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Blick in Richtung Zukunft

Zehnjähriges Jubiläum des Fachbereichs Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft

Die Künstlerischen Therapien sind mit ihrer rund 100-jährigen Geschichte eine vergleichsweise junge Therapieform. Etabliert haben sie sich in pädagogischen, klinischen und sozialen Praxisfeldern und kommen in Schulen, Kliniken, in der Kinder- und Jugendheilkunde und in der Flüchtlingshilfe zum Tragen. 2017 feiert der Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft sein zehnjähriges Bestehen - viel wurde erreicht und die Ziele für die Zukunft sind ehrgeizig: Mit dem Auf- und Ausbau des Forschungsinstituts für Künstlerische Therapien/Research Institute for Creative Arts Therapies (RIArT) sollen die Berufsfelder weiter etabliert und die offizielle Anerkennung der künstlerischen Therapieformen ausgebaut werden.

Lehre und Forschung verbinden

"Vor zehn Jahren wurden im Fachbereichdie beiden Masterstudiengänge Kunsttherapieund Eurythmietherapie eingeführt. Bereits zuvor gab es innerhalb der Bildenden Künste einen kunsttherapeutischen Schwerpunkt", erinnert sich Harald Gruber, Professor für Kunsttherapie und Leiter des Fachbereichs. "Unser Jubiläum nehmen wir zum Anlass, innezuhalten und im Gespräch der Frage nachzugehen, wie unsere Ausbildung auf die berufliche Praxis vorbereitet und mit welchen Herausforderungen sich die Künstlerischen Therapien heute im Gesundheitswesen konfrontiert sehen." Bei einem aktuellen Jahresvolumen von rund 352 Milliarden Euro an Gesundheitsausgaben in Deutschland gehe es immer stärker darum, die Evidenz der einzelnenTherapiemethoden wissenschaftlich zu überprüfen und somit den Mehrwert aller Therapieformen fundiert zu belegen. "In diesem Prozess befinden wir uns auch mit den Künstlerischen Therapien."

Mit seinen Studienangeboten spricht der Fachbereich Berufstätige, die bereits in künstlerischen, sozialen oder in gesundheitsbezogenen Berufsfeldern arbeiten an sowie Personen, die eine geeignete Grundqualifikation absolviert haben. Nadja Fernandes, die 2016 ihren Abschluss machte und seither auch als Kunsttherapeutin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig ist, berichtet:"Das Studium an der Hochschule war nicht nur fundiert, sondern durch seinen hohen Praxisanteil besonders zeitintensiv. Geprägt haben mich die Studienjahreauch dahingehend, dass ich meine Persönlichkeit als Therapeutin ausbilden konnte."

"Sinnliche Erfahrung als Erkenntnis"

Neben der Forschung zeigt der Fachbereich auch, was Künstlerische Therapien heute leisten. Harald Gruber zeichnet ein simples und doch einleuchtendes Bild: "Wenn Kinder Laufen lernen, ziehen sie sich an Gegenständen hoch, versuchen zu stehen, wagen einen Schritt und fallen wieder um. Sie lernen das Laufen, indem sie mit dem Laufen Erfahrungen machen. Kein Kind lernt das Laufen, indem es darüber nachdenkt, wie es Laufen lernt." Das Prinzip der Erfahrung als Erkenntnis wohnt der Kunst und den Künstlerischen Therapien explizit inne. Elvira Schmitz arbeitete bereits viele Jahre als Künstlerin und Referentin in der Erwachsenenbildung für bildende Kunst und Kunsttherapie, bevor sie ihr Masterstudium aufnahm. Sie betont, wie wichtig die Selbsterfahrung sei, um in ihrem Beruf fundiert tätig werden zukönnen. "Das Studium hat mir zudem die Möglichkeit geboten, die Ausdrucksvielfalt verschiedener Materialien und deren therapeutische Einsatzmöglichkeiten kennenzulernen und vermittelte die dafür notwendigen theoretisch-wissenschaftlichen Grundlagen." Mit den Weiterbildungen zur Gesprächsführung und künstlerisch-therapeutische Beziehungsgestaltung und der Kunsttherapie im klinischen-ambulanten Bereich beschreitetder Fachbereich neue Wege und wappnet sich für die Zukunft.

Blick in Richtung Zukunft
Nola Bunke
Nola Bunke
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