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IKEA Stipendium für Bachelorthesis

Bachelor-Architekturstudent Kevin Osenau erhält ein Stipendium der IKEA Stiftung für die Erarbeitung seiner Bachelorthesis.

Die Stipendien der IKEA Stiftung sind mit 500 EUR monatlich dotiert und werden für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten vergeben. Stipendien werden zur Erstellung von Bachelor- oder Master-Abschlussarbeiten gewährt und verstehen sich in erster Linie als Begabtenförderung. Die Themenstellungen müssen im Rahmen der Satzungszwecke liegen und vorrangig dem Bereich Wohnen, Wohnumfeld und Wohnkultur zuzuordnen sein.

Die Bachelorthesis von Kevin Osenau entwickelt mögliche Low-Budget und DIY-Konzepte zur Steigerung von Wohnqualität und Energieeffizienz in einem ländlich gelegenen Altbau im Landkreis Kusel. Diese sollen einerseits spezifische Hilfestellung bei der Erhaltung dieses spezifischen Gebäudes leisten und andererseits exemplarisch Methoden & Konzepte aufzeigen, die übertragbar sind und mit kleinem Geldbeutel und in Eigenleistung für vergleichbare Gebäude umgesetzt sein können.

Im Sinne dieser Zweiteilung gliedert sich die Arbeit in eine Gegenüberstellung konkreter Wohnformen, Varianten und Maßnahmen für das Gebäude und die allgemeine, exemplarische Fragestellung nach neuen bzw. erneuerten Wohnkulturen in strukturschwachen, ländlichen Regionen.

Während die großen Städte stetig wachsen, immer dichter bewohnt werden und die Mietpreise kontinuierlich steigen, verlieren viele ländliche Regionen an Attraktivität wenn es um die Schaffung von neuem Wohnraum geht. Gleichzeitig stellen die niedrigen Grundstücks- und Immobilienpreise in den abgelegenen Gebieten aber für viele Menschen eine Chance dar, eigenen Wohnraum zu kaufen. Daneben ist das Heimwerkertum ein fester Bestandteil der ländlichen Wohnkultur. Meist erfolgt das "Herumbasteln" an der eigenen, sanierungsbedürftigen, kostengünstigen Immobilie dann aufgrund geringer finanzieller Mittel ohne fachliche Hilfe. Diese Bauten sind zwar oft sehr individuell gestaltet, aber ebenso oft, aufgrund fehlenden Know-How’s schlecht ausgeführt, teurer als nötig, wenig energieeffizient, wenig nachhaltig, illegal oder gar gefährlich. Auch im Bezug auf die Wohnqualität, die Atmosphäre und die Innenarchitektur führt das unstruktrierte „Nach-Und-Nach-Weiterbasteln“ zu einem stetigen „Verschlimmbessern“ der Wohnsituation.

Die Bachelorthesis von Kevin Osenau stellt in diesem Sinne eine konkrete Lösung für ein konkretes Gerbäude auf und zeigt davon ausgehend zugleich übertragbare Methoden auf, die auch Lösungsansätze für andere Gebäude liefern können.