Studie zur Wirkung Kultureller Bildung auf die Kreativität im fünften Schuljahr

   
Kunst, Musik, Tanz und Theater – Kulturelle Bildung bietet vielfältige Möglichkeiten, um im sozialen Miteinander aktiv und kreativ zu werden und eigene Stärken zu erkennen und weiter auszubauen. Eigene Ideen zu entwickeln und künstlerisch umzusetzen schafft Selbstvertrauen und Kreativität. Bislang wurde in der Forschung jedoch vorwiegend die Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern in Verbindung mit Schule und Unterricht in den Blick genommen. Dass aber für eine positive Entwicklung der Schüler/-innen auch die Kreativität entscheidend ist, wurde bisher wenig berücksichtigt.

Im Forschungsprojekt KuBiK5 untersuchen wir, welche Wirkungen schulische wie außerschulische Bildungsangebote im kulturellen Bereich auf die Kreativität der Kinder haben, um die Bedeutung der Kreativität – in Verbindung mit Kultureller Bildung – genauer in den Blick zu nehmen.

Das Forschungsprojekt „Wirkung Kultureller Bildung auf Kreativität im fünften Schuljahr“ ist ein Kooperationsprojekt der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft (Jun.-Prof. Dr. Nicole Berner) und der Universität Kassel (Dr. Caroline Theurer, Prof. Dr. Frank Lipowsky) und Teil des „Forschungsfonds Kulturelle Bildung. Studien zu den Wirkungen Kultureller Bildung“ – ein Projekt vom Rat für Kulturelle Bildung e.V., gefördert durch die Stiftung Mercator.

Was verstehen wir unter Kultureller Bildung?

Kulturelle Bildung ist ein unerlässlicher Bestandteil einer umfassenden Bildung. Sie kann sowohl im schulischen als auch außerschulischen Umfeld der Schülerinnen und Schüler stattfinden.
In der Schule sind es meist die Fächer Kunst, Musik oder Sport, in denen die Schüler/-innen mit Kultureller Bildung in Berührung kommen und sich entfalten können. So wird gezeichnet, geformt und gemalt, es werden Museen  besucht, es wird Theater gespielt oder im Fach Musik lernen die Schülerinnen und Schüler große Komponisten und deren Musik kennen. Darüber hinaus gibt es Angebote, die von der Schule organisiert sind, aber außerhalb des schulischen Curriculums stattfinden: hier wäre der Schulchor oder die Theater-AG zu nennen.

Neben diesen schulischen Angeboten gibt es auch eine Reihe von außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten, die Kinder wahrnehmen können: von der Musikschule und Jugendkunstschule über Ballett, modernen Tanz und Breakdance bis hin zu museumspädagogischen Angeboten.
Uns interessiert, in welcher Weise und Intensität Schülerinnen und Schüler derartige Angebote wahr-nehmen und wie sich diese auf die Kreativität auswirken.

Hauptfragestellungen

  • Wie entwickelt sich die Kreativität von Schülern/-innen im fünften Schuljahr?
  • Wie hängen die Nutzung schulischer und außerschulischer Angebote Kultureller Bildung mit der Kreativitätsentwicklung der Schüler/-innen zusammen?
  • Welchen Einfluss hat Kulturelle Bildung auf andere personale Kompetenzen (z. B. Ausdauer und Motivation) und wie wirkt sich dies auf die Kreativität der Schüler/-innen aus?

Aufbau der Studie

Um die Fragestellungen zu beantworten werden ca. 40 Schulklassen aus den Regionen Bonn/Rhein-Sieg-Kreis und Kassel befragt.

Zu zunächst zwei Erhebungszeitpunkten (Beginn des fünften und sechsten Schuljahres) wird die domänenübergreifende Kreativität der Schüler/-innen erfasst. Um möglichst differenzierte Aussagen über Wirkmechanismen treffen zu können, werden auch affektiv-motivationale Merkmale wie beispielsweise das kreative Selbstkonzept oder die Motivation der Schüler/-innen erfragt. Kontrollierend werden kognitive Grundfähigkeiten sowie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale der Schüler/-innen erhoben. Ein Elternfragebogen soll darüber hinaus Informationen über familiäre Einstellungen zur Kulturellen Bildung  der teilnehmenden Schüler/-innen liefern.

Projektverantwortung

Jun.-Prof. Dr. Nicole Berner, Dr. Caroline Theurer, Prof. Dr. Frank Lipowsky

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Weitere Informationen zum Download

Pressemitteilung
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