EbALW (Forschungs- und Entwicklungsprojekt)

Entwicklung eines berufsbegleitenden Aufbaustudiengangs für die wissenschaftliche Qualifizierung und Professionalisierung der Lehrenden in der beruflichen Weiterbildung

Im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung“ des BMBF

Akronym:

EbALW

Laufzeit:

1.12.2015 – 30.11.2018

Projektleitung:

Dipl. Soz.-Wiss. Siamak Farhur M.A.

Projektkoordination:

Dr. Anne Meuter

Telefon:

02222 99455 13

E-Mail:

anne.meuter(at)alanus.edu

Fördernde Stelle:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), vertreten durch das Bundesinstitut für Berufsbildung

Fördersumme:

€ 539.383,55

Verankerung in der Hochschule:

Institut für philosophische und ästhetische Bildung, Arbeitsbereich Berufspädagogik

Aufgabe des Projekts

Ziel des Projekts ist es, ein fundiertes, wissenschaftlich begründetes und übertragbares (Rahmen-)Konzept für die wissenschaftliche Qualifizierung der in der beruflichen Weiterbildung Lehrenden zu erarbeiten, daraus exemplarisch einen Aufbaustudiengang zu entwickeln, in Teilen zu erproben und empirisch zu testen, der an bestehende Fortbildungsabschlüsse anschließt.

Dieses Ziel wird in folgenden Schritten erreicht:

  • Zunächst wird ein Referenzrahmen (Anforderungs- bzw. Qualifikationsrahmen) für Studiengänge entwickelt, die zur Professionalisierung der Lehrenden in der beruflichen Weiterbildung beitragen;
  • Dann wird dieser Referenzrahmen exemplarisch konkretisiert in der Entwicklung eines Bachelorstudiengangs an der Alanus Hochschule in Alfter b. Bonn, der berufsbegleitend auf die beiden Fortbildungsberufe für in der beruflichen Weiterbildung Tätige – den Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagogen sowie den Gepr. Berufspädagogen – aufbaut und diese Berufe durch wissenschaftliches Wissen vertieft;
  • Schließlich wird dieses Beispiel für einen Aufbaustudiengang für Weiterbildende in Teilen erprobt, evaluiert, dadurch der Referenzrahmen durch exemplarische Umsetzungen optimiert bzw. weiterentwickelt, in der Fachöffentlichkeit diskutiert und in allgemeiner Form anderen Hochschulen zur Übertragung bzw. zur Weiterentwicklung ggf. vorhandener einschlägiger Studiengänge zur Verfügung gestellt.

Das Projekt leistet einen Beitrag:

  1. zur Klärung, Aktualisierung und Modernisierung des Berufsbildes und des Aufgabenverständnisses der Weiterbildenden,
  2. damit zur Qualität und Qualitätsentwicklung der beruflichen Weiterbildung,
  3. zur Professionsentwicklung bzw. Professionalisierung bzw. Professionsentwicklung
  4. zur Entwicklung eines professionellen Verhaltens der Weiterbildenden gegenüber den Lernenden und damit schließlich
  5. zur Intensivierung und gesellschaftlichen Anerkennung lebensbegleitenden Lernens.

Der im Projekt entwickelte Referenzrahmen für die Qualifizierung der in der beruflichen Weiterbildung Lehrenden wird ebenso wie das Konzept für den Aufbaustudiengang schon früh öffentlich zur Diskussion gestellt, um die Akteure der beruflichen Weiterbildung möglichst von Anfang an in den Entwicklungsprozess

einzubeziehen. Die Konzepte werden auf einschlägigen Kongressen, Fachtagungen und Workshops der Fachöffentlichkeit präsentiert und bei solchen Gelegenheiten präzisiert und weiterentwickelt, so dass sie möglichst ein allgemein akzeptiertes Produkt werden, das der Heterogenität und Fluidität in der beruflichen

Weiterbildung dort entgegenwirkt, wo dies sinnvoll ist, ohne ihre produktive Vielfalt und Innovationskraft zu beschneiden. Angesprochen sind interessierte Hochschulen, ebenso Verbände und Träger der beruflichen Weiterbildung. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit stehen allen Interessenten bzw. Hochschulen zur Verfügung. Das Projekt bietet im Rahmen der Laufzeit Transferhilfe an.

Auf dem Hintergrund dieser Aktivitäten sollen schon frühzeitig kooperierende Hochschulen gefunden werden, die Interesse haben, den Referenzrahmen zu übernehmen und ähnliche Studiengänge für die Lehrenden der beruflichen Weiterbildung aufzubauen. Ein solcher Kooperationsverbund hat evtl. eine

Chance, Maßstäbe für die wissenschaftliche Qualifizierung der in der beruflichen Weiterbildung Lehrenden zu setzen (für die es keine einheitlichen offiziellen Ordnungsverfahren gibt). Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Projektes, einschließlich weiterer Fragestellungen in einschlägigen Fachzeitschriften

publiziert, um auch weiterführende Erkenntnisse und Fragestellungen öffentlich zu machen und zu diskutieren. Zur zielführenden Unterstützung des Vorhabens wird die Gründung eines Fachverbandes o.ä.(Wissenschaft/Wirtschaft) vorbereitet und 2018 realisiert. Der im Projekt entwickelte und an der Alanus Hochschule eingerichtete BA-Studiengang wird bei ausreichender Nachfrage ein Regelangebot.

Mitarbeitende

Prof. Dr. Sascha Liebermann (Wissenschaftliche Gesamtleitung)
Dr. Anne Meuter (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Dr. Julia Gronewold (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Bruno Reibstein (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Projektpartner

Für Fachberatung und Evaluation wird mit externen Partner zusammengearbeitet

 
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