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Eine Pionierzeit geht zu Ende

Festakt würdigte Alanus-Gründungsrektor Marcelo da Veiga.

Nach fünfzehnjähriger Amtszeit legt Professor Marcelo da Veiga, Gründungsrektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, sein Amt nieder. Künftig wird er sich wieder verstärkt akademischen Aufgaben an der Hochschule widmen. In den Jahren seiner Amtszeit hat die Alanus Hochschule eine komplexe akademische und institutionelle Entwicklung als Kunsthochschule durchlaufen. Marcelo da Veiga hat diese Entwicklung als Rektor mit Mut zur Innovation, Weitsicht und ausdauernder Tatkraft maßgeblich geprägt. Da Veiga war unter anderem Wegbereiter für die staatliche Anerkennung und brachte den Campus II an der Villestraße auf den Weg.

Mit einem Festakt würdigte die Alanus Hochschule seine herausragende Amtszeit. Ehrengäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt. Darunter war auch Andreas Pinkwart, Rektor der Leipzig Graduate School of Management und ehemaliger NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie. In seiner Rede nannte Pinkwart da Veiga einen „Rektor der eintausend Prozent“. Habe die Hochschule am Beginn seiner Amtszeit 150 Studenten und 14 Mitarbeiter gehabt, seien es nun 1600 Studenten und 230 Mitarbeiter, erläuterte Pinkwart. Wichtiger als diese Quantität sei aber die Qualität des Wirkens des scheidenden Rektors. Da Veiga habe sich „ruhig, umsichtig und entschlossen für die Anliegen der Hochschule eingesetzt“, sagte Pinkwart. Die CDU-Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager, die viele Jahre Vorsitzende des Hochschulkuratoriums war, erinnerte daran, dass die Alanus Hochschule einst als Geheimtipp galt und heute ein Aushängeschild für die Wissenschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg ist. Sie würdigte da Veiga als „faszinierende Persönlichkeit mit Innovation und Forscherdrang“.

„Es ist ein guter Zeitpunkt für mich, das Amt abzugeben und meine akademische Arbeit zu intensivieren. Die institutionellen Strukturen, die über die Jahre entstanden sind sowie die vielen kompetenten Mitarbeiter tragen heute die Hochschule. Nach der intensiven Aufbauphase der letzten Jahre befindet sich die Hochschule nun in einer Konsolidierungsphase“, erklärte da Veiga. Im Rahmen des Festaktes wurden auch Prorektorin Annette Weißkircher und Prorektor Horst Philipp Bauer verabschiedet. Weißkircher lehrt weiterhin als Professorin für Eurythmietherapie an der Alanus Hochschule. Horst Philipp Bauer bleibt der Hochschule bis Ende des Jahres als Professor für Erziehungswissenschaft und berufliche Bildung erhalten.

Das offizielle Verfahren zur Neuwahl für das Amt des Rektors wurde vom Senat der Alanus Hochschule eröffnet. Die Neubesetzung der Position des Rektors ist für 2018 geplant. Dann wird es ein vollständiges Rektorat mit Prorektoren geben. Bis zum Abschluss des Verfahrens hat der Senat Stefan Hasler als kommissarischen Rektor bestimmt. Er tritt sein Amt zum 1. April an.

Stefan Hasler kennt die Hochschule seit vielen Jahren. Von 2003 bis 2015 war er Professor für Eurythmie an der Hochschule und leitete das Fachgebiet Eurythmie. Von 2013 bis 2015 war er außerdem Prorektor der Hochschule. Stefan Hasler wurde 1965 in Zürich geboren und wuchs am Bodensee auf. Mit 15 Jahren begann er als Jungstudent an der Musikhochschule in Basel und studierte in Meisterklassen in Rom und Budapest. Nach dem Diplom folgten internationale Auftritte als Solopianist und als Kammermusiker sowie ein Dirigierstudium am Royal College of Music in London. Im Alter von 24 Jahren entschied er sich für ein Studium der Eurythmie in Den Haag und Hamburg und arbeitete danach als Bühneneurythmist, Lehrer an einer Waldorfschule und Eurythmie-Dozent. Seit 2015 ist Stefan Hasler Leiter der Sektion für redende und musizierende Künste am Goetheanum in der Schweiz.

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