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Interview mit Charlotte Trossbach vom 19. Mai 2009
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Was studieren Sie an der Alanus Hochschule und seit wann?
Seit Herbst 2004 studiere ich Malerei und Lehramt Kunst (mit zwei angestrebten Abschlüssen, dem Malerei-Diplom und dem Ersten Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien, Gesamtschulen und Waldorfschulen).

Wie sieht ein normaler Tagesablauf aus?

Normalität ist Stillstand.
Im Moment gibt es kein „normal“: ich stecke mitten in den Examensprüfungen und lese viel, schreibe viel, betrachte viel und lerne dabei auch...und komme da-bei leider zur Zeit nicht zum Malen.

Woran arbeiten Sie momentan?
Daran, dass ich mein Staatsexamen -hoffentlich erfolgreich- bestehe: an kunst-wissenschaftlichen/-geschichtlichen, kunstpädagogischen und erziehungswissen-schaftlichen Themen. Konkret versuche ich momentan, Künstlerinnenbiografien zu verinnerlichen.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für ein Studium an der Alanus Hochschule entschieden?

Mein Blick fiel zugegeben zufällig auf die Alanus Hochschule.
Im Nachhinein schätze ich insgesamt die Lebendigkeit und Entwicklungsfreude der Hochschule und die Möglichkeit, zweigleisig fahren zu können: die Symbiose aus einem intensiven künstlerischen Studium und der Chance, parallel eine kunstpädagogische Ausbildung zu bekommen. Beide Wege ergänzen und be-fruchten sich in meinen Augen gegenseitig sehr gut (wenn es auch manchmal ein zeitlicher Spagat ist). Die eigene künstlerische Findung und Sicherheit ist künftig hoffentlich ein guter Grundstein für eine Kunstlehrerin, die ihre Schüler für ihr Fach begeistern möchte.
Zudem ist das Hochschulgelände wahrscheinlich so paradiesisch schön wie kein zweites…(das nur als Sahnehäubchen)

Welche Erfahrung während des Studiums hat Sie besonders geprägt?
Gelernt zu haben, die Freiheiten, die einem gegeben werden, zu erkennen und zu nutzen.

Was motiviert Sie in ihrem Studium?
Das Gefühl und die Gewissheit, ernst genommen zu werden und den richtigen „Austragungsort“ für künstlerischen Dialog gefunden zu haben.
Die Offenheit aller Lehrenden für Erneuerung, Mitsprache, Kritik und Verände-rung.
Der freundschaftliche, persönliche, faire Umgang.
Die Erkenntnis, irgendwann auf die richtige Spur zu kommen -wenn auch über Umwege.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach dem Abschluss?
Auf zwei stabilen Standbeinen zu landen: eine inspirierte und hoffentlich inspirie-rende Kunstlehrerin zu werden (nach dem anschließenden Referendariat) und mit dem gleichen Elan eine schwungvolle, künstlerische Laufbahn einzuschlagen bzw. fortzusetzen. –Beides möchte ich gleich ernst- und wahrnehmen.
Mein größtes Ziel wäre eines Tages die praktische und reflektierende Arbeit mit Kunststudenten.

Wovon sollten Ihrer Meinung nach mehr Menschen Notiz nehmen?

Von der Verletzlichkeit und den Grenzen anderer.

Wenn Sie für einen Tag als Koch/Köchin in der Alanus Mensa arbeiten dürften, welches Gericht würden Sie zubereiten?

Ein großes chinesisches Buffet.