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Fünf Fragen an Bianka Mieskes

Die künstlerische Mitarbeiterin und Bildhauerin Bianka Mieskes kümmert sich um die Integration von geflüchteten Menschen an der Alanus Hochschule und arbeitet alleine und gemeinsam mit Studierenden an Kunstprojekten. Wir haben sie gefragt, was sie an unserer Hochschule besonders findet und mit welchen Projekten sie sich zurzeit beschäftigt.

 

Seit wann sind Sie an der Alanus Hochschule und was ist für Sie das Besondere?

Ich arbeite seit 2015 als künstlerische Mitarbeiterin für Bildhauerei, Installation und Medien an der Alanus Hochschule. Das  Arbeitsklima ist außergewöhnlich gut. Gemeinsame Studienreisen und Projekte führen zu einer intensiven Zusammenarbeit und dazu, dass man sich einfach gut kennt.
Daneben schätze ich insbesondere die Freiheit, eigene Ideen einzubringen und zu verwirklichen: Beispielsweise konnte ich die letzten Jahre Studierende mit nach Brasilien nehmen, wo ich als Gastdozentin gearbeitet habe. Es waren internationale Projekte mit Ausstellungen zu sozial brisanten, aktuellen Fragen: 2016 ging es in der Ausstellung: „Not Welcome“ in Fortaleza um die Flüchtlingsfrage, die Verteilung von Arm und Reich sowie die Willkommenskultur. 2017 war in Vitória ein Polizeistreik, bei dem 200 Menschen starben. Dazu konzipierte ich eine Ausstellung zum Thema „fragil – die dünne Haut der Zivilisation“.


 
An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit? 

An der Alanus Hochschule bin ich hauptsächlich in die Lehre eingebunden. In der Bildhauerei ist die Lehre als Blockunterricht organisiert: Mein Aktmodellierkurs ist gerade vorbei. Der Kurs „Landschaft und Skulptur“, den ich dieses Jahr gemeinsam mit Prof. Paul Petry leite, hat kürzlich begonnen. Parallel bereite ich mit Prof. Michael Reisch und Simon Halfmeyer anlässlich des Museumsmeilenfestes eine Ausstellung von Studierenden zum Thema Maske im Kunstmuseum Bonn vor.
Außerhalb der Hochschulaktivitäten habe ich mich kürzlich für ein Mahnmal gegen Gewalt an Frauen beworben. Außerdem kümmere ich mich seit 2016 um die Integration von geflüchteten Menschen an der Alanus Hochschule.

Ihr Lieblingsort auf dem Campus ist...

…die „Bildhauerei“, da hier eine besonders schöne Atmosphäre herrscht: der Bildhauerhof mit immer neuen Skulpturen, die fantastische Aussicht über das Rheintal und die geselligen Feuer abends.

 

Welche Menschen inspirieren Sie immer wieder aufs Neue?

Oh, das sind viele. Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden sind immer wieder inspirierend, deshalb liebe ich die Arbeit an Kunsthochschulen.
Darüber hinaus inspirieren mich viele Künstlerinnen und Künstler: von „Klassikern“ wie Michelangelo und Auguste Rodin über Germaine Richier, Berlinde de Bruyckere, Joseph Beuys, René Francisco bis zu Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit.

 

Welches Buch schlagen Sie immer wieder auf?

Letztes Jahr hat mir Dr. Hartmut Kraft, Honorarprofessor an unserer Hochschule, ein Exemplar seines Buches „Kunst auf Rezept“ geschenkt.
Seitdem habe ich das Buch, an dem viele namhafte Künstler mitgewirkt haben, immer wieder gerne aufgeschlagen für eine Dosis Kunst auf Rezept ;-).

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Reinhard Freyberg Fotografie