Kunst und Wissenschaft an zwei Standorten
Alfter, 14. September 2009
Heute wurde der Campus II der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn feierlich eröffnet. „Die Hochschule hat es geschafft, sich in wenigen Jahren zu einer renommierten Kunsthochschule zu entwickeln und selbstbewusst ein eigenes Profil zu entwickeln“, betonte Dr. Michael Stückradt, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Innovations- und Wissenschaftsministerium und hob hervor, dass die Eröffnung des neuen Campus zeige, „wie erfolgreich dieses Angebot angenommen wird“.






Finanziert wurde der Campus-Neubau in Alfter bei Bonn von der Software
AG-Stiftung, die als Bauherr 14 Millionen Euro in das Projekt
investiert hat. Peter M. Schnell, Stifter und Vorstandsvorsitzender der
Software AG-Stiftung, ist vom Konzept der Hochschule überzeugt: „Mit
dem Bau des Campus II in Alfter werden die Möglichkeiten der Alanus
Hochschule wesentlich und attraktiv erweitert.“ Die Software
AG-Stiftung fördere die Hochschule aufgrund ihres innovativen
Studienangebotes und der einmaligen Synthese aus Wissenschaft, Kunst
und Wirtschaft, so der Stifter.
Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule, freut sich vor allem
für die rund 550 Studenten und für die Mitarbeiter der Alanus
Hochschule: „Mit der Verdopplung der Campusfläche durch den Neubau
werden die Studien- und Arbeitsbedingungen erheblich optimiert.“ Die
Hochschule sei nun noch besser zu erreichen und werde in der Region vor
allem auch sichtbarer. Er dankte dem Investor und allen Förderern, die
es ermöglichen, „die Verbindung von Kunst und Wissenschaft als
Nährboden für anspruchsvolle Lehre und Forschung auszuweiten und neue
Akzente in der Vielfalt der Bildungslandschaft Nordrhein-Westfalens zu
setzen“. Der neue Campus werde zudem dem erweiterten Studienangebot und
den steigenden Studentenzahlen gerecht. Die zusätzlichen modernen und
hellen Gebäude schafften die Voraussetzung für ein weiteres Wachstum
der Hochschule. Seit der Aufnahme des Studienbetriebs als
Kunsthochschule Ende 2002 hat sich die Zahl der Studenten stetig
erhöht. Zukünftig soll die Zahl auf rund 800 steigen.






Das neue 25.000 Quadratmeter große Areal ergänzt den Campus I, den
Johannishof, einen ehemaligen Gutshof am Rand des Naturschutzgebietes
Kottenforst, in dem die Hochschule 1973 als Kunststudienstätte
gegründet wurde. Auf dem neuen Campus werden vor allem die
wissenschaftlichen Fächer BWL, Pädagogik, Kunstdidaktik, Kunsttherapie
und Architektur gelehrt, während auf dem Campus I bildende und
darstellende Künstler ihre Ateliers und Probenräume finden.
Für einen regen Austausch zwischen den zwei Standorten sorgen
interdisziplinäre Projekte, bei denen Studenten und Dozenten der
verschiedenen Fachrichtungen zusammenarbeiten. Auch die Veranstaltungen
des Studium Generale, die von allen Studenten besucht werden, finden an
beiden Standorten statt. Diese geistes- und kulturwissenschaftlichen
Lehrveranstaltungen ergänzen das fachspezifische Studium und sollen für
den Blick über den Tellerrand des eigenen Fachs weiten.
Die Alanus Hochschule ist als Kunsthochschule staatlich anerkannt. Sie
bietet Studiengänge in den Fachbereichen Bildende Kunst, Darstellende
Kunst, Architektur, Wirtschaft, Künstlerische Therapien und
Bildungswissenschaft an. Die Abschlüsse aller Studiengänge sind denen
staatlicher Universitäten und Kunsthochschulen gleich gestellt.