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Sehr geehrte Nutzer­innen und Nutzer der STUDICA-Website,

wir heißen Sie herzlich Willkommen auf der Website des Forschungs- und Entwicklungsprojekts STUDICA. Sie beschreibt den wissenschaftlichen Kontext und einige Hintergründe des Projekts aus der ersten sowie zweiten Förderphase.

In Phase I (10.2011 bis 03.2015) hat die Alanus Hochschule mit zwei Auftragnehmern zusammengearbeitet, nämlich mit dem Verein der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung in München (mehr) und mit dem Institute for Social Banking in Bochum (mehr).

-> Zu den Publikationen aus der ersten Förderphase

In Phase II (04.2015 bis 09.2017) wird STUDICA als Verbundprojekt weitergeführt. Projektträgerin und Verbundkoordinatorin ist weiterhin die Alanus Hochschule. Der Verein der GAB München ist jetzt Verbundpartner und übernimmt hauptsächlich Evaluationsaufgaben (mehr). Neu hinzu gekommen ist das Institut für Berufs- und Erwachsenenbildung (IfBE) der Leibniz Universität Hannover, das sich mit Fragen der Anerkennung von Lernleistungen und dem Beitrag von STUDICA zur professionsorientierten Beruflichkeit beschäftigt (mehr). Und ebenfalls neu im Verbund ist der Virtuelle Campus Rheinland-Pfalz (VCRP), der STUDICA bei der Einführung und Nutzung digitaler Lernformen unterstützt (mehr).

Das Verbundprojekt wird in der zweiten Phase im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

-> Zu den Veröffenltichungen aus der zweiten Förderphase

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unseren Veröffentlichungen. Für weitere Infomrationen stehen Ihnen gern auch die Mitgleider unseres Projektteams persönlich zur Verfügung.

Was ist STUDICA?

STUDICA ist ein Akronym und steht für „Studieren à la carte“. Das ist der Name des Forschungs- und Entwicklungsprojektes, das die Alanus Hochschule im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ seit 2012 durchführt. Es wird über dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebene Programm gefördert, und zwar seit April 2015 in der zweiten Phase („STUDICA II“), die noch bis September 2017 läuft.

Beim Programm „Offene Hochschulen“ geht es darum, für deutsche Hochschulen möglichst wirksame Wege zu finden, wie lebens- und berufserfahrenen Menschen, die das wollen oder brauchen – unabhängig von schulischen Zugangsvoraussetzungen – vermehrt der Weg zur Hochschule bzw. zum wissenschaftlichen Wissen erleichtert bzw. überhaupt erst erschlossen werden kann. Damit sollen diese Projekte zugleich die seit 2009 drastisch verbesserten rechtlichen Zugangsmöglichkeiten für diese Zielgruppen mit Leben füllen. Hintergrund ist, dass in der sog. „Wissensgesellschaft“ im Lebens- und Berufsalltag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung viel mehr wissenschaftliches Wissen und wissenschaftliche Kompetenzen sinnvoll eingesetzt werden könnten und benötigt werden, als es derzeit der Fall ist – und dass Deutschland hier europäisch und weltweit gegenüber vergleichbaren Ländern deutlich hinterher hinkt. Die Frage ist also, wie die Hochschulen dazu beitragen können, dass viel mehr Menschen als bisher wissenschaftliche Bildung und wissenschaftliches Wissen erwerben und in ihrer Lebensführung ebenso wie bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Aufgaben nutzen und einsetzen können.

Ein – häufig beschrittener – Weg dazu kann es sein, neue praxisnahe berufsbegleitende Studiengänge zu entwickeln, die für lebens- und berufserfahrene Menschen attraktiv und vor allem leicht zugänglich sind, indem die Hindernisse für ein berufsbegleitendes Studium abgebaut werden. Auch die Alanus Hochschule bietet eine ganze Reihe solcher Studiengänge an, die neben dem Beruf oder neben familiären Verpflichtungen gut studierbar sind.

Das Projekt STUDICA verfolgt jedoch einen anderen Ansatz: Aktuelles wissenschaftliches Wissen soll genutzt werden können, damit lebens- und berufserfahrene Menschen in ihrer eigenen Lebenssituation vorankommen und die Aufgaben, die sich ihnen stellen, mit wissenschaftlichen Werkzeugen lösen können. Dazu aber benötigen sie nicht unbedingt gleich ein ganzes Studium mit Hochschulabschluss. Denn ein ganzer Studiengang mit akademischem Abschluss ist oft zu aufwändig, zu unsicher, praktisch oft nicht leistbar und meist auch gar nicht attraktiv, selten ist er wirklich notwendig. Hier setzt STUDICA an.

Die STUDICA-Grundidee

Im Blick auf diese Zielgruppen erforscht das Projekt STUDICA eine grundlegende Alternative zu berufsbegleitenden Studiengängen: Es prüft die Möglichkeiten und Wirkungen eines „Studierens à la carte“, d.h. einer weitgehend voraussetzungslosen, individuellen und flexiblen Zusammenstellung eines persönlichen „Lernmenüs“ aus dem großen bestehenden Angebot der Hochschule an unterschiedlichsten Lehrveranstaltungen.

Konkret heißt das: STUDICA bietet jeder und jedem unabhängig von bestimmten schulischen Voraussetzungen allein aufgrund seiner Lebens- und Berufserfahrung die Möglichkeit, gezielt und praxisbezogen einzelne Lehrveranstaltungen aus dem „Gesamtbuffet“ des Hochschulangebots auszuwählen und zu individuellen Kombinationen und Sequenzen zusammenzustellen und diese individuellen „Menüs“ zu studieren.

Dazu müssen sich die Interessentinnen und Interessenten überlegen, welche Wissensfragen sie antreiben, welche Probleme sie gerade lösen müssen, wo sie persönliche Wissenslücken schließen wollen oder ganz einfach: Was zu lernen sie interessiert oder wobei ihnen Wissenschaft helfen soll. Dann können sie sich aus den Lernmöglichkeiten an der Hochschule gezielt bedienen und sich das entsprechende Wissen und die entsprechenden wissenschaftlichen Kompetenzen erarbeiten. Das können sie beliebig oft wiederholen, in Portionen, die auf ihre Fragen und Lebensverhältnisse zugeschnitten sind. Und: Alles, was sie so studieren, wird als Studienleistung dokumentiert und nach dem europäischen ECTS-Punktesystem zertifiziert und kann ggf. später, wenn das gewünscht wird, auf einen entsprechenden regulären Studiengang mit akademischem Abschluss angerechnet werden. Über STUDICA könnte man also, wenn man das will, auch schritt- und portionsweise einen akademischen Titel erwerben (allerdings muss man dazu derzeit noch für 50% der Studienleistungen in den entsprechenden Studiengang eingeschrieben sein).

STUDICA als alternatives Konzept für lebensbegleitendes Lernen Berufserfahrener

Diese Studienform macht das Studieren für viele realistisch und konzentriert es auf das Wissen und Können, das man zu einer bestimmten Zeit braucht. Und man kann jederzeit wiederkommen und sich neue Menüs zusammenstellen, wenn man wieder neue Lernfragen hat. STUDICA ermöglicht lebensbegleitendes Lernen Erfahrener. Und das Angebot der Hochschule wird um eine Serviceeinrichtung für Lernfragen aus der Praxis ergänzt.   

Unser Ziel ist es, durch STUDICA eine offene Hochschule zu errichten, an der alle Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung ohne Einschränkungen durch Herkunft, bisherigen Bildungsweg und Alter sich vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen und Lernbedürfnisse dasjenige wissenschaftliche Wissen und diejenigen wissenschaftlichen Denkweisen und Kompetenzen aneignen können, die sie wollen und die ihnen helfen können, sich persönlich und beruflich weiter zu entwickeln.  

Wenn Sie erfahren wollen, wie das Projekt diese Grundidee bisher umgesetzt hat, lesen Sie hier weiter.

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Unsere Vision einer Offenen Hochschule

Die Offene Hochschule ist ein Ort, an dem lebens- und berufserfahrene Menschen jeden Alters, unabhängig von  schulischen Zulassungsvoraussetzungen, von ihnen gewünschte oder benötigte wissenschaftliche Kenntnisse erwerben und wissenschaftliche Denkweisen ausbilden können, und zwar so, wie es zu ihren persönlichen Bedingungen und Lebensverhältnissen passt.

Die Offene Hochschule ...

  • ist eine offene Lern- und Forschungsstätte. Sie ist im ständigen Austausch mit der Praxis. Hier findet forschendes Lernen und lernendes Forschen statt.
  • ist ein Ort der Individualisierung. Nicht Berufs- oder Studiengangvorgaben sind maßgeblich für das, was gelernt werden kann, sondern individuelle Lernbedürfnisse, Erfahrungen und Ziele. Die alten Strukturen mit ihren Grenzen lösen sich auf; individuelle Wege werden möglich.
  • ist ein Ort, der die selbständige Handlungsfähigkeit unterstützt. Diese stützt sich auf individuelle Fähigkeiten, nicht auf Berufe. Bildung als Prozess lebenslangen Lernens steht im Mittelpunkt.
  • ist ein Ort, an dem begeisternde und begeisterte Menschen zusammen kommen und einen geschützten Raum vorfinden, in dem sie denken, lernen, forschen und sich entwickeln können.

Studieren à la carte ist eine Realisierungsform der Offenen Hochschule. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt STUDICA zielt auf neue Formen des Zusammenwirkens von Hochschule und Praxis. Anstelle fest vorgeschriebener Studienordnungen tritt eine umfassende und offene Palette von Studien- und Serviceangeboten. Je nach ihren persönlichen und beruflichen Fähigkeiten und Bedürfnissen können sich Interessierte beim „Studieren à la carte" ein für sie geeignetes Lernmenü aus den dafür geöffneten Veranstaltungsangeboten der verschiedenen für STUDICA geöffneten Fachgebieten/Lehrveranstaltungen mit individuell zugeschnittenen Qualifikationsinhalten zusammenstellen. 

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