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Fünf Fragen an Michael Brockmann

Michael Brockmann hat seit 2010 zirka 250 Absolventinnen und Absolventen im Studiengang Kindheitspädagogik betreut. Als Lehrkraft für besondere Aufgaben hält er Seminare und nimmt Prüfungen ab, als Studiengangskoordinator im Institut für Kindheitspädagogik betreut er Praxisphasen und berät Studierende. Im Interview beschreibt er seinen vielfältigen Arbeitsbereich und verrät, wer sein Interesse an der Pädagogik geweckt hat.

 

1.       Seit wann sind Sie an der Alanus Hochschule, und was ist für Sie das Besondere?

Im Institut für Kindheitspädagogik bin ich seit August 2010 tätig. Besonders und bereichernd ist für mich das Arbeiten mit den Studierenden und Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich den Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik in all seinen Facetten bis zur heutigen Struktur aufgebaut. Dies war ein sehr vielfältiger und spannender Prozess. Das Ergebnis sind ca. 250 Absolventinnen und Absolventen, die ich in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt habe. Dies ist für mich erfüllend und zukunftsweisend.

 

2.       Welche Aufgaben haben Sie als Lehrkraft für besondere Aufgaben und Studiengangskoordinator im Institut für Kindheitspädagogik?

Mein Arbeitsfeld umfasst die Lehre und Prüfungsabnahme, Studiengangs- und Prüfungskoordination, Projektarbeit, Beratung von Studierenden und Öffentlichkeitsarbeit.

Im Bereich der Lehre unterrichte ich mit viel Begeisterung im Vollzeit- und Teilzeit-Studiengang Kindheitspädagogik das Modul „Pädagogische Diagnostik“ und bereite das Blockpraktikum I „Begegnung mit Kindern und Beobachtung pädagogischer Situationen“ mit den Studierenden vor und nach.

Im Modul „Natur und Umwelt“ liegt der Fokus auf der praktischen Erfahrung in der Natur. Ich organisiere und begleite Exkursionen zu verschiedenen Lernorten wie der Waldschule auf Gut Leidenhausen in Köln, dem Schulbiologischen Zentrum in Köln oder dem Biobauernhof Scheurenhöfchen im Bergischen Land. Darüber hinaus gestalten wir gemeinsam einen Wald-Tag und einen Bach-Tag mit einer Biologin und Kindheitspädagogin. Diese Tage sollen einen Gegenpol zu unserer schnelllebigen und reizüberfluteten Zeit bieten.

Besonders spannend in der Vorbereitung und Durchführung empfinde ich die Seminare aus dem Biografie- und Professionalisierungsprojekt „Die Welt mit Kinderaugen betrachten“. Diese eröffnen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Chance, einen Perspektivenwechsel zu vollziehen.

Ein weiteres Projekt ist „Aktiv Deutsch lernen“. In diesem wird didaktisch und methodisch aufbereitetes Material entwickelt, erprobt und evaluiert, welches insbesondere für Kinder verwendet wird, die nur geringe Deutschkenntnisse und einen Flüchtlings-  bzw. Migrationshintergrund haben. Ein anderes Projekt untersucht die prekäre Situation an Offenen Ganztagsschulen. Dabei richtet sich der Fokus auf folgende Arbeitsfelder: schulisches und außerschulisches Lernen, Betreuung und Förderung sowie Gestaltung sozialer Prozesse. Dieses Projektseminar gestalte und leite ich gemeinsam mit Ulrich Maiwald, Professor für performative Kunst und Sprache.

In der vorlesungsfreien Zeit liegt mein Fokus auf der Erstellung der Semester- und Prüfungspläne für die drei Jahrgänge des Bachelorstudiengangs Kindheitspädagogik. In dieser Zeit führen der Studiengangsleiter Maximilian Buchka, Professor für Sonder- und Kindheitspädagogik, und ich Bewerbungs- und Auswahlgespräche mit Studienbewerberinnen und -bewerbern. Zudem berate ich Studierende in Studien- und Prüfungsangelegenheiten, persönlichen und sozialen Themen, in der Bachelorprüfungsphase und beim Übergang in das Berufsleben.

 

3.       Nehmen wir an, Sie könnten für einen Tag Ihren Arbeitsplatz an der Alanus Hochschule tauschen. Hinter welche „Kulissen“ wollten Sie schon immer mal schauen?

Sehr gerne würde ich hinter die Kulissen der Kunsttherapeuten schauen. Insbesondere würde mich interessieren, wie man mit künstlerischen Mitteln gruppendynamische Prozesse sichtbar machen undanalysieren kann.

 

4.       Welche Menschen inspirieren Sie?

Mich inspirieren die Studierenden des Studiengangs Kindheitspädagogik und der Pädagoge Alexander Sutherland Neill. Die Auseinandersetzung mit seinen Veröffentlichungen hat mein Interesse für die Pädagogik geweckt.

 

5.       Welches Buch schlagen Sie immer wieder auf?

Aktuell fesselt mich das Buch „Das kompetente Kind“ von Jesper Juul. Sowohl seinen Blick auf die Kindheit und auf das Verhalten von Kindern als auch seine angenehme Art, Themen zu erfassen und zu beschreiben, finde ich sehr ansprechend.

Fünf Fragen an Michael Brockmann
© Sina Bennerscheid