Vom 26. bis zum 29. Juni zeigten die Studenten aus dem 3. Studienjahr Schauspiel allabendlich das Stück "Kleiner Mann, was nun?", nach dem Roman von Hans Fallada, bearbeitet von Gil Mehmert und Volker Bürger. "Eine rundum gelungene Inszenierung" lobt der General-Anzeiger aus Bonn.





Das Stück zeigt eine Geschichte wie sie aktueller nicht sein könnte:
Sie erzählt vom gesellschaftlichen Absturz einer jungen Familie, die
während der Weltwirtschaftskrise um ihr finanzielles und emotionales
Überleben kämpft.
Der 1932 erschienene Roman «Kleiner Mann - was nun?» von Hans Fallada ist vor allem ein Roman über die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor der Ausgeschlossenheit aus der Gesellschaft.
„Raus aus der Angst“ ist Pinnebergs großer Wunsch. Der rechtschaffene Angestellte verliert unverschuldet seine Stellung. Ein Umzug in die Großstadt bringt neue Hoffnung: der halbseidene Freund der Mutter verschafft Pinneberg Arbeit als Verkäufer im Textilwarenhaus - doch nach der Geburt seines Sohnes kann er seine Quote nicht mehr halten. Er wird entlassen, ein weiteres Mal muss die junge Familie umziehen. In einer Gartenlaube schaffen sie es dennoch zu überleben und trotz all der Schicksalsschläge, die ihnen passieren, halten sie aneinander fest. Sie sind Helden des Alltags: Johannes Pinneberg und seine Frau Emma „Lämmchen“ Mörschel.
„Mit der Liebe in gefühlskalten Zeiten will sie ihren arbeitslosen Mann vor der gänzlichen Isolation und Vereinsamung bewahren. Hinter der ärmlichen Erscheinung der großen Frau des kleinen Mannes verbirgt sich – wie bei Aschenputtel – die Schönheit und Weitherzigkeit einer Märchenkönigin“ (Paul Michael Lützeler) - „Das macht die Kraft dieses Romans aus: dieser unbedingte Glaube an die Liebe“ (Luc Perceval).
Es spielten: Nina Goldberg, Frederike Turek, Fabian Kloiber, Martin Küpper, Florian Stern
Inszenierung: Michael Schwarzmann
Musik: Lutz Schneider
Choreographie: Annabel Cuny
Videos: Rene Harder
Licht und Ton: Stephan Kraske
Die Aufführungsrechte liegen beim Verlag Felix Bloch Erben, Berlin