Der Dokumentarfilm "Die Hüter der Tundra“ von René Harder erhält Filmförderung

Das Filmprojekt "Die Hüter der Tundra" in der Regie von René Harder wird von der Filmförderungsanstalt und der Film- und Medienstiftung NRW mit insgesamt 180.000 Euro unterstützt.

In einem abgelegenen russischen Dorf, in dem es weder medizinische Versorgung noch eine Verkehrsanbindung gibt, versammeln sich einmal im Jahr samische Hirten, um während des „Festes des Nordens“ beim Rentierschlitten-Rennen gegeneinander anzutreten. Die Bewohner versuchen von der Rehntierzucht zu leben, auch wenn es mit dem Ende der Sowjetunion keine staatlichen Subventionen gibt. Staatliche Planungen sehen vor, alle Bewohner des Dorfes in die nächste Stadt umzusiedeln. Sascha und ihr Bruder Slawa wollen dies verhindern und das Fest des Nordens retten, denn „Solange das Fest lebt, lebt das Dorf!“.

50.000 Euro von der Filmförderungsanstalt und 130.000 Euro von der Film- und Medienstiftung NRW erhielt der Schauspielprofessor der Alanus Hochschule als Regisseur für seinen aktuellen Dokumentarfilm, einer Produktion von Arte/ZDF sowie der Produktionsfirmen Lichtblick (Deutschland) und Relation04 (Norwegen). Damit ist es einer von 13 deutschen Filmen, der aktuell von der Filmförderungsanstalt unterstützt wird.

„Die Hüter der Tundra“ ist  nicht der erste Film von René Harder. Der Professor für Schauspiel mit Schwerpunkt Szenenstudium und Projektentwicklung an der Alanus Hochschule erhielt bereits 2007 den Publikumspreis beim Internationalen Dokumentarfilmfestival von Yamagata (Japan) für „Herr Pilipenko und sein U-Boot“. 2010 kehrte er mit „Herr Pilipenko und der rote Teppich“ an den Schauplatz dieser Dokumentation zurück. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur spielt René Harder an verschiedenen Theatern, in Filmen und bei TV-Serien wie der „Lindenstraße“, „Die Pfefferkörner“ oder „Küstenwache“.

Die Filmförderungsanstalt

Die Filmförderungsanstalt ist eine Initiative zur Förderung deutscher Kinoprojekte. Insgesamt 4,3 Millionen Euro kommen in diesem Jahr sowohl dem Nachwuchs als auch bekannteren Projekten wie der Romanverfilmung „Rubinrot“ von Kirsten Gier zu Gute.  

Die Film- und Medienstiftung NRW

Der 1991 gegründeten Film- und Medienstiftung NRW steht deutschlandweit das größte Budget zu Verfügung, nämlich 35 Mio. Euro. Zu ihren Gesellschaftern gehört neben den Fernsehsendern ZDF, RTL und WDR auch das Land Nordrhein-Westfalen.

 
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