Zertifikatskurs Anthroposophie

Vertiefungsangebot für Studierende

Die Alanus Hochschule wurde 2002 gegründet und im Oktober des gleichen Jahres vom Land Nordrhein-Westfalen als Kunsthochschule anerkannt. Mit der staatlichen Anerkennung verbindet sich die Aufnahme künstlerischer und wissenschaftlicher Studiengänge. In ihrer Entstehung geht die Hochschule auf eine in den 1990er Jahren gegründete, staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung für freie Kunst mit vorwiegend anthroposophischem Charakter zurück, die wiederum aus einer in den 1970er Jahren gegründeten freien Kunststudienstätte der musischen und bildenden Künste hervorgegangen ist. Ein Aspekt des identitätsbildenden Selbstverständnisses der Hochschule bezieht sich weiterhin auf das Denken und das Werk Rudolf Steiners. Ein Forschungsschwerpunkt ist aus diesem Grund die diskursorientierte Auseinandersetzung damit.

Aus diesem Impuls heraus werden in den verschiedenen Studiengängen fachspezifische Einblicke in anthroposophisches Denken gegeben, innerhalb des Studium Generale können sich die Studierenden mit den Grundlagen des Welt- und Menschenbildes der Anthroposophie auseinandersetzen. Aber worum handelt es sich genau, was steckt in der Tiefe hinter einem anthroposophischen Impuls?

Seit dem Herbstsemester 2013 gibt es für interessierte Studierende einen Zertifikatskurs Anthroposophie, der über die bisherigen Angebote hinaus dazu einlädt, sich neben dem Fachstudium vertieft mit Fragen der anthroposophischen Erkenntnisgewinnung und einer individuellen Persönlichkeitsschulung zu beschäftigen. Dezidiert angedacht ist es, den Studierenden Raum für ihre Fragen zu geben und das Seminarangebot danach auszurichten.

Zu den Themengebieten der Erkenntnisgrundlagen, des Welt- und Menschenbildes, des Schulungsweges und des anthroposophischen Gesellschaftsimpulses gibt es Raum für studiengangspezifische Themen (Pädagogik, Betriebswirtschaft, Architektur und Kunst) und ein selbstverantwortetes Projekt.

Der Umfang des Zusatzangebots beläuft sich auf sechs Semester. Etwa ein Drittel der Seminare kann über das reguläre Angebot des Studium Generale abgedeckt werden, ein Drittel des Zertifikatskurses Anthroposophie besteht aus zusätzlichen Angeboten und ein Drittel setzt sich aus dem individuellen Studium, das in Begleitung eines Dozenten stattfindet, zusammen.

Dokumentiert wird der Kursverlauf in einem Studienbuch. Neben der mündlichen Mitarbeit, Vor- und Nachbereitung der Seminarstunden sowie der Übernahme von Referaten oder Protokollen, sollen jeweils am Ende des Semesters Eigenarbeiten in Form eines Portfolios erstellt werden. Nach Einreichung einer schriftlichen Abschlussarbeit zu einem selbst zu wählenden anthroposophischen Themengebiet wird ein Zertifikat ausgegeben.

Ziel des Zertifikatskurses Anthroposophie ist es, über einen Einblick in die anthroposophische Erkenntnisbildung hinaus, einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen anzubieten, der jedoch ein lebenslanges Studium nicht ersetzt.

Zu den Dozenten des Zertifikatskurses Anthroposophie zählen u. a. Paula Bleckmann, Maximilian Buchka, Axel Föller-Mancini, Wolf-Ulrich Klünker, Jost Schieren, Bernhard Schmalenbach, Pieter van der Ree, Marcelo da Veiga und Johannes Wagemann. Als Gastdozenten wirken u. a. Christof Wiechert, Bernd Rosslenbroich und Bodo von Plato mit.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Jost Schieren
Tel. 0 22 22 93 21-15 66
jost.schieren(at)alanus.edu

 

 

 
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