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Linie Sozial orientiertes Geldwesen - Schenkgeld -- No. 43 | 10 -- 05.11.2010 - 06.11.2010

„Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch Bilder von einer Zukunft, die wir wollen“
(Wilhelm Ernst Barkhoff, Mitbegründer GLS Treuhand und GLS Bank)


Wir alle wissen: Geld allein macht nicht glücklich. Trotzdem: das Streben nach immer mehr Geld regiert und ruiniert die Welt. Davon zeugen globale Finanzkrisen mit dramatischen Folgen für Mensch und Natur. Aber auch im kleineren Maßstab bedroht die Suche nach finanziellem Gewinn oft unser langfristiges Wohlergehen. Die meisten Unternehmen investieren in Projekte, die finanziell vielversprechend sind, nicht in die auch ökologisch nachhaltigen. Und viele von uns kennen das Gefühl sich auch im Privaten von ökonomischen Sorgen leiten zu lassen, nicht von sozialen Bedürfnissen. Entsprechend gilt leider: vor der Krise ist nach der Krise – auf allen Ebenen.
(Wie) können wir aus diesem Zyklus ausbrechen? (Was) kann der oder die Einzelne dazu beitragen? (Was) hält uns davon ab nachhaltig anders mit Geld umgehen? (Wie) können wir uns von alten Denkweisen befreien, um Geld „neu“ zu begreifen? (Wie) können wir lernen Geld nicht mehr als (Selbst-)Zweck zu verstehen, sondern als Mittel zur Gestaltung einer nachhaltigeren Welt?
Wir haben auf diese Fragen natürlich keine abschließenden Antworten. Aber wir wissen, dass es eine Reihe von initiativen Menschen und Unternehmen gibt, die an solchen Antworten arbeiten und sich um eine neue Kultur im Umgang mit Geld bemühen, Dazu gehört nicht zuletzt die „Kultur des Schenkens“, dem in einem im sozial orientierten Geldwesen eine zentrale Rolle zukommt. Wir wollen einige dieser inspirierenden Beispiele vorstellen, um darauf aufbauend gemeinsam erste Schritte in Richtung eines individuellen Perspektivwechsels mit Blick auf unseren Umgang mit Geld zu tun. Hierfür werden neben dem reinen Faktenwissen auch andere Kompetenzen erforderlich sein, wie z.B. Bewusstsein, Empathie, Reflexivität und – sehr wichtig - Kreativität.
Entsprechend wird die Veranstaltung, die sich an alle Menschen mit Interesse an einem anderen Umgang mit Geld richtet, gemeinsam von Fachleuten aus dem Bereich des alternativen Geldwesens und von Künstlern angeboten.

Ein Seminar in Zusammenarbeit mit dem link_fenster Institut for Social Banking

Für Menschen mit Interesse an einem anderen Umgang mit Geld
Termin: 05. November - 06. November 2010
Zeiten: Fr 16.00 - 20.00 Uhr
Sa 9.00 - 17.00 Uhr
Kosten: 150,- Euro
Dozenten: Michael Lieberoth-Leden - Kompass GmbH / Bochum, Projektberatung, Mitarbeit GLS–Gemeinschaftsbank, Dresdner Bank, seit 1991 tätig im sozialen Bankwesen
Dr. Sven Remer - Institute for Social Banking, Bochum, Dipl. Biologe, Dipl. Ökologe, MBA, Dozent Cass, Business School London, Schwerpunkt Unternehmensgründung, Finanzierung, Beratung Umweltmanagement
 
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