Lehrstuhl für Ökonomie und Gesellschaft

Lehre

Herbstsemester 

Bachelor

  • Volkswirtschaftslehre I 
  • Volkswirtschaftslehre II 
  • Qualitätsmanagement und Mitarbeiterentwicklung (BA-Studiengang Kindheitspädagogik) Rahmenbedingungen von Kindertageseinrichtungen (BA-Studiengang Kindheitspädagogik)


Master (nicht-konsekutiv (n-k)), berufsbegleitend, Teilzeit

  • Leitbild und Organisationsentwicklung 


Master (konsekutiv (k)), berufsbegleitend, Teilzeit

  • NfPO-Management 
  • Wirtschaft und soziale Verantwortung 

Frühjahrssemester 

Bachelor

  • Volkswirtschaftslehre II 
  • NfPO-Management (BA-Studiengang BWL)
  • Volkswirtschaftslehre I (BA-Studiengang BWL) 
  • Volkswirtschaftslehre II (BA-Studiengang BWL) 
  • NfPO-Management (BA-Studiengang BWL) 
  • NfPO-Management (MA-Studiengang BWL) 
  • Wirtschaft und soziale Verantwortung (MA-Studiengang BWL) 
  • Projektarbeit (MA-Studiengang BWL) 
  • Masterarbeit (MA-Studiengang BWL) 
  • Managerial Economics (MA-Studiengang BWL) 
  • Mitarbeitermanagement und Organisationsentwicklung (BA-Studiengang Kindheitspädagogik) 
  • Einführung Konfliktmanagement (BA-Studiengang Kindheitspädagogik) 
  • Qualitätsmanagement (BA-Studiengang Kindheitspädagogik) 
  • Rahmenbedingungen für Kindertagesstätten (BA-Studiengang Kindheitspädagogik)



Forschung

Die Grundausrichtung der Professur sieht vor, dass mit ihr sowohl eine Plattform als "Think Tank" existiert als auch praktische Umsetzungshilfen (z. B. Einführung und Umsetzung von Managementprozessen oder Leitbildentwicklungs- und Organisationsprozesse) für NfPOs geleistet werden. Dies geschieht durch:

  • eigenständige und auftragsbezogene Forschung
  • Seminarveranstaltungen zu Fort- und Weiterbildungen für Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen
  • Lehrveranstaltungen an der Hochschule für Studierende mit der Zielsetzung der Befähigung zur Selbstverwaltungstätigkeit in gemeinnützigen Einrichtungen
  • Wirtschaftlichkeits- und Organisationsberatung für gemeinnützige Einrichtungen
  • Beteiligung an der allgemeinen (wissenschaftlichen und praktischen) Debatte um die Gestaltung einer "Bürgergesellschaft" durch Publikationen, Vorträge und Kolloquien mit der Zielsetzung, Bewusstsein für die Qualitäten gemeinnütziger Einrichtungen im öffentlichen Leben zu schaffen


Das Forschungsdesign der Professur wird in zwei zentralen Perspektivenseiten verortet: Zum einen auf einer mikroökonomischen Perspektive (Innenseite), zum anderen auf einer makroökonomischen Perspektive (Außenseite). In der mikroökonomischen Perspektive wird untersucht, wie sich NfPOs organisieren und strukturieren und welche Folgen damit verbunden sind (die sogenannte "Wie-Frage: - Wie tun wird die Dinge"); in der makroökonomischen Perspektive wird die Positionierung von NfPOs im gesellschaftlich-kulturellen Kontext und ihrer Funktion im Rahmen einer zivilgesellschaftlichen Ordnung (die sogenannte "Was-Frage: - Machen wir die richtigen Dinge") betrachtet. Forschungsmethodisch wird - neben anderen Methoden wie etwa die qualitative Sozialforschung - die Praxisforschung bevorzugt.

Forschungsschwerpunkte

  • Management von gemeinnützigen Organisationen 
  • Zivilgesellschaftlichkeit und bürgerliches Engagement 
  • Bildungsökonomie 
  • Wirtschaft und soziale Verantwortung



Aktuelle Forschungsprojekte

Projektmanagement für NfPOs

In NfPOs sind vielfach - wenn auch flache - Aufbauorganisationen vorherrschend, die tendenziell auf Stabilität, Kontinuität und Hierarchien basieren und eher unflexibel sind. Festzustellen sind aber Entwicklungstendenzen im Aufgabenspektrum für NfPOs, die nur mittels einer flexiblen und dynamischen Organisationsform effizient gelöst werden können. Das macht die Auseinandersetzung in NfPOs mit projektorientierten Arbeitsweisen, die speziell auf ihre Organisationsform und ihre gemeinnützige Zielorientierung abgestimmt werden müssen, erforderlich. Das wissenschaftliche Ziel dieses Forschungsprojektes besteht darin, flexible Organisationsformen und Projektmanagement für NfPOs zu adaptieren und den Prozess des organisatorischen Wandels in NfPOs unter Berücksichtigung einer Kultur gemeinnützigen Handelns und Denkens modellhaft zu erforschen und im Sinne einer Umsetzungshilfe praktisch zu moderieren.

Bereits vorbereitet ist die Herausgabe eines entsprechend ausgerichteten Sammelwerkes gemeinsam mit zwei Experten für Projektmanagement als Mitherausgeber (Rolf Kaestner/Dr. Thor Möller: Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.) und zahlreichen Co-Autoren aus den jeweiligen Fachgebieten.

Management und Führung in NfPOs - Selbstverwaltung von Schulen in Freier Trägerschaft

In diesem theoretisch-praktischen Forschungsprojekt geht es darum, die Erfahrungen und Erkenntnisse jahrelanger Beratungen von Freien Schulen im Bereich Organisationsentwicklung sowie aus der umfangreichen Gutachtertätigkeit im Auftrag von Banken bei Kreditanfragen von Schulen in Freier Trägerschaft wissenschaftlich auszuwerten, darzulegen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Um diese Arbeit in einen erweiterten Kontext einzubetten, wurde eine Forschungskooperation mit Prof. Dr. Horst Bauer (Fachbereich Bildungswissenschaften, Alanus Hochschule) vereinbart. Aus der Kombination einer erweiterten Betrachtung von Selbstverwaltung (Bauer) mit den konkreten Handhabungen vor Ort (Koolmann) ergibt sich ein umfassendes theoretisch und praktisch begründetes Verständnis derzeitiger Selbstverwaltungsstrukturen an Schulen in Freier Trägerschaft wie es zurzeit allenfalls rudimentär vorliegt. Aus dieser Bildgestaltung heraus werden sodann praktische Handlungsempfehlungen zur Optimierung derzeitiger Selbstverwaltungsstrukturen abgeleitet.


Bezüge zwischen (individueller) Lehrersituation und Schulorganisation an Freien Waldorfschulen

Dieses empirische Forschungsprojekt ist entstanden aus einer Forschungskooperation zusammen mit Prof. Dr. Dirk Randoll (Fachbereich Bildungswissenschaften, Alanus Hochschule) und Prof. Dr. Heiner Barz (Philosophische Fakultät, Universität Düsseldorf) und ist Bestandteil einer empirisch breit (n= 2000) angelegten Befragung von Waldorflehrern zu ihrer Arbeitssituation (Arbeitszufriedenheit, Arbeitsbelastung, Arbeitsbewältigungsstrategien etc.) sowie zu ihren persönlichen Berufsmotiven.

Für das Forschungsprojekt wurde ein Mantelfragebogen ausgearbeitet, der sich an die Geschäftsführer der Schulen richtet und Fragen zu Schulkennwerten, Organisationsstruktur, sozioökonomischen Daten sowie Fragen zum Schulmanagement und zur Schulentwicklung beinhaltet. Die Untersuchungshypothese bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit der Lehrer und spezifische schulstrukturelle Rahmenbedingungen ihres Arbeitsplatzes. Aus der Befragung liegen bis jetzt 116 beantwortete Fragebögen vor (Quote 52 %), die zurzeit für die Auswertung vorbereitet werden.

Kriterien für die Feststellung der Zukunftsfähigkeit von Schulen in Freier Trägerschaft

Ausgangspunkt für dieses sozio-ökonomische Forschungsprojekt im Bereich Bildungseinrichtungen ist die jahrelange gutachterliche Tätigkeit des Stelleninhabers zur wirtschaftlichen, sozialen und pädagogischen Verfasstheit von Schulen in Freier Trägerschaft mit der Zielsetzung, evidente Aussagen zur Zukunftsfähigkeit der einzelnen Schule zu machen, auf deren Basis die beauftragende Bank ihre Kreditfinanzierungsentscheidung fällen kann.

Mit Hilfe einer speziell hierfür entwickelten systematischen Mess- und Erfassungsmethode für "weiche" organisationsstrukturelle Gegebenheiten können die "harten" betriebswirtschaftlichen Fakten zu einem wesentlich aussagekräftigeren Bild ergänzt werden als es üblicherweise vor Kreditvergabeentscheidungen erhoben wird. Aus ca. 40 Begutachtungen liegt nun eine ausreichende Datenbasis vor, um eine empirisch aussagekräftige Analyse vornehmen zu können.

Eine erste Vorstudie legt die Hypothese nahe, dass die "harten" betriebswirtschaftlichen Daten "nur" als notwendige Basis bei der Einschätzung der Zukunftsfähigkeit gelten können, nicht aber als allein hinreichende Indikatoren. Schulen in Freier Trägerschaft haben für sich bislang noch zu wenig die Bedeutung der "weichen" Faktoren für ihre Zukunftsfähigkeit erkannt. Sollte sich diese Hypothese in der detaillierten Analyse bewähren, würden sich hieraus völlig neue Regelungsmuster für die betriebswirtschaftliche Führung einer Schule in Freier Trägerschaft ergeben.

 

 
BG1