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Alanus Hochschule gründet Forum Kunsttherapie für Region Köln/Bonn
Alfter, 5. November 2009

„Dimensionen des Vergessens und Erinnerns - Kunsttherapie bei dementiell erkrank-ten Menschen“ – das war das Thema einer Tagung der Alanus Hochschule, die den Auftakt für ein Forum Kunsttherapie in der Region Köln/Bonn darstellt. Künftig wird die Hochschule regelmäßig Fachgespräche und jährlich eine Tagung zu verschiedenen Themen der künstlerischen Therapien und ihren medizinischen wie sozialen Anwendungsbereichen organisieren.

An der ersten Veranstaltung zum Thema Demenz nahmen mehr als 120 Teilnehmer, mehrheitlich aus der Region Bonn-Rhein-Sieg teil. Das goße Interesse an der Veranstaltung zeige wie aktuell das Thema sei, so Harald Gruber, Professor für Kunsttherapie an der Alanus Hochschule. Vier bis acht Prozent der Bevölkerung über 65 Jah-ren leiden an einer Form von Demenz, davon alleine 300.000 in Nordrhein-Westfalen.

Acht Referenten gaben dem Publikum Einblicke in die Bereiche der Medizin, der Pflege und der spezifischen Möglichkeiten der Kunsttherapie. Die unterschiedlichen Beiträge zeichneten ein lebendiges Bild davon, wie sehr an Demenz erkrankte Menschen unter ihrer Erkrankung leiden, auch wenn sie dies selbst nicht mehr äußern können. Der Einsatz der Kunsttherapie in der Betreuung ermögliche einen anderen Zugang der Begegnung und des Ausdrucks. Kunst könne gleichzeitig aber auch ein Mittel der Therapie sein, da sie den Patienten sinnliche Erfahrungs- und Handlungsfelder eröffnet, die nicht durch den beschwerlichen Alltag geprägt sind. Die Kunst stelle unmittelbar eine Ebene von Gemeinsamkeit und Wahrnehmung her, die zu einer neuen Art der Kommunikation führe.

Im Atelierhaus auf Campus 2 der Alanus Hochschule, Villestraße 7, ist bis zum 7. November noch die Ausstellung „Ich will Freiheit beim Malen“ mit Bildern von Eberhard Warns, eines demenzkranken Malers zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen bei Ulrike Stüttgen, Tel. (0 22 22) 93 21 1800