ durch.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen Biografien von Menschen mit Behinderung, die in Hohenfried ihre Heimat gefunden haben. Sie werden im Rahmen qualitativer Interviews vor Ort die Möglichkeit haben, ihre Lebensgeschichte, ihre Erinnerungen und ihre biografischen Erfahrungen zu erzählen. Die Gespräche werden dokumentiert und qualitativ ausgewertet mit dem Ziel, subjektive Sinnstrukturen, biografische Konstruktionen und subjektive Bewertungen – auch und insbesondere hinsichtlich der Konfliktfelder zwischen individueller Handlungsstrategie und institutioneller Steuerung – in Erfahrung zu bringen.

Bislang gibt es noch recht wenig fundierte Forschungserkenntnisse dazu, wie Menschen mit Behinderung ihre eigene Biografie erzählen, wie sie ihre Gestaltungsmöglichkeiten und -einschränkungen subjektiv bewerten. Das Projekt möchte diese Lücke füllen und orientiert sich dazu an folgenden leiten den Forschungsfragen: 

Was erfahren wir, wenn Menschen mit einer Behinderung aus ihrem Leben erzählen? 

Wie sehen und bewerten Menschen mit Behinderung sich selbst und ihre Lebensgeschichte? 

Wie sprechen sie über sich, über das, was ihnen wichtig ist, über Erlebnisse des Scheiterns und des Verlustes, über die Barrieren, die sich ihnen in den Weg gestellt haben, über das, was sie glücklich macht? 

Welchen Sinn geben Sie ihrem Leben? Wie erleben Sie Spiritualität? 

Welche Lebensabschnitte und Lebensphasen nehmen sie wahr? 

Wie bewerten und verarbeiten sie objektive zeitgeschichtliche Gegebenheiten?

Wie bewerten und verarbeiten sie den / die Paradigmenwechsel, den Wandel von Leitbildern und Konzepten?

Eine weitere Ebene im Projekt wird die Erkundung und Erprobung geeigneter Bedingungen, Verfahren, Methoden und Vorgehensweisen sein, die eine biografische (Selbst)Erzählung gelingen lassen. Dazu orientiert sich das Projekt an folgenden Fragen:

Verhindern kognitive oder sprachliche Einschränkungen per se einen inneren 'Zugriff' auf die eigene Biografie? 

Unter welchen Bedingungen können Menschen mit Behinderungen über ihre Biografie sprechen? 

Wie müssen biografische Gespräche gestaltet und eventuell auch durch andere Formen der Kommunikation ergänzt werden? 

Welche Methoden / Unterstützungsformen sind hilfreich, um das eigene Leben (wieder) in die Hand zu nehmen?

Für Studierende besteht die Möglichkeit, sich an der Datenerhebung und der Auswertung der transkribierten Interviews zu beteiligen und eigene Forschungsarbeiten an das Projekt anzuknüpfen.

Kontakt:

Projekt „LebensGeschichten“

Institut für Heilpädagogik und Sozialtherapie  

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