KLAUS - Kunstlabor an und mit Schulen

 

Wer ist Klaus?                                              

Der Name KLAUS steht für „Kunstlabor an und mit Schulen“. Das vielseitige Projekt wird am Institut für Schulpädagogik und Lehrerbildung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft durchgeführt. KLAUS ist Teil des Programms Kunstlabore der forum k&b, gefördert durch die Stiftung Mercator.
Gute kulturelle Bildung in der Schule für alle Kinder und Jugendliche ─ das ist das Ziel des gesamten Programms Kunstlabore. In diesem Rahmen entwickeln fünf erfahrene Projektpartner aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik, Tanz und Theater Kulturangebote mit ausgewählten Schulen so weiter, dass andere Schulen von den Erfahrungen lernen und selbst aktiv werden können. Das Projekt KLAUS läuft bis Ende 2018.

Ein Atelier in der Schule

Im ersten Jahr, der Laborphase, wird in zwei Schulen ein Raum als Atelier eingerichtet. Die Künstlerinnen Magdalena von Rudy, Theresa Herzog und Sabrina Azizi arbeiten im Rahmen eines Artist in Residence-Programms vor Ort in einer gelebten Ateliersituation. Das Atelier ist regelmäßig für alle Schüler_innen und Lehrer_innen geöffnet. Alle sind eingeladen, sich durch die Arbeit der Künstlerinnen und die vorhandenen Materialien inspirieren und überraschen zu lassen sowie selbst aktiv zu werden. Darüber hinaus werden künstlerische Projekte an und mit der Schule durchgeführt.

Entwicklung von didaktischen Materialien

Über die praktische Auseinandersetzung mit Kunst in einem eigenen Atelier in der Schule entstehen im Kunstlabor KLAUS Materialien für qualitätsvolle kulturelle und künstlerische Bildungsangebote   -  beispielsweise Videos, Fotostrecken oder Checklisten. Diese werden anschließend im zweiten Teil, der Transferphase, an ca. 5 weiteren Schulen erprobt. Nach einer Auswertung der Erfahrungen werden die Materialien Schulen als Wegweiser und Inspiration kostenfrei zur Verfügung gestellt. So soll nachhaltig gewährleistet werden, dass kulturelle Bildung über die ästhetischen Fächer hinaus allen Kindern und Jugendlichen in der Schule auf qualitativ hohem Niveau ermöglicht werden kann. Besonders wichtig ist hierbei, dass die Schulen diese Materialien im Regelbetrieb des Unterrichts- und Schulprogramms selbstständig anwenden können.

Wissenschaftliche Begleitung

Das „Kunstlabor an und mit Schulen“ wird über die Labor- und Transferphase hinweg wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Begleitung fragt nach der Qualität künstlerischer Bildung. Ziel ist es, Qualitätsaspekte für künstlerische Bildung an und mit Schulen abzuleiten und für die Anwendung an Schulen fachübergreifend und fachgebunden transferierbar zu machen.
Hierzu werden an dem Projekt KLAUS teilnehmende Personen befragt in Bezug auf künstlerische Prozesse und Bildungsmomente. Unterschiedliche Ebenen werden hier berücksichtigt: Schüler_innen, Lehrer_innen und Künstler_innen. Weiter werden über Prozess- und Fallbeobachtungen sowie Fallanalysen, Interviews, Gruppendiskussionen und Prozessportfolios wissenschaftlich fundierte Qualitätsaspekte künstlerischer Bildung untersucht. Dabei sind zunächst die Kategorien Person, Raum und Zeit forschungsleitend.

ZIELE...

… in der Laborphase

  • einen offenen Gestaltungs-und Möglichkeitsraum für selbstständiges, selbstbestimmtes, stundenplanunabhängiges (oder -übergreifendes) und bewertungsfreies künstlerisches Arbeiten in der Schule schaffen
  • den Schüler_innen die Möglichkeiten bieten, künstlerische Arbeits- und Denkweisen kennenzulernen
  • Persönlichkeitsentwicklung und Erweiterung von Ausdrucksmöglichkeiten der Schüler_innen (Bildkompetenz, Rezeption und Produktion)


… bei der Entwicklung der didaktischen Materialien

  • spartenspezifische und spartenübergreifende Kriterien für qualitätsvolle kulturelle Bildung definieren
  • gelingende Prozesse und Methoden auswerten und so darstellen, dass die entstehenden Materialien die wesentlichen Kriterien transportieren und diese transferierbar gemacht werden können
  • die anwenderfreundlichen Materialien allen Schulen zur Verfügung stellen
  • die Haltung der Lehrpersonen berühren und nachhaltig prägen


… im Gesamtprojekt

  • Kulturelle Bildung an allen Schulen etablieren und leichter umsetzbar machen
  • Kinder und Jugendliche erreichen, die bisher keinen oder wenig Zugang zu kultureller Bildung hatten
  • eine wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung und Auswertung der Ergebnisse gewährleisten

Beteiligte Personen

Koordinationsteam und wissenschaftliche Begleitung

Prof. Dr. Nicole Berner
Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz
Institut Sekundarstufe I und II
Co-Leitung Professur Fachdidaktik Kunst & Design

Sandra Jasper
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Koordination)

Praxisteam

Diemut Schilling
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Professorin für Zeichnung und Druckgrafik
(Projektleitung)

Magdalena von Rudy
Künstlerin

Sabrina Azizi
Künstlerische Mitarbeiterin

Theresa Herzog
Künstlerische Mitarbeiterin



Kontakt
Sandra Jasper
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Bildungswissenschaft,
Institut für Schulpädagogik und Lehrerbildung
Villestraße 3
53347 Alfter
Tel.: +49 (0)2222 93 21 15 38
E-Mail: sandra.jasper(at)alanus.edu

Aktuelles sowie alle weiteren Informationen
zum Projekt und zur Teilnahme in Kürze unter:
www.klaus-kunstlabor.de

 
BG1