Persönlichkeitsbildung in der Ausbildung von ErzieherInnen und KindheitspädagogInnen: Ein Vergleich von akademischen Studiengängen und Fachschulstudiengängen

Gravierende Veränderungsprozesse kennzeichnen in Deutschland seit einigen Jahren das Feld der Qualifizierung von pädagogische Fachkräften für die Altersgruppe von 0 bis 10 bzw. 12 Jahren. Hierbei wirken politische, institutionelle, strukturelle und inhaltliche Aspekte zusammen: Zeitgleich findet zum einen eine Ausweitung der Anforderungen an frühkindliche Bildung statt, die sich auch in den KiTa-Gesetzen der Bundesländer niederschlägt, zum anderen wird die Professionalisierung und Akademisierung der Ausbildung vorangetrieben.

Persönlichkeitsbildung wird dabei als fundamental für eine professionelle Handlungsfähigkeit von ErzieherInnen und KindheitspädagogInnen angesehen. Entsprechend gilt sie als Bildungsziel in der Diskussion um die Reform der klassischen ErzieherInnenausbildung. Die allgemeine Berufspädagogik bietet zwar theoretische Überlegungen, wie dieses Lernziel für pädagogische Fachkräfte erreicht werden soll, gleichwohl gibt es aber keine empirisch fundierten didaktischen Ansätze und Methoden zur konkreten Umsetzung dieses Ziels. Auch die Bedeutung eigener biographischer Erfahrungen für die Handlungspraxis kindheitspädagogischer Fachkräfte ist in diesem Zusammenhang nur unzureichend erforscht.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht daher die Frage, wie in der akademischen und nichtakademischen Ausbildung von kindheitspädagogischen Fachkräften die als zentral herausgestellte Aufgabe der Persönlichkeitsbildung angestrebt wird, und welche Resultate diesbezüglich zu verzeichnen sind.

In der ersten Phase des Projektes erfolgte eine Analyse der curricularen Inhalte zur Persönlichkeitsbildung in den kindheitspädagogischen Studien- / und Ausbildungsangeboten.

In der zweiten Projektphase sollten die Sichtweisen verschiedener Akteure (Lehrende, Studierende, Absolventen) hinsichtlich der Ausbildung professioneller Handlungskompetenz erhoben werden. 

Projektleitung: Prof. Dr. Janne Fengler, Prof. Dr. Charlotte Heinritz (†), Dr. Alexander Röhler 

Projektmitarbeiterin: Dr. Stephanie Conein 

Das Forschungsprojekt wurde aus Drittmitteln gefördert.

 
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