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Interview mit unserem Alumnus Benedikt Roth

Benedikt Roth arbeitet im Bereich Transformationsberatung bei TheDive in Berlin.


Wo bin ich & was mache ich?

Seit Januar 2018 bin ich bei TheDive tätig. TheDive ist eine Bewegung und Plattform für lebensdienende Wirtschaft, wo es darum geht, Projekte zu unterstützen, die neues Arbeiten und neues Wirtschaften in die Welt bringen. Wir begleiten Menschen und Organisationen dabei das Kapitel der neuen Entwicklung aufzuschlagen und helfen ihnen, ihr Potential individuell und als Team zu entfalten. Unsere Wirkungsfelder sind Transformationsberatung, Neue Narrative Magazin, NewWork Space Vermietung, NewWork-Raumentwicklung und das Hörbuch "Reinventing Organizations".  

Derzeit habe ich drei Rollen inne: Ich leite das Thema People-Planet-Profit mit dem Ziel TheDive zu einem Vorbild für gelebte Nachhaltigkeit und eine lebensdienliche Wirtschaft zu entwickeln. Dabei nutze ich einen Partizipatorischen Prozessleitfaden für strategisch nachhaltige Entwicklung namens the weave, basierend auf dem Framework for Strategic Sustainable Development.
Darüber hinaus bin ich Teil des Company Development Circle, einem Team aus neun Personen, der als Strategie-Steuerungskreis agiert.
Gemeinsam mit zwei Kollegen bringen wir ein einheitliches Verständnis aller Prinzipien und Begriffe von Selbstorganisation in alle Teams bei TheDive und unterstützen bei der Umsetzung.


Wie kam ich hierhin?

Nach meinem Bachelor an der Alanus Hochschule, den ich im Frühling 2015 erfolgreich absolvierte, reiste ich drei Monate zu verschiedenen "Changemaker" Konferenzen in Europa und meinem ersten Meditationsretreat in den schweizer Bergen. Dabei habe ich gelernt wie wichtig es ist, sich Zeit und Raum für Übergangsphasen zu nehmen, durch das Reisen zu neuen Horizonten zu kommen und die Frage zu stellen: Wer bin ich und was ist meine Arbeit? Wo trifft mein Geschenk für die Welt in Form meiner Fähigkeiten und Potenziale auf den Hunger dieser Welt? 
Kurz darauf erhielten wir mit dem Social Start-Up kartevonmorgen.org ein Stipendium von Ashoka, sodass ich in Teilzeit vom Social Impact Lab Frankfurt aus an diesem Projekt arbeitete. Gleichzeitig packte mich die Krise mit Geflüchteten und ich engagierte mich ehrenamtlich in der Organisation einer Erstaufnahmeunterkunft beim Deutschen Roten Kreuz. Weiterhin beschäftigte mich die Frage, wie wir gute Zusammenarbeit und nachhaltige Praxis in Organisationen zusammenbringen könnten, was mich motivierte als Jüngster bei der berufsbegleitenden IMO Masterclass (Institut für Mensch- und Organisationsentwicklung) über ein Jahr teilzunehmen.
Im Sommer 2016 begann ich das lang ersehnte das Masterstudium in Südschweden mit 40 engagierten Menschen aus der ganzen Welt. Die Themen trafen meinen Kern: Strategic Leadership towards Sustainability (MSLS), mit zwei integrierte Themen: Wie können wir Strategische Nachhaltige Entwicklung von Organisationen begleiten und welche (Selbst-)Führungsfähigkeiten und -Werkzeuge brauchen wir dafür, insbesondere in der stetig wachsenden Komplexität unserer Zeit?
Im Anschluss an diese Zeit, war mir wichtig einen sinnorientierten, co-kreativen und lebendigen Wirkungsort zu finden. Durch eine gute Freundin in Berlin wurde ich auf TheDive aufmerksam. Bisher ist dies, die mit Abstand bereicherndste Arbeitserfahrung, die ich machen durfte und gemeinsam mit meinen Kollegen TheDive weiter zu entwickeln, zu gestalten und zu lernen bereichert mich sehr.


Inwiefern hat mich die Zeit an der Alanus Hochschule geprägt?

Rückblickend sind es drei Bereiche die mich in der Zeit an der Alanus Hochschule stark geprägt haben und für die ich sehr dankbar bin: Vielfalt der Menschen, das Üben (weiter) zu denken, (Selbst-)unternehmerisch zu leben.
Die Vielfalt der Menschen an der Alanus Hochschule sind ein unglaubliches Geschenk. Mit den Freunden im eigenen und den künstlerischen Fachbereichen hatte ich unzählbar viele anregende Dialoge zum Leben, zu "Wirtschaft anders machen" und künstlerische Intelligenz. Die gemeinsame Abende mit Musik, Tanz und Gemeinschaft in einer der vielen WGs oder im Studentengarten waren Höhepunkte für mich. Diese Vielfalt an Perspektiven hat jede Veranstaltung in Studium Generale bereichert, weshalb ich ein echter Fan des Studium Generales war und bin.
Nicht nur bei den Veranstaltungen des Studium Generales bei Philosophen wie Harald Schwätzer und Silja Graupe wurden wir zum "Selber Denken" angeregt, sondern auch durch die Kunst-Projekte mit denen wir Wirtschaft als Ganzes hinterfragten und durch Spezialisierungen wie Institution, Individuum, Organisationen bei Susanne Blazejewski konnte ich meine Wahrnehmung, Reflexion und Gestaltungswillen schulen.
Im Anschluss an das Studium habe ich mir ein Buch mit all meinen Eigenarbeiten, Reflexionen und wissenschaftlichen Texten gebunden, in das ich auch heute noch ab und zu reinschaue. Das Thema meiner Bachelor-Arbeit "Stakeholder Engagement und Nachhaltige Entwicklung" begleitet mich nach wie vor in meiner Arbeit.
Durch Veranstaltungen mit Koryphäen wie Götz Werner (Gründer von dm-drogerie markt), Thomas Jorberg (Vorstand der GLS Bank) und Peter Piechotta (Vorstand der Neuguss Stiftung), aber auch bei Gastvortragenden wie Alexander Schwedeler (ehemaliger Vorstand der Triodos Bank Deutschland und IMO Masterclass Leiter) oder Mathieu van den Hoogenband (ehemaliger CEO von Weleda) fand ich immer wieder Inspiration (Selbst-)unternehmerisch zu denken und zu handeln. Für mich war es dabei immer spannend zu beobachten, ob ich den Menschen als authentisch wahrnehmen und ihm glauben kann. Oftmals gingen diese Vorträge über das "klassische Wirtschaften" hinaus und es kamen Herzensangelegenheiten, wie das Bedingungslose Grundeinkommen zur Sprache, Fehler wurden geteilt, die sich später als wichtiges Lernelement herausstellten. Wir sprachen über Entwicklungsansätze, die hin zu einer öko-zentrierten Wirtschaft führen, bei der Ergebnisse erzielt werden, die dem Wohlergehen aller dienen.
Natürlich die Praxisphasen bei dm-drogerie markt ein wichtiger Teil dieser Zeit, bei der mir diese unternehmerische Haltung ermöglichte im Nachhaltigkeitsmanagement und der Mitarbeiterentwicklung tätig zu werden.

Interview mit unserem Alumnus Benedikt Roth
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